CB4G - Leyte Gulf ist ein Strategiespiel mit Simulationsanteilen, das die Seeoperationen rund um die Landung auf Leyte im Pazifikkrieg nachbildet. Amerikanische Verbände versuchen, die japanischen Nachschubwege zu unterbrechen, und müssen sich dabei der letzten großen Flottenoperation der Kaiserlichen Marine stellen.
Gameplay
Im Mittelpunkt stehen taktische und operative Entscheidungen bei Trägergruppen, Überwassereinheiten und Luftoperationen in den Wochen um die Invasion. Spieler koordinieren Flottenbewegungen, Luftangriffe und die Reaktion auf japanische Täuschungsmanöver, mit denen die amerikanischen Träger nach Norden gelockt werden sollten. Historische Rahmenbedingungen wie die geringe Ausbildung der japanischen Piloten und der Beginn der Kamikaze-Einsätze beeinflussen die verfügbaren Optionen - diese Angriffe wirken dabei als frühe präzisionsgelenkte Anti-Schiff-Waffe.
Timing und richtige Einschätzung entscheiden über den Ausgang. Das zeigt sich etwa in der historischen Kontroverse um Halseys Verfolgung der feindlichen Träger und Kuritas Vormarsch auf die ungeschützten Transporter, der unter dem Druck von Geleitträgern und Zerstörern abgebrochen wurde. Die Simulation berücksichtigt auch vorherige Ereignisse wie die Luftschlachten vor Formosa und die B-29-Einsätze von den Marianen sowie spätere japanische Fernangriffe von Iwo Jima gegen die Flugplätze auf Saipan.
Spielmodi
Im Zentrum stehen szenariobasierte Seegefechte aus der Leyte-Golf-Kampagne. Die Szenarien legen den Schwerpunkt auf das Zusammenspiel von Trägern, Überwasserschiffen und Flugzeugen und berücksichtigen die begrenzten Flugzeug- und Pilotenreserven der japanischen Seite in dieser Kriegsphase.
In den Einzelszenarien lassen sich sowohl der gesamte Schlachtverlauf als auch einzelne Abschnitte nachspielen - etwa der Einsatz schwacher Trägergruppen als Köder oder die Abwehrversuche amerikanischer Geleitschiffe gegen anrückende japanische Überwasserstreitkräfte.
Historischer Hintergrund und Mechaniken
Aufbauend auf dem bewährten Carrier-Battles-System werden die strategischen Handlungsspielräume beider Seiten modelliert. Die Amerikaner müssen Landungsoperationen schützen und gleichzeitig verbleibende japanische Seeluftstreitkräfte bekämpfen. Japan setzt auf verzweifelte Überwasserangriffe, die durch die neuen Kamikaze-Taktiken nach den Niederlagen in der Philippinensee unterstützt werden.
Zu den Kommandofunktionen gehören Flottenbewegungen durch umkämpfte Gewässer, die Verteilung der Luftstreitkräfte und der Umgang mit unvollständigen Informationen, die auf beiden Seiten zu Fehleinschätzungen führten. Die Simulation zeigt, wie kleine Verbände aus Zerstörern und Geleitschiffen durch entschlossene Verteidigung größere Flottenoperationen beeinflussen konnten.
Lohnt sich das Spiel?
Das Spiel richtet sich an Spieler, die detaillierte Simulationen des Pazifikkriegs und historische Was-wäre-wenn-Szenarien schätzen. Es setzt den Basis-Titel Carrier Battles 4 Guadalcanal voraus und läuft auf Windows- und macOS-Systemen mit moderaten Hardwareanforderungen. Kurz nach der Veröffentlichung im Juli 2026 liegt erst eine einzelne Rezension vor, sodass die Resonanz noch begrenzt ist. Für Fans von Flottenkommandospielen mit historischem Fokus bietet es jedoch eine präzise Rekonstruktion einer der entscheidenden Operationen des Pazifikkriegs.