Ash of Gods: The Way ist ein strategisches Indie-RPG, das Deckbuilding mit taktischen Kämpfen und einer vom Spieler beeinflussten Handlung verbindet. Auf dem PC begleitet man den jungen Finn, der an einer Reihe von Turnieren teilnimmt, um einen drohenden Konflikt abzuwenden. Dabei setzt er auf ein Karten-basiertes System, das Krieger, Ausrüstung und Zauber aus verschiedenen Fraktionen repräsentiert.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht das Zusammenstellen von Decks und deren Einsatz in rundenbasierten Schlachten. Pro Zug wird je eine Krieger- und eine Unterstützungskarte gespielt. Die Einheiten bewegen sich anschließend automatisch über das Spielfeld und greifen Gegner an. Erfolg hängt von Timing und Positionierung ab. Dynamische Bedingungen wie Fallen, Kraft-Runen und spezielle Regeln fördern Anpassungsfähigkeit und das Ausprobieren neuer Kombinationen.
Spieler sammeln Karten aus fünf Fraktionen mit jeweils eigenen Synergien und verbessern sie, um neue Fähigkeiten wie Gegenangriffe oder Rüstungsdurchdringung freizuschalten. Beim Deckaufbau gilt es, Nahkämpfer, Fernkämpfer, Zauberwirker und Unterstützungseinheiten sinnvoll zu kombinieren, um unterschiedliche Gegner zu bewältigen. Entscheidungen in Dialogen und Zwischensequenzen beeinflussen verfügbare Karten, Handlungsstränge und Enden und sorgen so für eine enge Verknüpfung von Kampf und Geschichte.
Spielmodi
Im Zentrum steht eine Einzelspieler-Kampagne, die um große Turniere aufgebaut ist. Jedes Event bietet eigene Schlachtfelder, Gegner und Ziele, die verschiedene Aspekte der Deckstrategie prüfen. Typische Herausforderungen sind das Erobern von Kontrollpunkten, die Verteidigung eines Kommandanten oder Duelle, die alle Einfluss auf den weiteren Verlauf nehmen.
Nebenquests und optionale Gespräche erweitern das Erlebnis, ohne den Turnierpfad zu verändern. Durch verzweigte Entscheidungen entstehen mehrere Enden und laden zu Wiederholungen ein. Auf separate Wettbewerbs- oder Koop-Modi wurde bewusst verzichtet, damit der Fokus auf den storygetriebenen taktischen Kämpfen bleibt.
Handlung und Welt
Die Spieler führen Finn durch eine Welt, in der Kartenturniere sowohl als Kriegsvorbereitung als auch als politisches Machtmittel dienen. Voll vertonte Zwischensequenzen und Dialoge stellen moralische und strategische Dilemmata dar, deren Folgen sich auf spätere Ereignisse und verfügbare Ressourcen auswirken. Themen wie Täuschung, Loyalität und die Kosten von Konflikten prägen die Geschichte, während optionale Inhalte zusätzliche Einblicke in Nebenfiguren und Fraktionen bieten.
Grafik und Artbook
Charakterdesigns, Umgebungen und Kampfszenen sind detailliert ausgearbeitet und unterstreichen sowohl den taktischen Anspruch als auch den erzählerischen Ton. Ein digitales 48-seitiges Artbook versammelt Artwork zu Charakteren, Hintergründen, Zwischensequenzen und Schlachtfeldern und gibt Fans einen tieferen Einblick in die visuelle Entwicklung der Fraktionen und Schlüsselmomente.
Lohnt sich das Spiel?
Auf der Hauptplattform erhält das Spiel eine „Sehr positiv"-Bewertung: 80 Prozent von über 400 Nutzerrezensionen fallen positiv aus. Gelobt werden vor allem das fesselnde Deckbuilding, die bedeutsamen Entscheidungen und die konstante Herausforderung, die strategisches Denken belohnt. Geeignet ist das Spiel für Fans von Einzelspieler-Strategy-RPGs, die Kartensammeln, taktische Kämpfe und verzweigte Handlungsstränge kombinieren. Wer eine fokussierte Erfahrung ohne Multiplayer sucht, findet in der Turnierstruktur und den Fraktionssynergien ausreichend Tiefe - besonders in Kombination mit dem Artbook für erweiterte visuelle Eindrücke. Das Spiel liegt als Komplettpaket vor, ohne dass laufende Saisoninhalte nötig sind.