Cities in Motion ist eine Einzelspieler-Simulation für den PC, in der Spieler als Verkehrsplaner auftreten. Aufgabe ist es, über ein Jahrhundert hinweg in verschiedenen Städten öffentliche Nahverkehrsnetze zu entwerfen und zu betreiben. Im Mittelpunkt steht das Zusammenspiel aus effizienten Linien, zufriedenen Fahrgästen und wirtschaftlichem Erfolg - bei ständig wechselnden Anforderungen der Stadtentwicklung zwischen 1920 und 2020.
Gameplay
Die Simulation bildet realistische Verkehrsströme und Pendlerverhalten in Echtzeit ab. Spieler legen Bus-, Straßenbahn-, U-Bahn-, Wasserbus- und Helikopterlinien an und beobachten, wie diese Wohngebiete mit Arbeitsplätzen und Freizeiteinrichtungen verbinden. Eine Untergrundansicht ermöglicht die Kontrolle der U-Bahn-Betriebe, während das Spiel Bevölkerungsbewegungen erfasst und die Nachfrage in vier historischen Epochen anpasst.
Mehr als 30 Fahrzeuge stehen zur Verfügung, jedes mit eigenen Werten für Kapazität, Geschwindigkeit und Betriebskosten. Bei der Linienplanung gilt es, Staus und Umsteigepunkte zu berücksichtigen, um den Verkehrsfluss aufrechtzuerhalten. Ein erweiterter Karteneditor erlaubt die Erstellung eigener Städte und damit die Erweiterung über die vier mitgelieferten Schauplätze Wien, Helsinki, Berlin und Amsterdam hinaus. Über 100 einzigartige Gebäude beleben die detaillierten 3D-Umgebungen und lassen die Städte über Jahrzehnte hinweg lebendig wirken.
Spielmodi
Zwei Modi prägen das Spielerlebnis. Im Kampagnenmodus durchlaufen Spieler 12 Szenarien, die den historischen Ausbau des Nahverkehrs nachzeichnen. Jedes Szenario stellt konkrete Aufgaben von Stadtverwaltungen oder Bürgern und stellt ein Startbudget zur Verfügung, das bei Bedarf durch Kredite ergänzt werden kann. Erfolg hängt davon ab, die Vorgaben zu erfüllen und gleichzeitig wirtschaftlich zu arbeiten.
Der Sandbox-Modus verzichtet auf vorgegebene Ziele. Spieler wählen eine der Basiskarten, legen einen beliebigen Startzeitpunkt zwischen 1920 und 2020 fest und bestimmen die Anfangskasse selbst. Dieses freie Spiel erlaubt uneingeschränkten Netzausbau und langfristige Experimente über den gesamten Zeitraum.
Verkehrssysteme und Fortschritt
Der Fortschritt ergibt sich aus dem Lauf der Zeit und der Notwendigkeit, die Infrastruktur an das Wachstum der Städte anzupassen. In den frühen Epochen dominieren Busse und Straßenbahnen, später kommen komplexere U-Bahn-Netze und Spezialfahrzeuge hinzu. Einnahmen entstehen durch Ticketverkäufe und effizienten Betrieb, während Wartungskosten und die Erwartungen der Fahrgäste an zuverlässige Verbindungen gegensteuern. Die Echtzeit-Simulation reagiert auf jede Entscheidung; Verkehrs- und Bevölkerungsänderungen beeinflussen die Leistung der Linien unmittelbar.
Wichtige Mechaniken sind die Kreditaufnahme bei verschiedenen Banken sowie die fortlaufende Anpassung der Linien an beobachtete Pendlerströme. Das Spiel belohnt genaue Beobachtung der Wechselwirkungen zwischen Verkehrsmitteln und Stadtstruktur und fördert so die schrittweise Optimierung der Netze.
Lohnt sich das Spiel?
Cities in Motion richtet sich an Spieler, die eine fokussierte Einzelspieler-Simulation des öffentlichen Nahverkehrs suchen. Die detaillierte Fahrzeugauswahl und der historische Rahmen bieten Tiefgang für alle, die sich für Linienoptimierung und langfristige Planung interessieren. Die Kampagne liefert strukturierte Herausforderungen in den vier Städten, während der Sandbox-Modus offene Kreativität ermöglicht.
Die Kritik lobt vor allem die realistischen Verkehrsflüsse und die Vielfalt der Gebäude, bemängelt jedoch teilweise die Wiederholung bei der Linienplanung über längere Spielzeiten hinweg. In den letzten Jahren sind keine Updates oder Zusatzinhalte erschienen, sodass das Spiel in seinem ursprünglichen Zustand vorliegt. Wer eine reine Verkehrsmanagement-Simulation ohne umfassende Städtebauelemente sucht, findet hier passende Systeme.