Tachyon: The Fringe ist eine Weltraum-Kampfsimulation aus dem Jahr 2000 für den PC. Spieler übernehmen die Rolle des Söldnerpiloten Jake Logan und bewegen sich in einem abgelegenen Sektor, in dem Konzerne und unabhängige Kolonisten aufeinandertreffen. Im Mittelpunkt stehen Raumkämpfe und Erkundung, wobei Entscheidungen den Verlauf der Geschichte beeinflussen.
Gameplay
Das Spiel dreht sich um die Annahme von Aufträgen über eine Jobtafel und die Verwaltung von Schiffssystemen wie Energieverteilung und Schilden. Die Steuerung erfolgt in der Egoperspektive und nutzt ein Gleitmechanik-System, bei dem der Schub konstant bleibt, während die Ausrichtung frei verändert werden kann. Dadurch lassen sich präzise Manöver in Gefechten um große Raumschiffe und Stationen ausführen. Der Fortschritt hängt davon ab, sich einer von zwei gegnerischen Gruppen anzuschließen, die jeweils eigene Schiffe und Waffen mit unterschiedlichen taktischen Möglichkeiten bieten.
Die Erkundung erstreckt sich über mehrere Sektoren mit Stationen und neutralen Parteien, die Nebenaufträge vergeben. Diese optionalen Jobs können Meldungen in den Nachrichten beeinflussen, ohne die Haupthandlung zu verändern. Ressourcenmanagement und taktisches Positionieren sind entscheidend, wenn es um den Angriff auf gegnerische Formationen oder die Verteidigung wichtiger Punkte geht.
Spielmodi
Im Einzelspielermodus steht eine verzweigte Kampagne im Vordergrund, in der Missionen abgeschlossen werden, um die Geschichte voranzutreiben. Die Entscheidung für eine Fraktion schaltet einzigartige Ziele, Schiffe und Enden frei. Neutrale Aufträge bleiben jederzeit verfügbar, um Credits und Erfahrung zu sammeln.
Im Mehrspielermodus treffen Teams in Basis-Kämpfen aufeinander. Ziel ist es, gegnerische Anlagen durch koordinierte Angriffe zu zerstören. Sprachkommunikation ermöglicht eine enge Zusammenarbeit zwischen den Piloten.
Handlung und Fraktionen
Die Geschichte beginnt damit, dass der Spieler nach einem Vorfall aus dem Sol-System verbannt wird und in den Fringe gelangt. Zwei Gruppen prägen den Konflikt: Galactic Spanning, ein auf Ressourcengewinnung ausgerichteter Megakonzern, und die Bora, eine Kolonistengruppe, die nach Unabhängigkeit strebt. Beide Seiten bieten Missionen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad, Belohnungen und moralischen Konsequenzen. Je nach Fraktionswahl endet die Kampagne mit unterschiedlichen Ereignissen rund um große Anlagen und Veränderungen in der Region.
Bruce Campbell leiht Jake Logan seine Stimme und verleiht den Einsatzbesprechungen und Dialogen Charakter. Die Welt greift klassische Space-Opera-Motive auf - Megakonzerne, Piraten und Spannungen an der Grenze.
Lohnt sich das Spiel?
Die Steam-Bewertungen fallen mit „Sehr positiv" aus, basierend auf 226 Nutzerstimmen. Das Spiel spricht Fans älterer Weltraum-Kampfsimulationen an, bei denen Flugfertigkeiten im Vordergrund stehen. Die Einzelspielerkampagne bietet durch die Fraktionswahl Wiederspielwert, während der Mehrspielermodus strukturierte Teamziele für koordinierte Gefechte liefert.
Das Spiel ist auf aktuellen Systemen mit entsprechenden Kompatibilitätspatches lauffähig. Wer bewusstes Schiffshandling und freie Missionswahl ohne saisonale Inhalte schätzt, findet das ursprüngliche Erlebnis erhalten. Wer regelmäßige Updates oder groß angelegte moderne Multiplayer-Partien sucht, wird anderswo fündig.