Hearts of Iron IV: Arms Against Tyranny ist eine Strategiesimulation-Erweiterung zum Globalstrategie-Wargame Hearts of Iron IV. Sie rückt die nordischen Länder in den Fokus und eröffnet Finnland, Norwegen, Dänemark und Schweden neue Wege, sich in den Jahren um den Zweiten Weltkrieg gegen oder zwischen den Großmächten zu behaupten.
Gameplay
Aufbauend auf den bewährten Systemen für Wirtschaft, Rüstungsproduktion, Diplomatie und Forschung steuern Spieler eines der vier Länder durch historische oder alternative Verläufe. Spezielle Fokus-Bäume betonen Widerstand, Bündnisse oder innenpolitische Reformen. Waffenhersteller lassen sich individuell anpassen und beeinflussen damit Qualität und Menge des verfügbaren Geräts. Ein neuer Waffenhandelsmechanismus ermöglicht den Kauf und Verkauf militärischer Güter auf einem internationalen Markt und macht neutrale Phasen zu lukrativen Handelsperioden. Unterstützungseinheiten erhalten erweiterte Optionen, um Spezialkräfte in Divisionen zu integrieren und so die Aufstellung und den Einsatz von Armeen zu verändern.
Die Neuerungen greifen nahtlos in bestehende Simulationsschichten wie Ressourcenverteilung und politische Entscheidungen ein. Finnland erhält Instrumente für eine erfolgreiche Verteidigung gegen überlegene Kräfte, während Schweden seine neutrale Position für Handelsvorteile nutzen kann. Die Erweiterung fordert vorausschauende Planung, bei der militärische Bereitschaft und wirtschaftliches Kalkül gleichermaßen zählen.
Spielmodi
Einzelspieler-Kampagnen beginnen Mitte der 1930er-Jahre und erlauben sowohl lange Vorbereitungszeiten als auch den direkten Einstieg in Kriegszenarien. Im Mehrspielermodus können mehrere Teilnehmer kooperativ Strategien über die gesamte Nordregion oder darüber hinaus abstimmen. Die Erweiterung führt keine eigenständigen Modi ein, sondern erweitert das Grundspiel für Solo- und Gruppenerlebnisse im Bereich der Globalstrategie.
Alternative Geschichtsverläufe für den Norden
Jedes Land erhält eigene Fokus-Bäume mit unterschiedlichen Handlungssträngen. Finnland kann sich auf entschlossene Verteidigung oder diplomatisches Lavieren konzentrieren. Norwegen entscheidet zwischen inneren Konflikten und externen Partnerschaften. Dänemark und Schweden erproben Neutralitätspolitiken, die Handelsgewinne bringen oder in aktiven Widerstand münden. Die Bäume unterstützen vielfältige Spielstile, die auf Überleben und Anpassung statt auf groß angelegte Eroberungen setzen.
Lohnt sich das Spiel?
Die Erweiterung erhält gemischte Bewertungen: Auf Steam liegt der Anteil positiver Nutzerrezensionen bei 56 Prozent aus knapp zweitausend Bewertungen. Besonders Spieler, die sich für kleinere Nationen und alternative Geschichtsverläufe im nordischen Raum interessieren, finden hier Anknüpfungspunkte. Die neuen Fokus-Bäume und Handelsmechanismen bieten frische Herausforderungen für Koop-Gruppen. Wer detaillierte Wirtschafts- und Diplomatie-Simulationen neben militärischem Management schätzt, wird den größten Mehrwert erkennen. Wer sich vor allem auf Großmächte konzentriert, profitiert weniger direkt. Der Inhalt wird weiterhin durch regelmäßige Updates des Grundspiels unterstützt.