Screencheat ist ein actionlastiges Indie-First-Person-Shooter, dessen Split-Screen-Multiplayer darauf basiert, dass alle Spielerfiguren unsichtbar bleiben. Statt klassischer Sichtlinienkämpfe müssen die Teilnehmer die Bildschirme der Mitspieler beobachten, um Gegner auf farbenfrohen Karten auszumachen, die durch Bewegungen und Umgebungsinteraktionen verraten werden. Dadurch wird das gewohnte Shooter-Prinzip zu einem chaotischen Party-Erlebnis, bei dem Beobachtungsgabe und schnelle Reaktionen im Vordergrund stehen.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht lokales Split-Screen-Spiel mit bis zu acht Teilnehmern, bei dem Couch- und Online-Spieler in einer Session kombiniert werden können. Die Karten bestehen aus kräftigen Farben und markanten Orientierungspunkten, die es erleichtern, Positionen anhand fremder Bildschirme zu erkennen. Waffen erzeugen auffällige Effekte wie Rauchspuren oder Feuerschweife, die ebenfalls zur Ortung unsichtbarer Gegner beitragen. Ein Solo-Zeitrennen-Modus ermöglicht Übung ohne Konkurrenz, während verschiedene Mutatoren Regeln und Tempo für abwechslungsreiche Runden anpassen.
Spielmodi
Neun unterschiedliche Spielmodi stehen zur Verfügung, von klassischen Wettkämpfen bis hin zu ungewöhnlichen Varianten. Deathmatch bildet die Basis als klassisches Free-for-All. Hillcampers ist ein wandernder King-of-the-Hill-Modus, bei dem der Kontrollpunkt regelmäßig wechselt. Bei Capture the Fun gilt es, eine Piñata zu erobern, die beim Tragen eine sichtbare Spur hinterlässt. Murder Mystery weist jedem Spieler ein bestimmtes Ziel und eine vorgeschriebene Waffe zu. One Shot beschränkt die Munition auf eine einzige Kugel mit zeitlich begrenzter Nachladephase. Weitere Modi setzen auf Münzsammlungen wie in Gold Rush oder zufällige Auswahl in Party-Playlists. Team- und Free-for-All-Varianten sind in der Auswahl vertreten.
Core Mechanics and Maps
Die Karten setzen auf hohe Erkennbarkeit durch satte Farbpaletten und klare architektonische Merkmale, damit das Beobachten anderer Bildschirme effektiv funktioniert. Da keine sichtbaren Charaktermodelle existieren, müssen Spieler gleichzeitig mehrere Perspektiven im Blick behalten - ein für dieses Spiel typisches Multitasking-Element. Waffenfeedback und Umgebungsreaktionen liefern zusätzliche Hinweise auf Gegneraktivitäten. Das Design eignet sich sowohl für kurze Matches als auch für längere Custom-Sessions mit anpassbarer Rundendauer und Regeln.
Lohnt es sich?
Screencheat richtet sich vor allem an Gruppen, die lokalen Multiplayer mit Freunden oder Familie suchen. Die unsichtbaren Figuren sorgen für einprägsame Momente voller Deduktion und Überraschungen, die in herkömmlichen Shootern selten vorkommen. Die Resonanz lobt das kreative Konzept und die Vielfalt der Modi, betont aber, dass das Erlebnis am besten mit mindestens vier Mitspielern im selben Raum funktioniert. Die aktuelle Spielerzahl ist niedrig, was dem Alter und der Nischenausrichtung geschuldet ist, doch das Spiel bleibt für Fans von Split-Screen-Party-Formaten verfügbar. Es spricht Spieler an, die chaotische, beobachtungsbasierte Kämpfe bevorzugen, und eignet sich eher für gelegentliche Treffen als für tägliches Solo-Spiel. Die Kombination aus vertrauten Shooter-Elementen und dem Screen-Cheating-Twist liefert in der passenden Umgebung durchgängig Unterhaltung.