Books for Bad Neighbors ist eine Singleplayer-Simulation mit Adventure-Elementen, die in einer Kleinstadt im Jahr 199X spielt. Die Spieler übernehmen die Rolle einer Buchhändlerin, die den Ladenalltag über ein altes Terminal mit orangefarbenem Bildschirm abwickelt. Im Mittelpunkt steht die Abwicklung von Bestellungen, der Austausch mit Kundinnen und Kunden sowie das Zusammentragen persönlicher Geschichten aus den angefragten Büchern.
Gameplay
Der Tagesablauf besteht aus dem Bestellen von Neuware beim Lieferanten, dem Lesen eingehender E-Mails, dem Heraussuchen der gewünschten Titel aus dem Lager, dem Verpacken der Sendungen und dem Erreichen einer täglichen Quote. Die Benutzeroberfläche des Retro-Computers bestimmt alle Interaktionen. Das Sortiment des Lieferanten ändert sich wöchentlich, und manche Bücher verschwinden endgültig, sobald sie ausverkauft sind. Wer genau hinsieht, erkennt in den Bestellungen Details über die Kundinnen und Kunden, die über die eigentlichen Wünsche hinausgehen.
Briefe von Stammkundinnen und -kunden werden mit jeder weiteren Lieferung ausführlicher. So erfährt die Buchhändlerin nach und nach verborgene Seiten ihrer Lebenssituationen, die sich aus den Lesegewohnheiten ablesen lassen. Der Ablauf wiederholt sich über mehrere Tage, und der Laden schließt jeden Abend um sechs.
Die Quoten sorgen für ständigen Druck, denn das Ablehnen bestimmter Aufträge kann zu Nachfragen führen, bei denen Kundinnen und Kunden den Standort der Buchhändlerin kennen. Die Arbeit wirkt auf den ersten Blick einfach, verlangt aber genaue Beobachtung jeder Anfrage und Antwort.
Spielmodi
Das Spiel ist ausschließlich als Singleplayer-Erfahrung konzipiert und konzentriert sich auf die erzählerische Entwicklung durch den täglichen Ladenbetrieb. Es gibt keine separaten Wettbewerbs- oder Koop-Modi, und alle Handlungen bleiben innerhalb der Buchhandlung auf dem simulierten 199X-Terminal.
Entscheidungen darüber, welche Aufträge angenommen oder abgelehnt werden, beeinflussen die verfügbaren Informationen und den Ausgang der Geschichte. Die Struktur setzt auf wiederholte Tageszyklen, die sich zu mehreren möglichen Enden entwickeln, je nachdem, welche Verkäufe und Interaktionen über die Zeit hinweg stattfinden.
Handlung und Entscheidungen
Mehrere Rätsel entfalten sich allmählich durch die Bestellungen und Briefe, die im Laden eingehen. Die Leselisten der Kundinnen und Kunden geben Einblick in ihre jeweiligen Lebensumstände, und mit jeder weiteren Lieferung werden die Angaben in den Briefen detaillierter. Die Erzählung baut auf diesen schrittweisen Enthüllungen auf, statt auf direkten Dialogen oder Erkundungen außerhalb des Ladentresens.
Die Enden richten sich danach, welche Bücher verkauft und welche Personen bedient wurden. Manche Anfragen bergen Risiken, die gegen die Notwendigkeit abgewogen werden müssen, die Quote zu erfüllen. Die gesamte Geschichte bleibt auf den Betrieb des Ladens und die digitalen Aufzeichnungen des alten Terminals beschränkt.
Lohnt sich das Spiel?
Books for Bad Neighbors spricht Spieler an, die ruhige, beobachtungsstarke Simulationsspiele mit starken erzählerischen Elementen schätzen. Der Fokus auf tägliche Routinen und das langsame Aufdecken persönlicher Geschichten passt zu denen, die stille, introspektive Erlebnisse bevorzugen, statt Action oder weiträumige Erkundung.
Als noch nicht erschienenes Spiel ohne veröffentlichte Version oder Spielerfeedback richtet es sich vor allem an Fans narrativ geprägter Simulationen, die den spezifischen 199X-Look und die Mechanik einer kleinen Buchhandlung mit detaillierter Kundenbeobachtung schätzen. Das Singleplayer-Format und die Wahlmöglichkeiten, die zu unterschiedlichen Enden führen, bieten eine geschlossene Geschichte, die sich durch den kontinuierlichen Ladenbetrieb entfaltet.