XCOM 2: Alien Hunters ist eine Erweiterung für das rundenbasierte Strategiespiel, die nahtlos in die Hauptkampagne von XCOM 2 eingebunden wird. Sie führt drei mächtige Alien-Herrscher ein, die als wiederkehrende Bedrohungen über mehrere Missionen hinweg auftreten und Kommandanten zwingen, ihre Taktik im Laufe einer gesamten Kampagne anzupassen.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht der taktische Kampf Runde für Runde, bei dem ein Trupp Soldaten gegen die Alien-Streitkräfte geführt wird. Die neuen Herrscher zeichnen sich durch hohe Lebenspunkte aus, die in mehrere Segmente unterteilt sind. Nach dem Verlust eines Segments ziehen sie sich vom Schlachtfeld zurück und erscheinen in späteren Missionen erneut, ohne ihre verlorene Vitalität zurückzuerlangen. Dadurch werden einzelne Begegnungen zu Etappen einer langfristigen Jagd statt zu isolierten Kämpfen.
Kommandanten erhalten spezialisierte Waffen und Rüstungen, die gezielt gegen die Herrscher eingesetzt werden können. Diese Ausrüstung wird durch den Fortschritt der Geschichte und durch Forschung nach entscheidenden Konfrontationen freigeschaltet. Die Herrscher verfügen über Fähigkeiten, die übliche Positionierung und Timing stören, sodass sorgfältiger Deckungseinsatz, Overwatch und die richtige Reihenfolge von Fähigkeiten entscheidend sind. Eine eigene Story-Mission stellt Central Officer Bradford an die Spitze eines Trupps, unterstützt von einem alten Verbündeten, um die Herkunft der Herrscher aufzudecken und die Jagd einzuleiten.
Spielmodi
Der Inhalt wird direkt in die Einzelspieler-Kampagne integriert, ohne eigenständige Modi einzuführen. Sobald die Einführungsmission abgeschlossen ist, tauchen die Herrscher als unvorhersehbare Störungen in regulären Missionen auf. Dadurch bleibt der Fokus auf dem übergeordneten Widerstand gegen die Alien-Besatzung erhalten, während Planung und Ressourcenverteilung zusätzliche Unsicherheitsfaktoren erhalten.
Multiplayer- oder Gefechtsmodus erhalten keine Erweiterungen. Alle neuen Elemente dienen ausschließlich der bestehenden Kampagnenstruktur, in der Missionsauswahl, Soldatenentwicklung und Basisverwaltung weiterhin im Mittelpunkt stehen.
Wichtige Mechaniken und Features
Begegnungen mit den Herrschern erfordern Vorbereitung und Anpassungsfähigkeit. Jeder Herrscher basiert auf bekannten Alien-Typen, erhält jedoch deutlich gesteigerte Fähigkeiten und Widerstandskraft, die gezielte Gegenmaßnahmen belohnen. Autopsien nach erfolgreichen Kämpfen schalten weitere Ausrüstungsoptionen frei, die sich in normale Soldaten-Loadouts integrieren lassen. Das System fördert wiederholte Auseinandersetzungen mit denselben Gegnern und verändert damit die Herangehensweise an die Weltkarte und Missionsprioritäten.
Die Systeme bauen auf den Grundprinzipien des Basisspiels auf: Permadeath, individuelle Anpassung von Soldaten durch Klassen und Ausrüstung sowie strategische Entscheidungen unter Druck. Die Herrscher fügen eine kampagnenübergreifende Konsequenz hinzu, da sie auch bei zeitkritischen Zielen auftreten können.
Lohnt sich das Spiel?
Die Erweiterung richtet sich an Spieler, die bereits in die Kampagne von XCOM 2 investiert sind und eine höhere Schwierigkeit sowie neue taktische Herausforderungen suchen. Die Herrscher erzwingen Anpassungen bewährter Strategien - für manche Kommandanten eine willkommene Steigerung der Spannung, für andere eine störende Unterbrechung. Die neuen Waffen und Rüstungen bieten spürbare Verbesserungen und belohnen das Abschließen der zugehörigen Story-Inhalte sowie der anschließenden Jagden.
Die Verfügbarkeit bleibt an die Kaufoptionen des Basisspiels gebunden, ohne laufende saisonale Inhalte oder größere Updates. Wer methodische Rundenstrategie und die Befriedigung schätzt, hartnäckige Hochrisiko-Gegner zu überwinden, wird den größten Mehrwert finden. Kommandanten, die eine direktere Kampagnenerfahrung bevorzugen, können auf diese Ergänzungen verzichten.