Rise of Venice ist eine Strategiesimulation, die im Venedig der Renaissance spielt. Spieler bauen ein Handelsimperium auf, indem sie Warenströme organisieren, Flotten verwalten und politische Fäden ziehen. Die Handlung versetzt dich in die Rolle eines aufstrebenden Kaufmanns, der in einer Stadt nach Reichtum und Einfluss strebt, die als Drehscheibe zwischen Westeuropa und dem östlichen Mittelmeer gilt. Kern der Tätigkeit ist der Warenhandel zwischen Häfen wie Rom, Alexandria, Konstantinopel, Athen, Genua und Tripolis, während familiäre Verflechtungen und Rivalitäten der großen venezianischen Häuser ständig im Hintergrund wirken.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Steuerung von Handelsrouten und der Ausbau von Niederlassungen in mehreren Städten. Spieler transportieren Güter zwischen den Standorten, erwirtschaften Gewinne und investieren diese in Produktionsanlagen, die wiederum neue Waren für den Handel liefern. Der Aufbau einer Flotte ist ebenso entscheidend: Mit größeren Schiffen lassen sich höhere Ladungsmengen bewegen und Seeschlachten gegen Piraten oder politische Gegner austragen. Diese Kämpfe erfordern taktisches Geschick und eine kluge Verteilung der Ressourcen. Über ein Familiensystem können Verwandte auf Missionen geschickt werden, die das Ansehen des Hauses langfristig stärken. Politischer Einfluss wird durch Verhandlungen mit anderen einflussreichen Familien erworben, die Teile der venezianischen Regierung kontrollieren - ein Weg, der schließlich bis zum Amt des Dogen führen kann.
Spielmodi
Es gibt zwei zentrale Einzelspieler-Optionen. Eine storygetriebene Kampagne begleitet den Aufstieg des Protagonisten durch Intrigen und wechselnde Allianzen der venezianischen Gesellschaft. Der Free-Play-Modus bietet eine offene Spielwelt, in der Spieler ohne Kampagnenvorgaben eigene Ziele für den Ausbau ihres Imperiums setzen können. Multiplayer erlaubt bis zu vier Teilnehmer über LAN oder Internet, die entweder konkurrierend oder kooperativ Handel treiben und Konflikte austragen.
Wichtige Mechaniken und Fortschritt
Der Fortschritt ergibt sich direkt aus wirtschaftlichem Erfolg und gesellschaftlichem Aufstieg. Kluge Handelsentscheidungen steigern Vermögen und Ansehen, während Gefallen und Bündnisse politische Vorteile sichern. Produktionsketten sorgen für zusätzliche Tiefe, indem sie Rohstoffbeschaffung mit der Fertigung von Endprodukten in eigenen Betrieben verknüpfen. Seeelemente bringen Risiko und Ertrag: Geleitschutz für Handelsflotten oder Angriffe auf Gegner können das Machtgefüge verschieben. Das Familiensystem erweitert den Zeithorizont, da die Zuweisung von Aufgaben an Familienmitglieder den Einfluss des Hauses über mehrere Generationen beeinflusst.
Lohnt sich das Spiel?
Rise of Venice richtet sich an Spieler, die methodische Handelssimulationen mit leichten Strategie- und Politikelementen schätzen. Da das Spiel 2013 erschienen ist, gibt es keine laufenden Updates oder saisonale Inhalte. Die Steam-Bewertungen liegen bei 62 Prozent positiv, basierend auf mehreren hundert Stimmen. Wer geduldig ein Handelsnetzwerk und eine Flotte aufbauen möchte, findet in den Systemen genügend Substanz. Spieler, die schnelle Action oder moderne Grafik erwarten, könnten sich vom Tempo und der Präsentation überholt fühlen. Das Spiel eignet sich vor allem für eingefleischte Fans des Genres, denen Tiefgang in Handelsnetzwerken und Familienmanagement wichtiger ist als rasante Kämpfe oder regelmäßige Content-Updates.