SubSurvival: SSN-13 „Grendel" ist eine Singleplayer-Simulation eines Atom-U-Boots für den PC. Spieler übernehmen das Kommando über ein 100 Meter langes Stahlboot in einem feindlichen Ozean, in dem jedes System permanent überwacht werden muss und Fehler bleibende Folgen haben.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Echtzeit-Steuerung des gesamten U-Boots. Der Reaktor erfordert ständige Eingriffe: Stabanpassungen zur Regelung der Kühlmitteltemperatur oder ein vollständiger SCRAM mit anschließender batteriebetriebener Abkühlphase. Die Stromverteilung versorgt Pumpen, Radar und Sonar; bei knappen Reserven droht ein kompletter Ausfall von Sensoren und Antrieb. Sauerstoff- und Kohlendioxidwerte werden ebenso überwacht wie die Schadensbekämpfung, die sich von Raum zu Raum abspielt. Brände und Wassereinbrüche verlangen gezielte Maßnahmen - bis hin zur Möglichkeit, Sektionen zu schließen und Besatzungsmitglieder zu opfern, um den Rest des Boots zu retten.
Auch Ortung und Gefecht bilden einen zentralen Bestandteil. Sonar-Kontakte entwickeln sich von ersten schwachen Peilungen zu verwertbaren Feuerleitlösungen. Spieler nutzen Temperaturschichten wie die Sprungschicht, ändern die Tauchtiefe und reduzieren die Geräuschabstrahlung, um unentdeckt zu bleiben. Jede Aktion erzeugt verräterische Signaturen - von Propeller-Kavitation über mechanischen Verschleiß bis hin zu aktiven Sonarimpulsen. Zur Bewaffnung gehören Lenktorpedos, Marschflugkörper, Nuklearraketen, Störkörper und SEA-TALON-Luftabwehrraketen. Gegner reagieren mit Fregatten, die Hubschrauber und Sonobojen ausbringen, mit U-Booten, die außerhalb der Torpedotiefe operieren, mit Patrouillenflugzeugen und Minenfeldern.
Spielmodi
Eine lineare Kampagne bietet strukturierte Einsätze, während prozedurale Aufträge für fortlaufende Missionen sorgen. Zu den verfügbaren Operationen zählen Abfangmanöver, Angriffe, Geleitschutz, Aufklärung und gemeinsame Operationen. Die Szenarien reichen von einer einführenden Patrouille mit nachsichtigen Bedingungen bis hin zu riskanten Durchfahrten durch seichte, verminte Kanäle ohne sichere Tiefenoption. Tag-Nacht-Wechsel, wechselndes Wetter, Seegang, Strömungen und unterschiedliche Küsten-Bathymetrie beeinflussen jede Fahrt.
Zwölf Besatzungsmitglieder arbeiten eigenständig in Wache, Mahlzeiten, Ruhephasen und Schadensbekämpfung. Ihre Anwesenheit und Positionierung wirken sich direkt auf Systemleistung und Überlebenschancen aus. Ein Karriere-Logbuch erfasst Patrouillen, erfolgreiche Gefechte, Verluste und Reaktorvorfälle über mehrere Durchläufe hinweg.
Überlebenssysteme
Mechanische Ausfälle treten ohne Vorwarnung auf: Pumpenstillstände, Lecks, Brände und Strahlungsvorfälle. Ausrüstung verschleißt mit der Zeit, sofern die Crew keine Wartung durchführt. Eine Zeitkomprimierung mit optionaler Auto-Pause hält die Simulation bei kritischen Ereignissen an oder kann für durchgehendes Hochgeschwindigkeitsspiel deaktiviert werden. Die Umgebung selbst setzt das Boot permanent unter Druck - durch veränderliche Seebedingungen und die Notwendigkeit, Tarnung und Missionsziele gegeneinander abzuwägen.
Lohnt sich das Spiel?
Das Spiel richtet sich an Spieler, die detaillierte Singleplayer-U-Boot-Simulationen mit Schwerpunkt auf Systemmanagement, Ortungsvermeidung und Crew-Überwachung suchen. Ohne Zwischensequenzen oder vorgegebene Ereignisse liegt der Fokus ganz auf direkten Kommandentscheidungen. Da das Spiel noch nicht erschienen ist und weder Version noch Spielerbewertungen vorliegen, beruht sein Reiz auf den beschriebenen Mechaniken: Reaktorkontrolle, Stromverteilung, Schadensbekämpfung in den Räumen, Sonarverfolgung und autonomes Crew-Verhalten. Wer realistische Marine-Simulationen schätzt, kann die Mischung aus linearen und prozeduralen Inhalten bis zum Release im Auge behalten.