Battles For Spain ist ein rundenbasiertes Strategiespiel mit Simulationsanteilen, das den Spanischen Bürgerkrieg thematisiert. Es bildet vier historische Schlachten zwischen Nationalisten und Republikanern auf dem PC nach. Grundlage bilden die Gefechte bei Guadalajara 1937, Teruel 1937, Mérida - auch La Serena genannt - 1938 sowie am Ebro 1938. Spieler führen Infanterie- und Kavallerie-Bataillone sowie kleinere Panzer-, Artillerie- und Fliegerverbände, die den historischen Kräfteverhältnissen entsprechen.
Gameplay
In jedem Szenario übernimmt eine Seite die Offensive, die andere die Verteidigung. Der Angreifer muss die historischen Geländegewinne erreichen oder übertreffen, während der Verteidiger diese verhindern oder einen Gegenangriff erfolgreich durchführen soll. Die Karten sind in Gebiete unterteilt; Nachschublinien müssen zu befreundeten Depots bestehen bleiben, sonst erleiden Einheiten nach einigen Runden Verluste. Kämpfe werden mit modifizierten Würfelwürfen ausgetragen, wobei Einheitenstärke, Gelände, Artillerie und Luftunterstützung einfließen. Pro Gefecht gibt es zwei Kampfrunden, sofern Ereignisse nichts anderes bestimmen.
Zu Beginn jeder Runde werden Ereigniskarten gezogen, die Verstärkungen, Wetterwechsel, Desertionen, Bombardements oder politische Effekte auslösen. Die Karten unterscheiden sich je nach Szenario und erzeugen neue Situationen für Bewegung und Kampf. Historische Verbände wie die Spanische Legion, Falange-Bataillone, italienische CTV-Einheiten, Carlisten-Requetés, Gemischte Brigaden und Internationale Brigaden treten mit authentischen Anführern wie Hans Kahle und El Campesino auf. Das System belohnt sorgfältige Positionierung und Timing statt großangelegten Truppenaufbaus.
Spielmodi
Verfügbar sind Einzelspieler-Partien gegen den Computer sowie Zwei-Spieler-Modi über lokales geteiltes oder getrenntes Bildschirmspiel sowie Remote Play Together. Jede der vier Schlachten ist ein eigenständiges Szenario mit fester Zugzahl und Siegesbedingungen, die auf Gebietskontrolle oder Vernichtung gegnerischer Kräfte beruhen. Es gibt keine übergeordnete Kampagne; das Spiel konzentriert sich ausschließlich auf diese historischen Ausschnitte. Erfolge werden für beide Seiten über alle Szenarien hinweg verfolgt.
Historische Szenarien
Guadalajara umfasst 30 Halbtageszüge und zeigt die italienische Offensive östlich von Madrid, bei der die Nationalisten entlang der Hauptstraße vorrücken, während die Republikaner auf Verstärkung zum Gegenangriff warten. Teruel dauert 12 Tageszüge und dreht sich um den republikanischen Versuch, die Provinzhauptstadt einzunehmen. Mérida erstreckt sich über 12 Halbtageszüge und stellt die nationalistische Zangenbewegung dar, mit der republikanische Kräfte eingeschlossen werden sollen. Ebro läuft über 45 Tageszüge und rekonstruiert den republikanischen Flussübergang sowie den anschließenden Vormarsch auf Gandesa. Jedes Szenario nennt eine geschätzte Spielzeit von zweieinhalb bis dreieinhalb Stunden und gibt an, welche Seite für den Spieler anspruchsvoller ist.
Lohnt sich das Spiel?
Die Bewertungen auf der Veröffentlichungsplattform liegen bei 80 Prozent positiv. Das Spiel spricht Spieler an, die kompakte, historisch fundierte Konfliktsimulationen suchen, bei denen Versorgung, Positionierung und Ereignis-Management zählen. Die übersichtliche Oberfläche und die Gebietskontroll-Mechanik erleichtern den Einstieg im Vergleich zu komplexeren operativen Titeln, doch ohne Tutorial empfiehlt sich zunächst ein Blick ins Handbuch. Die vier Szenarien bieten durch die Variabilität der Karten und den Seitenwechsel guten Wiederspielwert; seit Erscheinen 2019 sind keine weiteren Inhalte hinzugekommen. Wer sich für fokussierte Simulationen weniger bekannter Konflikte der Vorkriegszeit interessiert, findet hier ein Design, das seinen eigenen Zielen und Maßstäben treu bleibt.