„About Frontlines" ist ein rundenbasiertes Strategiespiel für den PC, das dem Spieler die vollständige Kontrolle über alle Aspekte des Gefechtsfeldes überlässt. Besonders hervorzuheben sind die umfangreichen Szenario-Editoren, mit denen sich Karten, Einheiten und Gefechtsregeln frei gestalten lassen. Zum Release steht bereits ein Zweiter-Weltkrieg-Szenario bereit, das Panzer, Infanterie und Artillerie auf anpassbarem Gelände bietet. Das zugrunde liegende System erlaubt jedoch beliebige historische oder fiktive Konflikte durch nutzergenerierte Inhalte.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die taktische Planung in einem flexiblen System. Spieler können Geländemerkmale zeichnen, Einheitenwerte anpassen und Doktrinen festlegen, die das Zusammenspiel der Truppen bestimmen. Dadurch entfallen feste Vorgaben: Ein Gefecht kann sich auf konzentrierte Artillerieunterstützung konzentrieren, während ein anderes schnelle Infanteriebewegungen über offenes Feld in den Vordergrund stellt. Die Engine skaliert von kleinen Scharmützeln bis hin zu komplexen, selbst erstellten Szenarien und bleibt dabei stets konsistent - unabhängig von Thema oder Epoche.
Minimalistische Grafik lenkt den Blick auf die strategischen Ebenen. Die Oberfläche zeigt übersichtlich Positionen und Regeln, ohne unnötige Elemente. Geländeeffekte, Sichtlinien und Ressourcenverwaltung passen sich automatisch an die vom Spieler festgelegten Parameter an und ermöglichen so vielfältige Experimente mit unterschiedlichen Truppenzusammenstellungen und Siegesbedingungen.
Spielmodi
Drei Hauptarten der Auseinandersetzung stehen zur Verfügung. Einzelspieler-Partien gegen KI bieten ein kontrolliertes Umfeld zum Testen neuer Karten oder Einheitenkonzepte. Direkte Herausforderungen gegen Freunde nutzen lokale Netzwerkverbindungen für private Runden. Online-Matchmaking verbindet Spieler weltweit für kompetitive Partien, wobei jede Begegnung auf zwei Kommandeure pro Schlachtfeld beschränkt ist.
Die Modi unterstützen sowohl Übung als auch direkte Konkurrenz. KI-Gefechte helfen, Taktiken zu verfeinern, bevor man auf menschliche Gegner trifft, während Online-Spiele variable Strategien anderer Nutzer einbringen. Die Struktur konzentriert sich dabei auf die wesentlichen Führungsentscheidungen ohne zusätzliche Verwaltungsebenen.
Anpassung und Szenarien
Bereits ab Start stehen Werkzeuge zur Karten-, Einheiten- und Regelerstellung zur Verfügung. Spieler können Geländetypen verändern, Truppen spezifische Fähigkeiten zuweisen und festlegen, wie Schlachten ablaufen. Der mitgelieferte Zweiter-Weltkrieg-Inhalt dient als Ausgangspunkt, lässt sich aber durch Nutzermodifikationen auf andere Epochen übertragen. Die Workshop-Integration ermöglicht das Teilen fertiger Szenarien mit der Community.
Erweiterungen erfolgen ausschließlich durch nutzergenerierte Inhalte statt durch offizielle Ergänzungen. Dieses Modell fördert die kontinuierliche Entwicklung neuer Schlachtfelder und Einheitentypen und hält das Spiel langfristig anpassungsfähig.
Lohnt sich das Spiel?
„About Frontlines" richtet sich an Spieler, die eigene strategische Erfahrungen gestalten und verfeinern möchten. Die Betonung auf individuellen Szenarien und flexiblen Regeln spricht vor allem jene an, die historische Rekonstruktionen oder völlig eigenständige Konflikte umsetzen wollen. Die PC-Version unterstützt sowohl Einzelspieler-Sitzungen als auch lokale und Online-Mehrspieler-Modi.
Da vor Release keine Nutzerbewertungen vorliegen, hängt der Wert vor allem vom Interesse an kreativen Strategiewerkzeugen statt an vorgefertigten Kampagnen ab. Die klare Präsentation und das anpassungsfähige System bieten eine solide Grundlage für langfristiges Engagement durch Community-Inhalte. Wer klassische, festgelegte Szenarien bevorzugt, könnte das offene Konzept zunächst weniger zugänglich finden, während Bastler und Tüftler in den vorhandenen Möglichkeiten erhebliche Tiefe entdecken werden.