Steel Division 2 Burning Baltics ist eine Echtzeit-Strategie-Erweiterung, die den deutschen Gegenangriff im Baltikum im Spätsommer 1944 nachstellt. Im Mittelpunkt steht die Operation Doppelkopf, bei der Spieler als Achsenmächte oder Sowjets versuchen, die Verbindung zwischen den deutschen Heeresgruppen bei Riga wiederherzustellen oder zu halten.
Gameplay
Im Kern geht es darum, Divisionen auszuwählen und zu Battlegroups zusammenzustellen, um groß angelegte Schlachten zu schlagen. Kommandeure setzen ihre Einheiten auf detaillierten Karten ein, die das baltische Gelände realistisch abbilden. Der Kampf basiert auf kombinierten Waffen: Infanterie, Panzer, Artillerie und Luftunterstützung wirken in Echtzeit zusammen.
Über 120 neue Einheiten erweitern die taktischen Möglichkeiten. Dazu zählen Aufklärungspanzer wie der Aufklärungspanzer 38(t), schwere Artillerie wie der sowjetische 160-mm-Mörser MT-13 und die 100-mm-Panzerabwehrkanone BS-3, Wasserflugzeuge wie die Ar 196 A-3 sowie Bomber wie die Yer-2. Zwei neue Asse ergänzen die Auswahl: Hans-Ulrich Rudel im Ju-87G und Gueorgui Nefiodovitch Zakharov in der Yak-3.
Zwei neue Nationen kommen mit vollständiger Sprachausgabe hinzu. Litauen auf Seiten der Achsenmächte und Estland als Alliierter erhalten eigene Einheiten, während lettische Verbände unter deutschem Kommando kämpfen. Die Erweiterung vertieft bestehende Mechaniken, ohne das grundlegende Echtzeit-Kommandosystem zu verändern.
Spielmodi
Herzstück ist eine umfangreiche Army-General-Kampagne. Spieler führen entweder die deutsche 3. Panzerarmee im Angriff oder die sowjetische 1. Baltische Front in der Verteidigung über eine strategische Karte, die die historische Operation abbildet.
Acht neue Divisionen stehen für Solo-, Koop- und Mehrspielerschlachten bereit. Auf der Achsen-Seite sind Grossdeutschland, Nordland, der ad-hoc Panzerverband Strachwitz und die 52. Sicherungs-Division z.b.V. vertreten. Sowjetische Optionen umfassen das 19. Panzerkorps, die Mobile Group Fedyunkin, die estnische 7. Schützendivision sowie Reserveverbände der 43. Armee. Sechs dieser Divisionen nahmen direkt an den historischen Kämpfen teil, zwei stammen aus der Heeresgruppe Nord.
Die Divisionen lassen sich sowohl in der Kampagne als auch in eigenständigen Gefechten einsetzen und bieten damit Flexibilität für unterschiedliche Spielerzahlen und Sitzungslängen.
Historischer Kontext und Divisionen
Die Operation Doppelkopf bildet das narrative Fundament. Das Szenario zeigt den Versuch der Wehrmacht, die Heeresgruppe Nord mit den Resten der Heeresgruppe Mitte wieder zu verbinden, nachdem sowjetische Truppen im Rahmen der Operation Bagration vorgerückt waren. In relevanten Kartenabschnitten unterstützen Kreuzer der Kriegsmarine die Achsenmächte mit Schiffsartillerie.
Jede Division verfügt über historisch recherchierte Einheitszusammensetzungen und Fähigkeiten. Spieler stellen aus diesen Listen Battlegroups zusammen, die das Ausmaß des gepanzerten Gegenangriffs widerspiegeln. Die Aufnahme von Eliteverbänden wie Grossdeutschland unterstreicht die verzweifelte Lage der deutschen Kriegsführung in der Spätphase.
Lohnt sich das Spiel?
Steel Division 2 Burning Baltics bietet fokussierten Inhalt für Spieler, die detaillierte Echtzeit-Strategie des Zweiten Weltkriegs an der Ostfront suchen. Die neue Kampagne liefert eine umfassende strategische Ebene, ergänzt durch frische Divisionen und Einheiten für abwechslungsreiche Gefechte.
Die Resonanz fällt gemischt aus. Steam-Rezensionen zeigen geteilte Meinungen zur Balance und Tiefe der Erweiterung im Vergleich zum Grundspiel. Sie richtet sich vor allem an Spieler, die bereits die historische Genauigkeit und die großen Schlachten der Serie schätzen. Neueinsteiger können durch die Komplexität der Divisionsverwaltung und der Echtzeit-Entscheidungen vor eine steile Lernkurve gestellt werden.
Die Erweiterung ist als kostenpflichtiger Inhalt erhältlich. Es gibt keine kostenlosen Modi oder laufenden saisonalen Updates. Sie bietet vor allem eingefleischten Fans zusätzlichen Inhalt aus dem baltischen Kriegsschauplatz, ohne auf breite Zugänglichkeit ausgerichtet zu sein.