The Quarry ist ein interaktives Horror-Adventure, das in einem abgelegenen Sommercamp im Norden des US-Bundesstaates New York spielt. Die Spieler steuern das Schicksal von neun jugendlichen Betreuern, deren Abschiedsfeier in eine Nacht voller Bedrohungen und übernatürlicher Gefahren mündet. Im Mittelpunkt stehen narrative Entscheidungen, die über Leben, Tod und Beziehungen der Figuren entscheiden.
Gameplay
Das Spiel wechselt zwischen den neun Betreuern und wird aus der Third-Person-Perspektive dargestellt. Zu den zentralen Mechaniken gehören schnelle Reaktionsabfragen in kritischen Momenten, zeitlich begrenzte Dialogoptionen, die die Charaktereigenschaften beeinflussen, sowie vereinzelte direkte Eingriffe wie der Einsatz von Waffen. Durch das Sammeln von Hinweisen und Beweisen im Camp und der Umgebung lassen sich spätere Ereignisse gezielt verändern. Über die Schwierigkeitsgrade können Timer und Eingabeanforderungen angepasst werden, um Spannung und Zugänglichkeit in Einklang zu bringen. Im Kern dreht sich das Gameplay darum, Beziehungen zwischen den Figuren aufzubauen oder zu belasten, während unvorhersehbare Gefahren schnelle Anpassungen erfordern.
Spielmodi
Im Einzelspieler-Modus erlebt man die vollständige, verzweigte Handlung, bei der eine Person sämtliche Entscheidungen trifft. Nach dem ersten Durchlauf wird der Movie-Modus freigeschaltet, der das Spiel in eine passive Filmsequenz mit automatisierten Ereignissen verwandelt. Zur Auswahl stehen Varianten, in denen alle überleben, alle sterben, eine anpassbare Regieoption mit vorher festgelegten Charaktereigenschaften sowie eine gore-lastige Version mit besonders brutalen Ausgängen. Im lokalen Couch-Co-op können bis zu acht Spieler abwechselnd die Kontrolle über einzelne Figuren übernehmen. Im Online-Multiplayer führt ein Host die Runde, während eingeladene Teilnehmer zuschauen und über wichtige Entscheidungen abstimmen - ohne dass alle eine eigene Kopie des Spiels benötigen.
Handlung und Figuren
Die Geschichte beginnt mit dem unbeschwerten letzten Abend der Betreuer ohne Aufsicht, bevor äußere Bedrohungen die Stimmung kippen lassen. Freundliche Begegnungen und aufkeimende Beziehungen weichen schnell Misstrauen und Überlebensinstinkten, als die Gruppe auf blutverschmierte Einheimische und finsterere Wesen trifft. Jede der neun spielbaren Figuren besitzt eigene Persönlichkeiten und Hintergründe, die sich durch die Entscheidungen weiterentwickeln. Die Struktur ermöglicht mehrere eigenständige Handlungsstränge, in denen einzelne Charaktere entweder in den Mittelpunkt rücken oder frühzeitig ausscheiden. Starke Synchronstimmen und detaillierte Gesichtsanimationen verleihen Gesprächen und Konfrontationen emotionale Tiefe und machen selbst alltägliche Dialoge zu entscheidenden Wendepunkten.
Lohnt sich das Spiel?
The Quarry bietet ein kinematografisches Horrorerlebnis für alle, die narrative Abenteuer mit starkem Fokus auf Entscheidungen und Charakterdynamik suchen. Kritiken loben die erzeugte Spannung, die schauspielerischen Leistungen und den Wiederspielwert durch die verzweigten Handlungsstränge, auch wenn die Interaktivität im Vergleich zu actionlastigeren Titeln zurückhaltender ausfällt. Es handelt sich um ein abgeschlossenes Standalone-Spiel ohne saisonale Inhalte oder größere nachträgliche Änderungen. Wer interaktive Dramen schätzt, findet in den Co-op-Optionen und dem Movie-Modus flexible Möglichkeiten für unterschiedliche Gruppengrößen oder reine Zuschauer-Erfahrungen. Das Spiel eignet sich sowohl für einzelne Sitzungen als auch für mehrere Durchgänge, um alternative Verläufe zu entdecken - besonders für ein Publikum, das reife Themen wie Gewalt und Suspense bevorzugt.