Cities in Motion: German Cities erweitert das Städte-Transportspiel um zwei detaillierte deutsche Stadtkarten. Im Mittelpunkt steht der Aufbau und Betrieb öffentlicher Verkehrssysteme über mehrere Jahrzehnte hinweg - mit Fokus auf effiziente Linienführung, passende Fahrzeugauswahl und die Anpassung an sich wandelnde Stadtstrukturen.
Gameplay
Im Kern geht es darum, Linien zwischen Wohngebieten, Arbeitsplätzen und Freizeiteinrichtungen zu planen und dabei auf die stetige Veränderung der Stadt über Jahrzehnte zu reagieren. Unterschiedliche Fahrgastgruppen erfordern angepasste Angebote, während Kosten, Fahrzeiten und Abdeckung stets im Gleichgewicht gehalten werden müssen. Verkehrssituationen beeinflussen die Leistung der Fahrzeuge, und Spieler passen Taktung oder Haltestellen an, sobald sich die Stadt weiterentwickelt. Die deutschen Karten bringen eigene Sehenswürdigkeiten und Straßennetze mit, die bestimmen, wie sich neue Linien in die bestehende Infrastruktur einfügen.
Die Wahl der Fahrzeuge wirkt sich auf Kapazität und Wirtschaftlichkeit aus und verlangt ein kontinuierliches Management von Betriebshöfen und Fuhrpark. Wirtschaftliche Aspekte wie Ticketpreise und Betriebskosten zwingen dazu, Netze langfristig stabil statt kurzfristig profitabel zu gestalten.
Spielmodi
Im Kampagnenmodus durchlaufen Spieler zehn Jahrzehnte ab den 1920er-Jahren. Die Szenarien führen durch Köln und Leipzig unter wechselnden wirtschaftlichen Bedingungen und knüpfen Ziele an den historischen Kontext sowie das Wachstum der Städte. Insgesamt sechs Aufgaben stellen sicher, dass die Verkehrssysteme den jeweiligen Anforderungen ihrer Zeit gerecht werden.
Der Sandbox-Modus ermöglicht freies Bauen und Betreiben ab den 1970er-Jahren bis 2020. Ohne Kampagnenvorgaben können Spieler auf beiden Stadtkarten beliebige Liniennetze und Fahrzeugkombinationen erproben und über lange Zeiträume hinweg optimieren.
Features und Einstellungen
Die Erweiterung enthält Köln und Leipzig als spielbare Karten mit originalgetreuen Wahrzeichen, die als Orientierungspunkte für die Linienplanung dienen. Die Szenarien führen durch mehrere Epochen und spiegeln technologische sowie demografische Veränderungen wider. Im Sandbox-Modus reicht der Zeitraum bis in die Gegenwart und erlaubt den langfristigen Ausbau der Netze.
Die Mechaniken bleiben dem Massentransit-Simulation verpflichtet und legen Wert auf realistische Verkehrseinbindung sowie die Unterscheidung verschiedener Fahrgastgruppen. Weitere Fraktionen oder saisonale Inhalte sind nicht enthalten.
Lohnt sich das Spiel?
Die Erweiterung richtet sich an Spieler, die detaillierte, strategische Verkehrsplanung im Einzelspielermodus schätzen. Die historische Kampagne bietet geführte Herausforderungen über mehrere Jahrzehnte, während der Sandbox-Modus freies Experimentieren auf den beiden deutschen Karten ermöglicht. Mit nur einer Nutzerbewertung auf der Store-Seite und ohne bestätigte Aktualisierungen bleibt das Erlebnis unverändert gegenüber der Veröffentlichung 2011 als Erweiterung des Basisspiels. Wer Wert auf präzise Linienoptimierung und stadtspezifische Verkehrsaufgaben legt, findet hier den größten Mehrwert - besonders bei bereits vorhandenem Basisspiel. Neueinsteiger sollten zunächst das Grundspiel erwerben, um die Karten vollständig nutzen zu können.