Robothorium ist ein strategisches Indie-RPG, das rundenbasierten Kampf mit roguelike-Elementen in einer Cyberpunk-Welt verbindet. Spieler übernehmen die Kontrolle von S.A.I.A., einer hochentwickelten künstlichen Intelligenz, die einen Roboteraufstand gegen die Konzernmacht BreakTech im Jahr 2052 anführt. Missionsentscheidungen beeinflussen die Zufallsgenerierung, zukünftige Begegnungen und das Ansehen bei fünf verschiedenen Fraktionen - und sorgen so für abwechslungsreiche Durchgänge, in denen es darum geht, eine Roboterstreitmacht aufzubauen und zu befehligen.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht das Zusammenstellen und Führen von Trupps in rundenbasierten Gefechten. Acht Roboterklassen bieten unterschiedliche Synergien, die Spieler nutzen, um Gegner mit speziellen Mechaniken auszuschalten. Kampfhandlungen drehen sich um Positionierung, Timing von Fähigkeiten und das Ausnutzen von Schwächen. Zwischen den Kämpfen lässt sich aus einem Reserve-Pool Verbündete auswählen, während das Craften von Items und das Aufwerten von Talenten die Truppe stärkt. Weltweite Demonstrationen bieten zusätzliche Ziele, die sich auf Fraktionsbeziehungen und den Fortschritt gegen BreakTech auswirken.
Prozedurale Elemente sorgen dafür, dass jeder Durchlauf je nach vorherigen Entscheidungen anders verläuft. Roguelike-Merkmale wie Permadeath-Risiken und knappe Ressourcen erhöhen die Spannung. Fraktionsinteraktionen bestimmen verfügbare Missionen und Gegnertypen und belohnen ein ausgewogenes Bündnismanagement. Das Sammeln von Items und die Talententwicklung ermöglichen vielfältige Anpassungen der Roboter und unterstützen unterschiedliche Strategien für dieselben Herausforderungen.
Spielmodi
Robothorium bietet eine Einzelspieler-Kampagne, die der Geschichte der Roboterrevolution folgt. In diesem Modus laufen Missionen nacheinander ab, wobei Entscheidungen über mehrere Durchgänge hinweg kumulieren und Generierung sowie Fraktionsdynamik beeinflussen. Im Online-Multiplayer treten Spieler direkt gegeneinander an, indem sie eigene KI-Konfigurationen einsetzen und Strategien in PvP-Begegnungen erproben.
Beide Modi nutzen dieselben Systeme für Truppenaufbau und Kampf. Die Kampagne legt den Schwerpunkt auf narrative Entwicklung und langfristiges Fraktionsmanagement, während der Multiplayer schnelle Anpassung und KI-Feinabstimmung für Wettbewerbsvorteile in den Vordergrund stellt.
Handlung und Setting
Die Geschichte spielt in einer Welt, in der thoriumbetriebene Roboter sich gegen Ausbeutung erheben. Die Vorherrschaft von BreakTech führt zu Unterdrückung und zwingt den Spieler, Allianzen zwischen bereits zerstrittenen Rebellenfraktionen zu schmieden. Interaktionen mit Cyborgs, Menschen und anderen Robotern prägen den Verlauf des Aufstands. Das Setting orientiert sich an klassischen Science-Fiction-Vorbildern, verzichtet aber auf ausführliche Exposition und vermittelt Hintergrundwissen stattdessen durch Missionsergebnisse und Fraktionsreaktionen.
Lohnt sich das Spiel?
Robothorium richtet sich an Spieler, die rundenbasierte Strategie mit roguelike-Entscheidungen und Truppenmanagement kombinieren möchten. Die Systeme belohnen Experimente mit Roboterklassen und Fraktionsausrichtungen, auch wenn Dungeons ähnliche Strukturen aufweisen und manche Spieler sie mit der Zeit als repetitiv empfinden. Das Spiel erschien am 31. Januar 2019 in der Vollversion und erhielt auf der Hauptplattform eine gemischte Resonanz mit 65 Prozent positiven Bewertungen von mehreren hundert Nutzern. Wer Cyberpunk-Themen, taktisches Kampfgeschehen und wiederholbare Kampagnen schätzt, kann hier einen fokussierten Ansatz finden, während Spieler, die regelmäßige Updates oder umfangreichen Content suchen, anderswo fündig werden. Verfügbar ist das Spiel derzeit nur für PC, ohne bestätigte saisonale Unterstützung.