Star Wars Outlaws ist ein Third-Person-Action-Adventure im Star-Wars-Universum. Die Spieler übernehmen die Rolle von Kay Vess, einer zwielichtigen Abenteurerin, die sich zwischen „Das Imperium schlägt zurück" und „Die Rückkehr der Jedi-Ritter" in der Unterwelt bewegt. Im Mittelpunkt stehen Erkundungstouren über mehrere Planeten, bei denen sich Schleichpassagen, offene Schießereien, Fahrzeugpassagen und Raumflüge mit der Trailblazer abwechseln.
Gameplay
Im Kern geht es darum, sich zu Fuß, per Speeder oder im Raumschiff durch offene Gebiete zu bewegen. Kay setzt einen Blaster mit verschiedenen Schussmodi ein - von betäubenden Treffern bis hin zu schweren Salven. Viele Situationen lassen sich auch heimlich lösen: Mit Gadgets, geschicktem Ausweichen oder indem Nix Ablenkungen erzeugt und Wege freimacht. Gleichzeitig scannt der Begleiter die Umgebung und hilft bei kleineren Interaktionen.
Fortbewegung umfasst sowohl Fahrten mit dem Speeder über Planetenoberflächen als auch Flüge mit der Trailblazer zwischen den Welten und im Kampf. Im All steuert man das Schiff, um Gegner anzugreifen oder auszuweichen. Auf dem Boden nutzen Spieler Umgebungsobjekte und vertikale Wege, um Ziele zu erreichen oder taktische Vorteile zu erlangen. Neue Fähigkeiten erhält man nicht über Erfahrungspunkte, sondern durch spezielle Aufgaben von Mentoren, die direkt mit Aktivitäten wie verbesserten Kampftechniken oder besseren Fortbewegungsoptionen verknüpft sind.
Der Ruf bei den kriminellen Syndikaten bestimmt, wie Fraktionen auf Missionen und in der offenen Welt reagieren. Handlungen in der Hauptgeschichte und bei Nebenaktivitäten beeinflussen die Beziehung zu Gruppen wie dem Pyke-Syndikat, dem Hutt-Kartell, Crimson Dawn und dem Ashiga-Clan. Guter Ruf öffnet Zugang zu Händlern und neuen Möglichkeiten, schlechter Ruf kann Verfolgung durch Söldner nach sich ziehen. Ein separater Fahndungslevel misst die Aufmerksamkeit des Imperiums und zwingt Spieler, Ausweichmanöver oder direkte Konfrontationen zu planen.
Spielmodi
Star Wars Outlaws ist ausschließlich ein Einzelspieler-Erlebnis ohne Koop- oder kompetitive Multiplayer-Elemente. Die Struktur verbindet eine Hauptgeschichte mit riskanten Aufträgen für verschiedene Syndikate und die Freiheit, in der offenen Welt weitere Kontrakte anzunehmen, Orte zu erkunden und den eigenen Ruf eigenständig zu steuern. Story-Missionen legen den Fokus auf Infiltration und entscheidungsbasierte Ausgänge, die Kays Stellung in der Unterwelt beeinflussen.
Freies Erkunden bildet eine weitere Ebene: Spieler reisen zwischen Planeten, besuchen Raumstationen zum Handeln und für Informationen oder erledigen kleinere Aufgaben, die Ressourcen und Upgrades einbringen. Nebenaktivitäten drehen sich oft um Diebstähle, Informationsbeschaffung oder Aufträge, die mit dem Fraktionssystem verknüpft sind. Raumflüge und Kämpfe dienen als Verbindung zwischen den Planeten und ermöglichen nahtlose Übergänge zwischen Bodenoperationen und schiffsgestützten Auseinandersetzungen.
Handlung und Setting
Die Geschichte folgt Kay Vess, die nach einem missglückten Job mit einem Kopfgeld auf dem Kopf als Gesetzlose überleben muss. Interaktionen mit den Syndikaten treiben die Handlung voran, und Entscheidungen während der Missionen verändern Beziehungen und verfügbare Wege. Die Kulisse umfasst mehrere Planeten mit Städten, Cantinas und offenen Landschaften, die jeweils eigene Herausforderungen und Chancen im Zusammenhang mit lokalen Fraktionen oder imperialer Präsenz bieten.
Dialogoptionen beeinflussen Missionsergebnisse und langfristigen Ruf. Der Begleiter Nix bringt durch sein Verhalten und seine Reaktionen Persönlichkeit ins Spiel und unterstützt sowohl das Gameplay als auch leichtere Momente der Geschichte. Im Zentrum steht das persönliche Überleben und das geschickte Agieren in der Unterwelt - nicht der große galaktische Konflikt.
Lohnt sich das Spiel?
Star Wars Outlaws richtet sich an Spieler, die Third-Person-Action-Adventures mit einem Mix aus Schleichpassagen, gelegentlichen Kämpfen, offener Welt und leichten Ruf-Mechaniken suchen. Das reine Einzelspieler-Erlebnis bietet eine geschlossene Geschichte mit der Freiheit, Ziele auf unterschiedliche Weise anzugehen - etwa indem man Wachen umgeht oder Nix zur Unterstützung einsetzt, bevor man direkt eingreift.
Wer Star-Wars-Geschichten abseits von Jedi oder Rebellen mag, wird die bodenständige Perspektive einer Gesetzlosen und die Art, wie Fraktionsbeziehungen Zugang und Belohnungen steuern, zu schätzen wissen. Seit dem Launch haben Updates mehrere technische und spielerische Aspekte verbessert und die Stabilität auf Xbox Series X|S erhöht. Über Game Pass ist das Spiel für alle zugänglich, die den Kernloop erst einmal ausprobieren möchten.
Ob sich das Spiel lohnt, hängt davon ab, ob man methodische Infiltration und Erkundung gegenüber schnellem Action oder Multiplayer-Elementen bevorzugt. Spieler, die Wert auf Entscheidungsfreiheit bei Syndikatsaufträgen und der Steuerung von Fahndungsleveln legen, werden die Systeme als lohnend empfinden. Wer tiefere Anpassungsmöglichkeiten oder abwechslungsreiche Endgame-Modi sucht, könnte die Struktur dagegen als eher linear wahrnehmen.