Perimeter: Emperor's Testament ist ein Echtzeit-Strategiespiel in einem Science-Fiction-Universum, in dem die Überlebenden der Menschheit nach der Aufgabe der sterbenden Erde durch die Psychosphäre ziehen. Spieler führen Fraktionen in Konflikten, deren Kernmechanik darin besteht, das Schlachtfeld selbst zu formen. Als eigenständiges Add-on erweitert das Spiel die Grundlage von Perimeter um eine längere Kampagne, die sich mit den Zielen des Imperiums und neuen Bedrohungen wie dem Mechanical Messiah befasst.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Kombination aus klassischem Echtzeit-Strategie-Kampf und der Möglichkeit, die Umgebung zu verändern. Spieler ebnen das Gelände, um Bauflächen zu schaffen, und können zugleich gegnerische Stellungen stören, indem sie den Boden unter feindlichen Basen verformen. Ein weiteres Element ist das Energiemanagement: Energy Cores erzeugen Energie abhängig von der Größe des kontrollierten, umgestalteten Gebiets und müssen Gebäude zu einem funktionsfähigen Netz verbinden. Verliert ein Bauwerk die Verbindung, wird es deaktiviert und kann vom Gegner übernommen werden.
Einheiten entstehen durch ein Morphing-System, bei dem einfache Soldaten, Offiziere und Techniker zu komplexeren Formen kombiniert werden. Trupps können ihre Rolle wechseln oder zurückverwandeln, sobald Labore höhere Stufen freischalten. Die Fraktionen unterscheiden sich durch eigene Einheiten und Gebäude; das Imperium setzt auf automatisierte Basen und mechanische Konstrukte. Kämpfe finden zu Lande, in der Luft und unter der Erde statt, unterstützt von Geschütztürmen und der energiezehrenden Perimeter-Barriere. Die Einzelspieler-Kampagne führt neue Einheiten und Bauwerke ein und spannt sich über Dutzende Missionen.
Spielmodi
Das zentrale Erlebnis bietet die umfangreiche Einzelspieler-Kampagne, die die Handlung des Vorgängers mit neuen Entwicklungen um das Imperium, die Spirits, die Harkback und den Aufstieg des Mechanical Messiah fortsetzt. Die Aufträge variieren stark: Gegnerische Frames und Scourge-Nester müssen zerstört, Portale aufgeladen oder strategisch wichtige Punkte gesichert werden.
Mehrspieler-Modi sind weiterhin über LAN, DirectIP und GameRanger nutzbar, nachdem der ursprüngliche Online-Dienst eingestellt wurde. So lassen sich kompetitive oder kooperative Partien mit denselben Mechaniken wie im Kampagnenmodus austragen.
Handlung und Fraktionen
Die Geschichte spielt sich entlang der Chain of Worlds ab, wo drei Hauptmächte aufeinandertreffen. Das Imperium strebt nach einem Schwamm-Imperium, das auf Vice Frames und dem neu geschaffenen Mechanical Spirit beruht. Die Spirits führen Kolonisten auf der Suche nach einer neuen Heimat, sehen sich jedoch mit internem Widerstand konfrontiert. Die Harkback wollen zur alten Erde zurückkehren. Mit dem Auftauchen des Mechanical Messiah, verschollener Exodus Frames und Spuren einer außerirdischen Präsenz spitzen sich die Konflikte zu und zwingen die Spieler, wechselnde Allianzen und die wahren Absichten jeder Gruppe zu hinterfragen.
Lohnt sich das Spiel?
Das Strategiespiel spricht Spieler an, die klassische Echtzeit-Strategie mit einer ungewöhnlichen Note in Geländegestaltung und Ressourcenmanagement suchen. Die Kampagne bietet eine lange, handlungsgetriebene Erfahrung, die das Setting mit neuen Einheiten und Soundtrack-Elementen erweitert. Für Wettkämpfe gegen andere stehen weiterhin lokale und Drittanbieter-Lösungen bereit.
Die Resonanz fällt gemischt aus: Gelobt werden die innovativen Ideen zu Geländeverformung und Energie, während Steuerung und Handlungskomplexität Kritik erfahren. Über die Steam-Version läuft das Spiel auf modernen Systemen und erhält gelegentliche Community-Unterstützung, etwa durch die 2024er Edition mit Kompatibilitätsanpassungen. Es richtet sich an Fans älterer Strategiespiele, die außergewöhnliche Systeme höher schätzen als polierte Oberflächen oder regelmäßige Inhaltsupdates. Wer schnelle Matches mit tiefgehender Umweltinteraktion bevorzugt, wird das Kernspielgefühl belohnend finden; Spieler, die moderne, schlanke RTS-Titel gewohnt sind, müssen sich möglicherweise erst an das System gewöhnen.