Strategic Command WWII: World at War ist ein rundenbasiertes Strategiespiel, in dem Spieler entweder die Achsenmächte oder die Alliierten im Zweiten Weltkrieg befehligen. Die globale Hex-Feld-Karte reicht von Europa und Nordafrika über den Pazifik bis nach Asien und erlaubt die Kontrolle aller wichtigen Kriegsschauplätze ab dem Polenfeldzug 1939.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Verwaltung von Ressourcen, Truppenbewegungen und Befehlen auf der großen Weltkarte. Produktion, Bewegung und Kampf von Land-, See- und Luftstreitkräften müssen geplant werden, während Nebel des Krieges die Sicht auf gegnerische Positionen einschränkt. Forschung erlaubt Investitionen in Verbesserungen wie bessere Infanteriewaffen, Raketentechnik, U-Boot-Abwehr oder amphibische Operationen und zwingt zu Abwägungen zwischen kurzfristigen Bedürfnissen und langfristigen Vorteilen.
Diplomatie-Mechaniken ermöglichen es, neutrale Staaten zu beeinflussen oder neue Verbündete zu gewinnen, während Geheimdienstoperationen gegnerische Pläne stören können. Strategische Entscheidungsereignisse bieten historische oder alternative Handlungsoptionen, die den Kriegsverlauf prägen. Einheiten können wahlweise als detaillierte 3D-Modelle oder als klassische NATO-Symbole dargestellt werden. Neu sind begrenzte Reparaturmöglichkeiten für Schiffe sowie der Einsatz von Kamikaze-Angriffen in entsprechenden Gebieten.
Spielmodi
Neben einer Großkampagne, die 1939 beginnt und den gesamten Krieg umfasst, stehen mehrere kürzere Szenarien mit eigenen Startdaten und Siegesbedingungen zur Verfügung. Im Einzelspiel trifft man auf eine starke KI, deren Steuerung über ausgewählte verbündete Nationen optional übernommen werden kann, um sich auf bevorzugte Fronten zu konzentrieren. Für den Mehrspielermodus stehen Hotseat am selben Rechner oder Play-by-Email für entfernte Gegner bereit.
Alle Modi legen den Schwerpunkt auf strategische Tiefe statt schnellem Handeln und belohnen sorgfältige Planung sowie den Umgang mit unvollständigen Informationen. Unterschiedliche Bündnisse, Forschungsschwerpunkte und Ereignisentscheidungen sorgen dafür, dass sich der globale Konflikt bei jedem Durchgang anders entwickelt.
Kampagnen und Szenarien
Neben der vollständigen Großkampagne ermöglichen kürzere Szenarien den Einstieg in bestimmte Phasen oder alternative Ausgangslagen, ohne den gesamten Krieg durchspielen zu müssen. Jedes Szenario hat eigene Ziele und Rahmenbedingungen und rückt unterschiedliche Aspekte wie Nachschublinien, Seestreitkräfte oder Bodenoffensiven in den Vordergrund. Der Fokus liegt auf operativen Führungsentscheidungen, wobei Gelände, Versorgung und Truppenqualität den Kampfverlauf beeinflussen.
Anpassung und Modding
Ein mitgelieferter Editor erlaubt die Erstellung eigener Karten, Kampagnen und Was-wäre-wenn-Szenarien. Bis zu zehn Großmächte können berücksichtigt werden, was auch völlig neue Konflikte jenseits des historischen Zweiten Weltkriegs ermöglicht. Eine aktive Community stellt Modifikationen bereit - von optischen Kartenanpassungen bis hin zu komplett neuen Kampagnen - und erweitert damit den Spielumfang für experimentierfreudige Spieler.
Lohnt sich das Spiel?
Das Feedback der Spielerschaft fällt insgesamt sehr positiv aus. Kritiker loben das ausgewogene Verhältnis zwischen zugänglicher Steuerung und vielschichtiger Entscheidungsfindung. Das Spiel richtet sich an Fans bedächtiger, groß angelegter Konfliktsimulationen, bei denen Forschungsprioritäten, diplomatisches Geschick und die Koordination mehrerer Kriegsschauplätze wichtiger sind als schnelle Reflexe. Der weltumspannende Maßstab, die hohe Wiederspielbarkeit durch unterschiedliche Kampagnen und Szenarien sowie die umfangreichen Editor- und Modding-Möglichkeiten bieten langfristigen Spielwert für Strategie-Enthusiasten. Wer eine fokussierte Simulation des Zweiten Weltkriegs sucht, findet hier konsequente Tiefe ohne unnötige Komplexität in den Grundsystemen.