Ravenswatch ist ein Top-Down-Roguelike-Actionspiel in einer von Albträumen heimgesuchten Welt voller Märchen und Legenden. Spieler übernehmen gefallene Helden, die sich auf prozedural generierten Karten gegen monströse Kreaturen behaupten müssen, die vom Albtraum hervorgebracht wurden. Das Spiel unterstützt Solo-Modus oder Online-Koop mit bis zu vier Mitspielern und legt den Schwerpunkt auf Echtzeit-Kämpfe, Charakterentwicklung und strategisches Build-Crafting in jedem Durchlauf.
Gameplay
Im Zentrum jeder Session steht das Kampfgeschehen. Jeder Held verfügt über eigene Fähigkeiten, darunter Primärangriffe, Ausweichmanöver, Verteidigungsoptionen und starke Ultimates, die durch Levelaufstiege freigeschaltet werden. Ein Tag-Nacht-Wechsel beeinflusst bestimmte Helden und kann etwa Verwandlungen auslösen, die den Kampfstil verändern. Positionierung und Timing sind entscheidender als hektisches Tastendrücken, da die Gegner unterschiedliche Angriffsmuster und Taumel-Mechaniken besitzen, die präzises Vorgehen belohnen.
Jeder Durchlauf beginnt auf Level 1 in zufällig generierten Karten mit Aktivitäten, Geheimnissen und Gegnerbegegnungen. Spieler sammeln Erfahrung, um Talente zu erwerben, die ihre Fertigkeiten anpassen, finden Items und Träume zur Verbesserung ihrer Builds und verwalten Ressourcen über drei Tage und drei Nächte. Ziel ist es, stark genug zu werden, um die Kapitel-Bosse zu bezwingen, bevor der Albtraum siegt. Erkundung führt in neue Umgebungen - von verzauberten Wäldern über arabische Märchenwelten bis hin zu arthurischen Schauplätzen - und über fünfzig einzigartige Gegnertypen sorgen für Abwechslung.
Neun Helden aus klassischen Geschichten mit düsterer Wendung stehen zur Auswahl. Dazu gehören Scarlet, die zwischen wendiger Dolchtechnik und einer wilden Werwolf-Form wechselt, die eiskontrollierende Schneekönigin, der agile Sun Wukong sowie Beowulf, der Rattenfänger und Carmilla. Jeder Held bringt eigene Eigenschaften mit, die unterschiedliche Spielstile und Team-Synergien im Koop fördern.
Spielmodi
Im Mittelpunkt stehen Roguelike-Durchläufe, die allein oder mit bis zu vier Mitspielern über Online-Matchmaking gestartet werden können. Vier Schwierigkeitsstufen skalieren Gegnerleben, Anzahl und Taumelresistenz, ergänzt durch individuelle Einstellungen, die Tempo und Herausforderung anpassen. So lassen sich schnelle Versuche oder besonders anspruchsvolle Survival-Sessions gestalten.
Prozedural generierte Karten sorgen dafür, dass kein Durchlauf dem anderen gleicht. Nebenaktivitäten ergänzen den Weg zu den Bossen, während im Koop die Gegnerzahl und -stärke entsprechend angepasst werden. Teamwork und abgestimmte Heldenfähigkeiten sind gefragt - lokaler Splitscreen wird nicht unterstützt. Ohne PvP-Elemente liegt der Fokus ganz auf kooperativem Überleben gegen die Streitkräfte des Albtraums.
Fortschritt und Builds
Talentwahl und Item-Kombinationen eröffnen tiefgehende Anpassungsmöglichkeiten. Während der Durchläufe gesammelte Shards erlauben weitere Verbesserungen, und Synergien zwischen Helden und erworbenen Kräften laden zum Experimentieren über mehrere Runs ein. Das Wissen über Gegnerverhalten und Kartenlayouts bleibt erhalten und erhöht die Erfolgschancen, auch wenn der Charakterfortschritt jedes Mal zurückgesetzt wird.
Auf den Karten verbergen sich geheime Elemente und unterschiedliche Ziele, die gründliche Erkundung belohnen. Die dreiteilige Kapitelstruktur steigert die Spannung durch wachsende Bedrohungen und gipfelt in anspruchsvollen Boss-Kämpfen, die voll entwickelte Builds auf die Probe stellen.
Lohnt sich das Spiel?
Ravenswatch bietet zufriedenstellende Echtzeit-Kämpfe und hohen Wiederspielwert dank der Heldenauswahl und prozeduralen Elemente. Kritiker loben die flüssigen Steuerung, die charakteristische Art Direction und das mitreißende Koop-Erlebnis für alle, die Roguelike-Schleifen mit taktischer Tiefe schätzen. Das Spiel richtet sich an Spieler, die mit anspruchsvollen Schwierigkeitskurven und wiederholten Versuchen zur Verfeinerung ihrer Strategien umgehen können.
Kritiker bemängeln gelegentliche Wiederholungen bei längeren Sessions und den Fokus auf mechanische Meisterschaft statt umfangreicher Handlung. Auf Xbox-Plattformen läuft das Spiel stabil und bietet den vollen Funktionsumfang von Solo- oder Online-Koop-Durchläufen. Es spricht vor allem Fans von Action-Roguelikes an, die intensive Kämpfe und Build-Experimente suchen, statt storygetriebener Kampagnen oder entspanntem Tempo. Wer präzise Kämpfe und kooperative Herausforderungen schätzt, findet immer wieder Gründe für weitere Durchläufe.