GreedFall: The Dying World ist ein Einzelspieler-Rollenspiel mit starkem Fokus auf Geschichte und Erzählung. Das Spiel spielt in einer Fantasiewelt, die vom Europa des 17. Jahrhunderts inspiriert ist. Spieler erstellen eine eigene Figur und erleben eine Geschichte von Verbannung, Bündnissen und Konflikten auf einem vom Seuchen zerstörten Kontinent, der als Altkontinent bekannt ist.
Gameplay
Im Mittelpunkt stehen Erkundung, Dialogentscheidungen und Kämpfe in unterschiedlichen Umgebungen. Bei der Charaktererstellung lassen sich Aussehen, Attribute und Talente anpassen, was sich auf Interaktionen und Kampfstärke auswirkt. Im weiteren Verlauf erweitern Skillbäume, Ausrüstung und Handwerkssysteme die verschiedenen Spielstile.
Die Kämpfe laufen in Echtzeit ab und können bei Bedarf taktisch pausiert werden. Spieler steuern Begleiter, achten auf Positionierung, Gesundheit und Fähigkeiten. Das System erlaubt sowohl strategische Planung in Pausen als auch direkte Action ohne Unterbrechung. Über verschiedene Schwierigkeitsstufen und Barrierefreiheitsoptionen lässt sich der Fokus zwischen erzählungsbetont und anspruchsvollem Ressourcen- und Gruppenmanagement wählen.
Spielmodi
Drei Kampfprofile verändern Steuerung und Tempo. Der taktische Modus gibt volle Kamerakontrolle und direkte Befehle an alle Begleiter mit umfangreichen Pausenmöglichkeiten. Der fokussierte Modus konzentriert das Geschehen auf die Spielfigur, während Begleiter eigenständiger agieren und Pausen eingeschränkt sind. Der Hybridmodus verbindet beide Ansätze mit moderater Begleitersteuerung und flüssigerem Kampfverlauf.
Die Profile lassen sich mit den Schwierigkeitsoptionen kombinieren. Im Story-Modus steht die Handlung im Vordergrund, während der Tactician-Modus durch strengeres Gegnerverhalten und begrenzte Ressourcen mehr Herausforderung bietet. Multiplayer-Elemente gibt es nicht - alles spielt sich innerhalb der Einzelspieler-Kampagne ab.
Die Welt und die Geschichte
Der Kontinent leidet unter einer sich ausbreitenden Seuche, die Gesellschaften destabilisiert und Unruhen schürt. Spieler reisen zwischen Regionen, treffen auf verschiedene Gruppen und treffen Entscheidungen, die Bündnisse und Ausgänge beeinflussen. Dialoge und Questverläufe geben Raum für eigene Entscheidungen innerhalb einer klar strukturierten Geschichte.
Bei der Erkundung lassen sich Siedlungen, Ruinen und Wildnisgebiete untersuchen. Begleiter entwickeln sich durch gemeinsame Ereignisse und eigene Handlungsstränge, die mit dem Hauptkonflikt verknüpft sind. Das Spiel legt den Schwerpunkt auf entscheidungsbasierte Fortschritte statt auf offene Weltgestaltung.
Lohnt sich das Spiel?
GreedFall: The Dying World richtet sich an Spieler, die storylastige Einzelspieler-Rollenspiele mit taktischer Kampfflexibilität suchen. Die Kampfprofile und Schwierigkeitsstufen ermöglichen es, das Erlebnis zwischen Action und Strategie anzupassen. Die Resonanz lobt vor allem das Schreiben und die Charaktermomente, kritisiert jedoch technische Probleme und Anpassungen am Kampfsystem gegenüber dem Vorgänger.
Wer Wert auf erzählerische Tiefe und Gruppenmanagement legt, findet nach den Updates aus der Early-Access-Phase ein solides Spiel. Spieler, die auf hochpolierte Action oder Multiplayer setzen, stoßen hingegen auf Grenzen. Die Vollversion erscheint im März 2026 und baut auf umfangreichen Anpassungen aus der Early-Access-Phase auf.