Normality ist ein Singleplayer-Action-Adventure, das in der dystopischen Stadt Neutropolis spielt. Die Spieler übernehmen die Rolle von Kent Knutson, einem ganz normalen Bürger, der wegen einer ungewöhnlichen Verfehlung - Pfeifen in der Öffentlichkeit - unter Hausarrest gestellt wird. Die Geschichte begleitet ihn dabei, die Kräfte hinter der erzwungenen Apathie der Stadt aufzudecken, während er sich durch eine detaillierte urbane Umgebung mit skurrilen Charakteren und merkwürdigen Situationen bewegt.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Kombination aus freier Erkundung und Point-and-Click-Interaktionen. Die Bewegung erfolgt in der Egoperspektive durch eine dreidimensionale Welt, in der sich die Spieler mit den Richtungstasten durch Straßen, Gebäude und surreale Schauplätze bewegen können. Interaktionen werden per Mausklick auf Objekte und Personen ausgelöst, wobei ein ungewöhnliches Voodoo-Puppen-System Inventar und Aktionen verwaltet. Damit lassen sich Hinweise sammeln, Details aus verschiedenen Blickwinkeln untersuchen und die Handlung vorantreiben.
Die eigentliche Herausforderung bilden die Rätsel. Sie basieren meist auf logischem Kombinieren, dem Verknüpfen von Gegenständen und Dialogentscheidungen, die neue Wege oder Informationen freischalten. Manche Lösungen erfordern unkonventionelle oder überraschende Ansätze, die eine genaue Beobachtung der Umgebung belohnen. Bewegungsabläufe mit Motion-Capture-Technik sorgen bei wichtigen Szenen für visuelles Feedback und verleihen Begegnungen mit Charakteren und Ereignissen zusätzliche Lebendigkeit. Das Spiel setzt auf gründliche Ermittlung statt auf Kämpfe oder zeitkritische Aktionen und legt Wert auf die detailreiche Gestaltung der Stadtviertel, die sich im Laufe des Fortschritts verändern.
Spielmodi
Normality bietet ausschließlich ein Singleplayer-Erlebnis. Es gibt weder Multiplayer-Optionen noch kompetitive oder kooperative Modi. Das gesamte Spiel verläuft als linearer, aber erkundungsorientierter Kampagnenverlauf, der sich auf die Geschichte und die Lösung von Rätseln innerhalb der festgelegten Kulisse von Neutropolis konzentriert.
Die Stadt Neutropolis
Neutropolis ist der zentrale Schauplatz und wird als einst lebendige Metropole dargestellt, die unter einer geheimnisvollen Kontrolle erstarrt ist. Die Spieler können frei zwischen unterschiedlichen Stadtteilen und Innenräumen wechseln, die sich durch abwechslungsreiche Architektur und stimmungsvolle Details auszeichnen. Die Umgebung vermischt alltägliche urbane Elemente mit skurrilen Verformungen, etwa ungewöhnlichen Konzern-Einflüssen oder eigenartigen lokalen Bräuchen. Die Erkundung deckt nach und nach die Geschichte der Stadt und die Ursachen ihres gegenwärtigen Zustands auf und lädt dazu ein, bereits besuchte Orte erneut aufzusuchen, sobald neue Fähigkeiten oder Hinweise verfügbar sind.
Lohnt sich das Spiel?
Normality spricht vor allem Fans klassischer Point-and-Click-Adventures an, die skurrile Geschichten und methodisches Rätsellösen schätzen. Die Egoperspektive und die interaktive Welt heben sich unter den Titeln der 1990er Jahre dadurch ab, dass sie Präsenz erzeugen, ohne auf Action-Sequenzen zu setzen. Der Humor und die eigenwilligen Handlungselemente sorgen für durchgängige Unterhaltung, sofern man ungewöhnliches Storytelling mag - auch wenn einige Rätsel Geduld und Querdenken verlangen.
Das Spiel ist weiterhin auf digitalen Plattformen für moderne PCs erhältlich und bewahrt dabei seine ursprünglichen Mechaniken und Grafiken. Spieler loben vor allem das gelungene Interface und die detaillierten Schauplätze, während sie gleichzeitig feststellen, dass Drehbuch und gelegentliche Rätselgestaltung den Konventionen der damaligen Zeit entsprechen. Es eignet sich für alle, die ein in sich abgeschlossenes Abenteuer suchen, statt laufend neuen Inhalten oder kompetitivem Spiel nachzugehen. Wer Erkundung und charaktergetriebene Mysterien höher schätzt als schnelle Action, wird die Erfahrung als lohnend empfinden - besonders mit einer gewissen Offenheit gegenüber dem unkonventionellen Ton des Spiels.