Ship Graveyard Simulator 2 ist eine Simulation, in der Schiffe an einer Küstenabwrackanlage zerlegt werden. Spieler übernehmen Aufträge, um Wracks abzubauen und wertvolle Rohstoffe wie Stahl, Aluminium und Kupfer zu bergen. Dazu kommen Werkzeuge wie Hämmer, Sägen und Schneidbrenner zum Einsatz. Mit dem Submarines-DLC erweitert sich das Spiel um drei Unterwasser-Wracks, die ein anderes Vorgehen erfordern.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht das schrittweise Zerlegen großer Schiffsteile. Zuerst werden kleinere Komponenten entfernt, später folgen größere Einheiten wie Motoren und Schaltanlagen. Schwere Teile lassen sich mit Kran und Container effizient transportieren. Gefahren wie Gaslecks, stromführende Kabel oder giftige Bereiche verlangen Vorsicht und Schutzausrüstung.
Im Submarines-DLC verlagert sich die Arbeit ins Innere der Wracks. Spieler dringen durch Rissstellen ein und schneiden Böden, Wände und tragende Elemente von innen heraus, bis das Schiff offen liegt. Enge Gänge und mehrere Zugänge machen jede U-Boot-Wrack zu einem komplexen Raum, in dem die Reihenfolge der Demontage entscheidend ist, um sich nicht einzusperren oder wertvolle Teile zu beschädigen. Radioaktive Materialien müssen vor der Bergung gesondert behandelt werden.
Fortschritt ergibt sich durch das Abwickeln von Verträgen. Jeder Auftrag gibt vor, welche Materialien in welcher Menge gesammelt werden müssen. Werkzeuge und Hilfskräfte steigern mit der Zeit die Effizienz. Der DLC ergänzt eigene Sammelobjekte und Erfolge, die zum gründlichen Erkunden aller Abteile anregen.
Spielmodi
Das Spiel basiert auf einem Auftragssystem. Über eine Computeroberfläche am Stützpunkt wählen Spieler Schiffe aus, die jeweils eigene Materialziele und Gefahren aufweisen. Normale Verträge konzentrieren sich auf das Abwracken und Sortieren an der Oberfläche, während U-Boote eine schichtweise Innenarbeit mit räumlichem Problemlösen erfordern.
Bei U-Boot-Aufträgen müssen Zugänge freigeschnitten und tiefere Bereiche schrittweise erreicht werden. Begrenzte Einstiege und sensible Bauteile verlangen ein ausgewogenes Verhältnis von Tempo und Vorsicht. Belohnungen umfassen neue Erfolge und exklusive Sammelstücke. Es gibt keine Mehrspieler- oder Wettbewerbsmodi; das Spiel bleibt auf den Einzelspieler und eine wachsende Liste von Aufträgen ausgerichtet.
Wichtige Features und Mechaniken
Die Rohstoffsammlung bildet das wirtschaftliche Fundament. Jedes Teil wird nach Art und Wert sortiert. Durch das Anheuern von Helfern und das Verbessern der Ausrüstung lassen sich größere Lasten bewältigen. Die Basisversion bietet Dutzende Kilometer Küstenwracks in verschiedenen Schiffskategorien, von gewöhnlichen Einheiten bis hin zu echten Giganten.
Der Submarines-DLC enthält drei konkrete Wracks: die I-400, die Kursk und die Ohio. Diese erfordern den Umgang mit radioaktiven Stoffen und die Navigation durch labyrinthartige Innenräume. Neue visuelle Details an Rümpfen und Innenräumen sowie eigene Erfolgslisten, die die Gründlichkeit in jedem Wrack messen, ergänzen das Angebot.
Lohnt sich das Spiel?
Die Basisversion erhält von Tausenden Bewertungen ein überwiegend positives Echo. Spieler loben die verbesserte Grafik und das flüssigere Tempo gegenüber dem Vorgänger. Das Spiel richtet sich an Fans von bedächtiger, handwerklicher Simulationsarbeit. Die wiederkehrenden Tätigkeiten des Sortierens und Schneidens bilden den Kern des Spielgefühls - für manche befriedigend, für andere eher langsam.
Der Submarines-DLC erhielt gemischte Kritiken, bringt aber durch die Innenraum-Navigation und zusätzliche Gefahren spürbare Abwechslung. Er spricht vor allem Spieler an, die bereits mit den Grundmechaniken vertraut sind und weitere Aufträge mit eigenem Schwierigkeitsprofil suchen. Als optionale Erweiterung verlängert er die Spielzeit, ohne das Simulationsprinzip zu verändern.
Insgesamt eignet sich das Spiel für Fans von Industrie-Simulationen, die methodisches Vorgehen und Materialmanagement schätzen. Wer kurze Sessions oder abwechslungsreiche Spielweisen bevorzugt, könnte das gemächliche Tempo als zu langsam empfinden. Weitere DLCs erweitern kontinuierlich die Schiffsauswahl und halten das Kernspiel frisch.