Cities in Motion: Ulm ist eine Simulationssoftware, bei der es um die Planung von Verkehrsnetzen in einer überschaubaren deutschen Stadt geht. Spieler übernehmen die Rolle eines Verkehrsmanagers und entwickeln ein effizientes öffentliches Nahverkehrssystem, das Wohngebiete, Arbeitsplätze und Freizeiteinrichtungen in Echtzeit miteinander verbindet. Das Spiel setzt auf bedachtes, schrittweises Wachstum statt auf schnelle Expansion und spricht damit vor allem jene an, die strategisches Vorgehen in einer Einzelspieler-Umgebung auf dem PC schätzen.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Beobachtung von Pendlerströmen in einer lebendigen Stadtsimulation und die darauf abgestimmte Einrichtung von Verkehrsinfrastruktur. Busse, Straßenbahnen und weitere Fahrzeuge fahren auf vom Spieler festgelegten Linien, während sich Verkehrsaufkommen und Bevölkerungsbedürfnisse über Jahrzehnte hinweg verändern. Erfolg hängt davon ab, Abdeckung, Kapazität und Kosten in einem Stadtbild auszubalancieren, das großzügige Bautätigkeit kaum zulässt. Visuelle und akustische Gestaltung erzeugen eine Atmosphäre, die von den 1970er Jahren bis in die Gegenwart reicht. Wer tägliche Pendlerwege genau beobachtet, erkennt Engpässe frühzeitig und kann Störungen vermeiden.
Spielmodi
Zwei Modi prägen das Spielerlebnis. Im Kampagnenmodus durchlaufen Spieler vorgegebene Szenarien mit klaren Zielen, die an die Entwicklung der Stadt gekoppelt sind. Der Sandbox-Modus hebt diese Vorgaben auf und ermöglicht freies Bauen und Experimentieren über den gesamten Zeitraum von den 1970er Jahren bis 2030. Das Ulm-Add-on ergänzt die Kampagne um ein eigenes Szenario und behält gleichzeitig den offenen Sandbox-Zugang bei, sodass sowohl geführte Aufgaben als auch uneingeschränkte Kreativität auf derselben Karte möglich sind.
Stadt und Umgebung
Ulm wird als kompakte, historisch geprägte europäische Stadt dargestellt, deren markante Gebäude die Linienführung beeinflussen. Der begrenzte Maßstab verlangt eine präzise Platzierung von Haltestellen und Strecken, um alle Stadtteile zu bedienen, ohne Ressourcen zu verschwenden. Mit fortschreitender Zeit entwickelt sich das Netz parallel zu den wachsenden Anforderungen der Bevölkerung - von früheren Jahrzehnten bis hin zu künftigen Prognosen. Im Vergleich zu größeren Teilen der Reihe belohnt diese fokussierte Karte schrittweise Verbesserungen statt umfassender Umbauten.
Lohnt sich das Spiel?
Interessenten an Verkehrsmanagement-Simulationen finden in der ruhigen Spielgeschwindigkeit und den realistischen Einschränkungen der Ulm-Karte einen eigenen Reiz. Die Kombination aus einem zusätzlichen Kampagnenszenario und vollem Sandbox-Zugang bietet solide Wiederholbarkeit für alle, die die Grundmechanik bereits kennen. Die Serie insgesamt wird von Genre-Fans positiv aufgenommen, doch das Add-on wirkt am besten als Erweiterung und weniger als eigenständiges Spiel. Verfügbarkeit auf PC-Plattformen macht es für alle zugänglich, die ein überschaubares, langfristiges Nahverkehrsprojekt ohne moderne Multiplayer-Funktionen oder regelmäßige Updates suchen. Wer schnelle Action oder weitreichende Stadtbaugestaltung bevorzugt, könnte die enge Fokussierung als weniger ansprechend empfinden.