Deck of Ashes ist ein taktisches Indie-Rollenspiel, das strategischen Karteneinsatz mit roguelike-Exploration in einer verfluchten Fantasy-Welt verbindet. Spieler steuern jeweils einen Antihelden durch eine prozedural generierte Welt mit gefährlichen Biomlandschaften, die jeweils eigene Monsterklassen beherbergen und unterschiedliche Taktiken erfordern.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht der Aufbau und die ständige Anpassung eines Kartendecks bei gleichzeitig begrenzten Ressourcen. Die Kämpfe laufen rundenbasiert ab, wobei die Karten unterschiedliche Effekte auslösen. Überleben hängt davon ab, wann man kämpft, rastet oder weiterzieht. Ressourcenmanagement reicht über die Schlachten hinaus bis zum Ausbau des Lagers, wo Verbündete Gesundheit oder verbrauchte Karten wiederherstellen können - allerdings bleiben solche Möglichkeiten bewusst rar, um vorausschauendes Handeln zu fördern.
Die Erkundung führt durch unterschiedliche Biome, die Gegner und Ereignisse verändern - von Hinterhalten bis hin zu Katastrophen. Auf den meisten Durchläufen gilt Permadeath, was die Spannung erhöht. Bestimmte Mechaniken der Dunklen Magie gewähren allerdings begrenzte zweite Chancen. Helden wie Lucia, die ewige Flammenpriesterin der Drachen, bringen spezielle Karteninteraktionen mit, etwa Brandwirkung bei wiederholten Angriffen. Die Seuchenherrin hingegen senkt die Kosten für Krankheitskarten und ermöglicht Lebensraub bei Treffern.
Das Lager-Ausbau-System fügt langfristige Strategie hinzu: Spieler können ihre Basis durch Ressourcenverteilung und Upgrades auf ihren bevorzugten Spielstil anpassen. Belohnt wird, wer mit Kartenherstellung und Risikobewertung experimentiert.
Spielmodi
Im Kampagnenmodus folgt man den Ausgestoßenen auf ihrer Suche nach Erlösung und dem Aschenkasten. Die Reise durch das Tal des Todes wird durch dauerhafte Entscheidungen geprägt, die den Verlauf beeinflussen. Die Durchläufe verbinden narrative Elemente mit Kampf und Erkundung bei Fokus auf eine einzelne Figur.
Der Badlands-Modus verzichtet auf die Geschichte und konzentriert sich auf reine taktische Herausforderungen. Spieler starten mit einem Grunddeck und wählen nach jedem Lagerhalt zwischen drei möglichen Wegen. Hier steht die Synergie des Decks und die Anpassungsfähigkeit ohne übergreifenden Fortschritt im Vordergrund.
Weitere Optionen umfassen Draft-Starts zur Anpassung der Anfangskarten und mehrere Schwierigkeitsstufen, die Gegnerverhalten und Ressourcenknappheit variieren.
Heldeneigenschaften und Skins
Jeder Held verfügt über eigene Mechaniken, die das Kartenspiel direkt beeinflussen. Vampyro erhält Lebensraub-Potenzial bei Treffern, der Krieger des Lichts baut kritische Trefferchance über mehrere Runden auf, und Sly, die Schwarze Schlange, erhöht den Schaden im Stealth-Modus. Buck, die Bestialische Wut, verdoppelt die Wuterzeugung unterhalb bestimmter Gesundheitsschwellen, während der Kampfalchemist die Händlerpreise für Verbrauchsgegenstände senkt. Diese Eigenschaften wirken sich auf jeden Durchlauf aus und machen die Heldenwahl zu einer zentralen Entscheidung.
Exklusive Skins erweitern diese Effekte zusätzlich, etwa durch reduzierte Manakosten oder Ausweichboni, die den Kampfverlauf verändern, ohne die Grundregeln anzutasten.
Lohnt sich das Spiel?
Deck of Ashes richtet sich an Spieler, die roguelike-Deckbuilder mit taktischer Tiefe und Ressourcenspannung schätzen. Permadeath, Biome-Vielfalt und Lager-Management sorgen für bedeutsame Entscheidungen - sowohl in kurzen als auch in längeren Sessions. Rezensionen loben die originellen Kartenmechaniken und die anspruchsvollen Begegnungen, betonen aber auch die Zugänglichkeit durch anpassbare Schwierigkeitsstufen.
Das Spiel wird weiterhin mit der Complete Edition unterstützt, die den Heldenpool erweitert. Der Singleplayer-Fokus bietet langfristigen Wert für Fans strategischer RPG-Abenteuer und spricht vor allem Spieler an, die bewusstes Kartenspiel gegenüber schnellem Action bevorzugen. Die hohe Wiederspielbarkeit ergibt sich aus den unterschiedlichen Helden und Modi.