FATAL FRAME / PROJECT ZERO: Mask of the Lunar Eclipse ist ein Survival-Horror-Spiel, in dem Spieler verlassene Orte auf einer abgelegenen japanischen Insel erkunden und mit der Camera Obscura aggressive Geister konfrontieren.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Erkundung dämmriger Gebäude und Außenbereiche in der Third-Person-Perspektive. Die Umgebungen sind voller Details und versteckter Gegenstände. Wechselt man in die First-Person-Ansicht, lassen sich feindliche Geister - sogenannte Wraiths - mit der Kamera bekämpfen. Der Schaden hängt von der Nähe des Geists, dem Aufnahmewinkel und dem verwendeten Film ab. In besonders verwundbaren Momenten blinkt ein Indikator, der stärkere Schüsse ermöglicht. Diese verursachen nicht nur mehr Schaden, sondern bringen auch mehr Punkte. Mit diesen Fotopunkten können an Laternen, die als Speicherpunkte dienen, Upgrades und Verbrauchsgegenstände erworben werden.
Im Verlauf der Kampagne sind vier unterschiedliche Charaktere spielbar, die jeweils eigene Herangehensweisen an Kämpfe mitbringen. Während die meisten auf die Camera Obscura setzen, nutzt eine Figur vor allem die Taschenlampe, um Gegner abzuwehren und die Sicht zu verbessern. Ausweichen erfordert präzises Timing oder passende Upgrades, und bei längeren Begegnungen wird das Ressourcenmanagement entscheidend. Gründliches Erkunden lohnt sich, da es Hinweise zur Geschichte der Insel und zusätzliche Ausrüstung freischaltet.
Spielmodi
Die Hauptgeschichte verläuft linear und gliedert sich in Kapitel, die zwischen den vier Protagonisten wechseln. Fortschritt ergibt sich aus dem Lösen von Umgebungsrätseln, dem Finden wichtiger Objekte und dem Überleben wiederholter Geisterangriffe. Gleichzeitig wird die Vergangenheit der Insel enthüllt. Nach dem ersten Durchlauf steht New Game+ zur Verfügung, bei dem gesammelte Punkte und Gegenstände übernommen werden, um weitere Upgrades und alternative Kostüme freizuschalten.
Im Snap Mode können Charaktere und Geister frei positioniert und fotografiert werden - unabhängig vom Hauptspiel. So lässt sich kreativ mit Bildausschnitt und Komposition experimentieren, ohne Kampfdruck.
Atmosphäre und Fortschritt
Der Spielfortschritt ergibt sich aus wiederholten Besuchen derselben Orte aus unterschiedlichen Charakterperspektiven. Dadurch erschließen sich neue Wege und Details. Die Taschenlampen-Mechanik einer Figur verändert Sichtverhältnisse und Ausweichmöglichkeiten im Vergleich zum reinen Kamera-Kampf. Mit Fotopunkten erworbene Upgrades verbessern Schussstärke, Filmanzahl und Bewegungsgeschwindigkeit und erleichtern so das Navigieren in späteren Abschnitten.
Speicherpunkte dienen zugleich als Upgrade-Stationen und fördern gezieltes Ausgeben statt Horten von Ressourcen. Das Spiel setzt auf sorgfältiges Management und wiederholte Erkundung statt auf schnelle Action.
Lohnt sich das Spiel?
Die Kritik lobt vor allem die dichte Atmosphäre und das fesselnde Geheimnis, das sich über die kapitelweise Erzählung entfaltet. Wer bewusstes Tempo und fotobasiertes Kämpfen schätzt, findet die Mechaniken nach einer kurzen Eingewöhnung überzeugend. Manche Spieler bemängeln jedoch eine gewisse Schwerfälligkeit bei Bewegungen und Kamera, die den Spielfluss in intensiven Momenten stören kann.
Die Remaster-Version bietet verbesserte Grafik sowie neue Funktionen wie den Snap Mode, die den Wiederspielwert erhöhen. Das Spiel richtet sich an Fans klassischer Survival-Horror-Titel, die Wert auf Stimmung und Ermittlung legen. Wer schnelle Reflexe oder große Actionszenen bevorzugt, wird hier weniger angesprochen. Für Spieler, die mit langsameren Bewegungen und Backtracking umgehen können, bietet das Spiel jedoch konstanten Grusel und eine lohnende Geschichte.