Crusader Kings III: All Under Heaven ist eine umfangreiche Erweiterung, die die bewährte Mischung aus Großstrategie, Rollenspiel und Simulation in die historischen Regionen Ost- und Südostasiens überträgt. Erschienen am 28. Oktober 2025 zusammen mit Patch 1.18, erweitert diese vierte große Erweiterung die Karte um China, Japan und Südostasien und eröffnet neue politische Systeme, kulturelle Traditionen und Machtstrukturen für generationenübergreifendes Dynastiemanagement.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht weiterhin das Dynastiemanagement: Spieler führen Adelsgeschlechter durch Intrigen, Kriege und Herrschaft. In China verleiht der Hegemonie-Titel den höchsten Rang regionaler Macht, während der Dynastische Zyklus Phasen der Stabilität und des Umbruchs schafft, die sich nutzen oder überstehen lassen. Das Himmlische Regierungssystem belohnt Verdienste, die durch Taten oder erfolgreiche Kaiserliche Prüfungen erworben werden, und gewährt Zugang zur Kaiserlichen Schatzkammer für Projekte oder Katastrophenhilfe.
In Japan dreht sich alles um höfische Aufstiegschancen und militärische Optionen. Allianzen und Rituale ebnen den Weg zum Shogun oder Kampaku-Regenten, während Samurai-Truppen die Machtbasis stärken können. Wer das Kaiserliche Haus Yamato führt, verfolgt einen eigenen Weg zur Wiederherstellung der kaiserlichen Autorität inmitten wechselnder Hausloyalitäten.
Herrscher Südostasiens agieren als Devaraja unter dem Mandala-Regierungssystem. Die Wahl eines Devaraja-Aspekts bestimmt langfristiges Wachstum, während Tributmissionen Untergebene in die Gunst des Spielers bringen oder den Aufbau eines tempelzentrierten Reiches ermöglichen. Die erweiterte Seidenstraße fördert Handel und Kulturaustausch und wird durch neue Startpunkte ergänzt, die konkrete historische Szenarien abbilden.
Spielmodi
All Under Heaven fügt sich nahtlos in die bestehende Einzelspieler-Kampagnenstruktur von Crusader Kings III ein, in der Spieler ohne Zeitlimit langfristige Dynastieziele verfolgen. Es gibt keine neuen kompetitiven oder kooperativen Modi; stattdessen erweitert die Erweiterung den Sandbox-Charakter durch neue Regierungsformen und regionale Ziele, die den Verlauf asiatischer Kampagnen prägen.
Überarbeitete Lesezeichen ermöglichen den Einstieg zu verschiedenen historischen Zeitpunkten, die jeweils eigene Herausforderungen rund um Japans Einigung, chinesische Mandatsansprüche oder südostasiatische Tributnetzwerke bieten. Diese Startpunkte laden zu wiederholten Durchgängen mit alternativen Strategien innerhalb derselben Simulationswelt ein.
Regionale Systeme und Inhalte
China bietet tiefgehende Mechaniken zu Verdiensten, Schatzverwaltung und regionalen Instabilitäten. Japan kombiniert ehrenbasierte Traditionen mit militärischen und diplomatischen Wegen, die Vasallenbeziehungen beeinflussen. Südostasien steht für hierarchische Tributsysteme und göttliche Aspekte, deren Wirkung mit dem Spielerverhalten wächst.
Neue Ereignisse, Thronsäle und kulturelle Traditionen spiegeln die jeweiligen Geschichten der Regionen wider. Diese Ergänzungen bauen direkt auf der Simulation von Nachfolge, Bündnissen und Innenpolitik des Basisspiels auf, ohne die Kernmechaniken zu verändern.
Lohnt sich das Spiel?
Auf Steam erhält die Erweiterung gemischte Bewertungen mit 68 Prozent positiven Rezensionen aus knapp zweitausend Bewertungen. Sie bietet umfangreiches neues Territorium und Mechaniken für Spieler, die bereits in das Dynastiesimulationskonzept von Crusader Kings III investiert sind. Besonders geeignet ist sie für alle, die komplexe politische Systeme verwalten und alternative historische Verläufe über lange Kampagnen hinweg erkunden möchten.
Wer sich auf militärische Eroberungen oder kürzere Spielrunden konzentriert, könnte die zusätzliche Tiefe weniger unmittelbar ansprechend finden. Der begleitende Patch stellt die Kompatibilität mit vorherigem Content sicher und macht die Erweiterung zu einer direkten Erweiterung für bestehende Besitzer, nicht zu einem eigenständigen Erlebnis.