Castle Morihisa ist ein strategisches Indie-Roguelike, das auf dem PC Deckbuilding mit Roguelike-Progression verbindet. Spieler übernehmen die Rolle eines Spions, der in einer abgelegenen Festung Unruhen untersuchen soll - und dabei auf Yokai und Gestalten aus der Folklore trifft, die den Weg zur Wahrheit über einen drohenden Aufstand versperren.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht der Aufbau und die stetige Verfeinerung eines Decks über mehrere Begegnungen hinweg. Jede Partie beginnt mit einem Basis-Deck, das einer von vier Klassen zugeordnet ist. Mit fortschreitenden Kämpfen verdienen Spieler Münzen, um neue Karten in Läden zu kaufen und Talente auszuwählen, die den Spielstil verändern. Über 300 Karten ermöglichen unterschiedliche Herangehensweisen - von defensiven Aufbauten bis hin zu explosiven Schadensspitzen.
Der Monk setzt auf Meditation, um sich zu reinigen und vorzubereiten, und kombiniert dies mit Mantra-Effekten für Angriff und Verteidigung. Durch Talent-Wahl lässt sich der Fokus während eines Laufs flexibel verschieben. Der Samurai konzentriert sich auf einzelne, kraftvolle Schläge, die durch Sakura- und Retaliate-Mechaniken verstärkt werden und auf extreme Schadenswerte abzielen. Der Onmyoji beschwört Shikigami-Geister, die mit Blutesenz angetrieben werden, und nutzt Leech-Talente, um in langen Kämpfen durchzuhalten. Der Ninja setzt auf Kombos mit neun Mantra-Siegeln, Kunai und Shuriken und erfordert präzise Abfolgen für maximale Wirkung.
Gefallene Helden der Sengoku-Zeit können als optionale Verbündete hinzugezogen werden. Jeder bringt eigene Fähigkeiten mit, die schwierige Begegnungen entscheidend beeinflussen können. Zufällig generierte Kämpfe gegen Yokai sorgen für Abwechslung, während die Struktur des Spiels zum Experimentieren mit Klassen-Talenten und Kartensynergien anregt.
Spielmodi
Castle Morihisa bietet ein Einzelspieler-Roguelike-Format, das auf wiederholten Durchläufen basiert. Spieler wählen eine Klasse und versuchen, durch eine Abfolge von Kämpfen Castle Morihisa zu erreichen. Jeder Versuch erweitert das Deck durch Kampfbelohnungen und Einkäufe, wobei der dauerhafte Fortschritt auf Freischaltungen und Erfahrung beschränkt bleibt - ohne mitgebrachte Stärke aus vorherigen Läufen.
Prozedurale Elemente sorgen dafür, dass kein Durchlauf dem anderen gleicht. Begegnungen greifen auf Gegner aus der japanischen Folklore zurück, und die Notwendigkeit, das Deck während des Spiels anzupassen, bildet die zentrale Herausforderung. Es gibt keine separaten kompetitiven oder kooperativen Modi - das Erlebnis konzentriert sich ausschließlich auf solo gespielte Roguelike-Deckbuilding-Sessions.
Klassenstrategien und Deckbuilding-Tiefe
Jede Klasse fördert unterschiedliche Prioritäten beim Deckaufbau. Monk-Spieler balancieren Meditation für Vorbereitung und Mantra für direkte Wirkung, oft unterstützt durch Talente, die beide Rollen ineinander überführen. Samurai-Läufe belohnen aggressives Scaling hin zu massiven Einzelschlägen, wobei Sakura-Blätter und Retaliate-Trigger Gegner bestrafen. Onmyoji-Decks setzen auf Geisterbeschwörung und Lebensentzug für Zermürbungssiege. Ninja-Builds erfordern die Beherrschung von Siegel-Kombinationen und Wurfgeschossen für flexible, anspruchsvolle Ausführungen.
Mitlaufend erworbene Talente erweitern diese Wege zusätzlich. Das System unterstützt sowohl direkte Schadensrennen als auch komplexere Kontrollstrategien - stets unter Berücksichtigung begrenzter Ressourcen über mehrere Begegnungen hinweg. Der Kartenpool mit über 300 Karten bietet ausreichend Vielfalt für mehrere funktionsfähige Builds pro Klasse, ohne dass externe Hilfsmittel nötig sind.
Lohnt sich das Spiel?
Castle Morihisa bietet ein anspruchsvolles Roguelike-Deckbuilding-Erlebnis mit vier klar unterschiedenen Klassen und japanischen Folklore-Themen. Die Steam-Bewertungen liegen derzeit bei „Gemischte" mit 66 Prozent positiv aus 347 Bewertungen - ein Spiegelbild der Wertschätzung für Grafik, Musik und mechanische Ideen bei gleichzeitiger Kritik an Balance und Abwechslung in manchen Durchläufen. Das Spiel richtet sich an Spieler, die iterative Deck-Optimierung und hohe Schwierigkeit in Einzelspieler-Sessions schätzen. Wer eine neue Variante des Genres mit klassenspezifischen Mechaniken und Verbündetenbeschwörung sucht, könnte den Kernloop nach den Patches, die einige Probleme behoben haben, als lohnenswert empfinden. Die Verfügbarkeit auf dem PC macht es für Fans strategischen Kartenspiels zugänglich, die thematische Kohärenz über eine breite Auswahl an Spielmodi stellen.