Warhammer 40,000: Gladius - Relics of War ist ein rundenbasiertes Strategiespiel im Warhammer-40.000-Universum. Spieler übernehmen das Kommando über eine von mehreren Fraktionen und kämpfen um die Vorherrschaft auf Gladius Prime. Dazu gilt es, Ressourcen zu verwalten, das Territorium auszubauen und Armeen über eine Karte voller feindlicher Kreaturen und uralter Relikte zu führen.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Erkundung prozedural generierter Karten. Städte und Infrastruktur werden errichtet, Rohstoffe gesammelt und Technologien erforscht. Jede Runde erlaubt Truppenbewegungen, Bauaufträge und den Einsatz besonderer Fähigkeiten. Helden sammeln Erfahrung und Ausrüstung, die ihre Kampfkraft oder Unterstützungsleistungen verbessern. Jede Fraktion verfügt über eigene Technologiebäume und Einheitenlisten, die langfristige Planung prägen. Über die Karte verstreute Artefakte gewähren vorübergehende Vorteile, während Begegnungen mit der Tierwelt die Moral der Truppen beeinträchtigen können. Stadterlasse und taktische Operationen erweitern die Entscheidungsmöglichkeiten in Ausbau- und Konfliktphasen.
Spielmodi
Im Einzelspieler erleben Spieler fraktionsspezifische Handlungsstränge in einer kampagnenähnlichen Erfahrung auf Gladius Prime. Online- und LAN-Modus ermöglichen direkte Spieler-gegen-Spieler-Partien. Kooperative Runden lassen mehrere Spieler gemeinsam gegen KI-Gegner antreten. Alle Modi stehen ohne zusätzliche Käufe zur Verfügung.
Fraktionen und Grundmechaniken
Die Grundfraktionen Astra Militarum, Space Marines, Orks und Necrons unterscheiden sich durch besondere Stärken in Produktion, Kampf oder Widerstandsfähigkeit. Spätere Erweiterungen bringen Tyranids, Chaos Space Marines und T'au ins Spiel und erweitern die strategischen Optionen. Ressourcenmanagement, direkte Kämpfe auf der Karte und Forschungsfortschritte bestimmen den Verlauf einer Partie. Gelände und Positionierung beeinflussen die Kampfresultate, während neue Einheiten und Verbesserungen das Kräfteverhältnis verschieben.
The Fortification Pack
Diese Erweiterung fügt jeder der sechs zum Zeitpunkt der Veröffentlichung verfügbaren Fraktionen eine neue Verteidigungseinheit hinzu. Die Space Marines erhalten die Aquila Macro-Cannon, ein stationäres Großgeschütz, das mit hypersonischen Bebengranaten feuert. Die Astra Militarum bekommen den Void Shield Generator, der Schutzfelder über verbündete Einheiten und wichtige Positionen legt. Chaos Space Marines setzen die Noctilith Crown ein, die die Realität schwächt, eigene Truppen schützt und gegnerische Psioniker schädigt. Die Necrons erhalten den Gauss Pylon, einen Turm mit verheerendem Feuer und Schutzwirkung für benachbarte Einheiten. Die Orks greifen auf den mobilen Big Mek zurück, der Verbündete mit fortschrittlicher Mekboy-Technologie unterstützt. Die Tyranids bringen den Biovore ins Spiel, der lebende Sporenminen mit Säuren und Toxinen verschießt. Die neuen Einheiten fördern defensive Positionierung und Gebietskontrolle, ohne das grundlegende Tempo von Expansion und Angriff zu verändern.
Lohnt sich das Spiel?
Auf der Hauptplattform hält das Spiel eine „Sehr positiv"-Bewertung mit über fünftausend englischsprachigen Rezensionen, die auch Jahre nach Erscheinen anhaltendes Interesse zeigen. Regelmäßige Zusatzinhalte belegen die fortgesetzte Entwicklung. Spieler, die methodische Rundenstrategie mit Schwerpunkt auf Truppenzusammenstellung und Kartenkontrolle schätzen, finden die Systeme lohnend. Wer schnelle Action oder ausgeprägte Diplomatie sucht, greift besser zu anderen Titeln. The Fortification Pack lässt sich direkt in bestehende Kampagnen und Partien integrieren und erweitert die Möglichkeiten für Besitzer des Grundspiels und der relevanten Fraktionsinhalte.