Blame the Wind ist ein rundenbasiertes Strategiespiel, bei dem zwei Spieler sich auf gegenüberliegenden Dächern einer Stadtsilhouette gegenüberstehen und jeder Schuss die wechselnde Windrichtung berücksichtigen muss. Als Indie-Titel mit entspanntem Zugang greift es das Gefühl klassischer Artillerie-Duelle auf und ergänzt es um moderne Elemente wie vollständig zerstörbare Umgebungen und direkte Clip-Freigabe. Im Mittelpunkt steht das Einstellen von Winkel und Stärke, um Projektile über das Spielfeld zu schleudern - der Wind als unberechenbarer Faktor zwingt dabei zu ständigen Anpassungen.
Gameplay
Die Partien laufen in abwechselnden Zügen ab: Jeder Spieler wählt Winkel und Stärke, bevor er ein Projektil abfeuert. Der Windvektor ändert sich zwischen den Schüssen, sodass die aktuelle Lage jedes Mal neu eingeschätzt und ausgeglichen werden muss. Projektile können über Gebäude hinwegfliegen oder diese durchschlagen, wenn die Silhouette den direkten Weg versperrt. Jeder Treffer verändert das Gelände dauerhaft für die folgenden Runden. Da alle Kämpfer zu Beginn identisch sind, hängt der Erfolg allein von Präzision und Anpassungsfähigkeit ab - nicht von Freischaltungen oder Verbesserungen während einer Partie.
Die Stadtsilhouette wird jede Runde neu generiert und sorgt so für wechselnde Ausgangslagen und frische taktische Herausforderungen. Trümmer fliegen bei Einschlägen umher, der Bildschirm wackelt bei Explosionen, und Zeitlupeneffekte heben entscheidende Momente hervor. Mit einem Tastendruck lässt sich der beste Austausch als GIF direkt auf der Festplatte speichern - ohne zusätzliche Schritte.
Visuelle Optionen umfassen einen optionalen CRT-Filter mit Scanlines und einer begrenzten Farbpalette im Stil früher 1990er-Bildschirme. Controller-Unterstützung steht beiden Spielern zur Verfügung, und das gesamte Spiel kommt ohne In-App-Käufe oder zeitlich begrenzte Inhalte aus.
Spielmodi
Der lokale Hotseat-Modus erlaubt zwei Spielern, dasselbe Gerät zu nutzen, und fördert direkte Konkurrenz sowie Gespräche zwischen den Zügen. Im Einzelspielermodus tritt man gegen einen CPU-Gegner an, der bewusst menschlich und nicht unfehlbar programmiert wurde. Der Online-Multiplayer befindet sich noch in Entwicklung; ein Release-Zeitpunkt oder weitere Details liegen derzeit nicht vor.
Die Spieldauer reicht von kurzen Fünf-Minuten-Duellen bis hin zu längeren Hin-und-Her-Kämpfen, je nachdem, wie viele Runden die Spieler fortsetzen möchten. Der Fokus liegt auf kurzen, wiederholbaren Partien, die auch bei wenig Zeit passen, aber bei Bedarf auch längere Sessions ermöglichen.
Charaktere und Fortschritt
Durch normales Spielen schaltet man ein Roster von sechzehn Kämpfern frei. Jeder dient ausschließlich als kosmetische Wahl und beeinflusst das Gleichgewicht nicht. Beispiele sind ein grollender Gorilla, eine Ente im Admiral-Look, eine Geschäftstaube mit Aktenkoffer oder ein gothischer Toaster, der kochend heiße Projektile abfeuert. Bananen, die am Ende jeder Partie verdient werden, sind die einzige Währung für diese Freischaltungen - ohne echte Währung als Alternative und ohne die Gefahr, zukünftige Inhalte zu verpassen.
Weitere Charaktere sind langfristig geplant, doch das aktuelle Set bietet bereits ausreichend optische und charakterliche Vielfalt, ohne die Kernmechanik zu verändern. Jeder Kämpfer nutzt dieselben Steuerungselemente für Winkel und Stärke, sodass der Fokus stets auf Fertigkeit statt auf Roster-Kenntnis liegt.
Lohnt es sich?
Blame the Wind richtet sich an Spieler, die reine, geschicklichkeitsbasierte Artillerie-Duelle ohne zusätzliche Fortschrittssysteme oder kompetitive Metas suchen. Der lokale Hotseat-Modus eignet sich besonders für Couch-Sessions mit Freunden, während der CPU-Gegner eine verlässliche Einzelspieler-Herausforderung ohne offensichtliches Schummeln bietet. Kurze Match-Längen und das Fehlen von Pay-to-Win-Elementen oder saisonalem Druck senken zusätzlich die Einstiegshürde.
Zerstörbare Umgebungen und wechselnde Windverhältnisse sorgen für echte Überraschungsmomente und Comeback-Chancen. Die integrierte GIF-Exportfunktion erleichtert das Teilen von Highlights. Wer auf dem PC eine unkomplizierte Strategiespiel-Erfahrung mit Schwerpunkt auf lokalem Spiel und einfacher Wiederholbarkeit sucht, findet hier ein Paket, das seinen eigenen Ansprüchen entspricht. Die Online-Funktionen könnten das Angebot später erweitern, doch die aktuellen lokalen und CPU-Optionen liefern den Kern des Spiels bereits vollständig.