„Chess of the Hidden Gates" ist ein Einzelspieler-Strategiespiel, das Roguelike-Deckbuilding mit den Bewegungsregeln des chinesischen Schachs verbindet. Die Figuren werden auf einem Brett geführt, auf dem jede Karte eine konkrete Bewegung darstellt. Erfolg hängt hier nicht von Kampfwerten, sondern von der richtigen Positionierung ab. Entscheidend ist, das Spielfeld zu lesen, gegnerische Aufstellungen vorauszusehen und Gelände sowie Figureninteraktionen gezielt einzusetzen.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht der Aufbau und die Verfeinerung eines Decks aus 125 Karten in vier Seltenheitsstufen. Jede Karte steht für eine schachähnliche Aktion - etwa den Sprung eines Pferdes, einen Kanonenschuss über eine Figur hinweg oder den Vorstoß eines Bauern über die Flusslinie. Die Kämpfe finden auf einem Raster statt, auf dem Gegner feste Positionen einnehmen und Angriffe stets auf Felder, nicht auf abstrakte Lebenspunkte zielen. Eine falsche Platzierung kann die eigene Figur einkesseln, während eine gute Stellung Bedrohungen vollständig neutralisieren kann.
Drei Klassen bestimmen, wie das Deck über mehrere Durchläufe hinweg funktioniert. Der Pferdemeister sammelt Schwung durch Ketten-Sprünge und entlädt ihn in einem einzigen, kraftvollen Schlag. Der Bauernkommandant gewinnt Vorteile, indem er Stellung bezieht und nicht zieht; so entsteht eine Standhaft-Haltung, die Druck abfängt. Der Kanonenadept nutzt Relais-Schüsse, die durch deckende Figuren hindurch auf entfernte Ziele wirken. Beim Deckbau wählt man Karten, die zu einem dieser Systeme passen, und passt sie an die prozedural generierten Felder jedes Versuchs an.
Gegner erscheinen als etwa dreißig Bestien aus einem lebendigen Bestiarium. Jede trägt eigene Mechaniken und Hintergründe, sodass Spieler ihre Positionierung ständig anpassen müssen, statt auf wiederholte Kartenkombinationen zu setzen. Nach dem Sieg über eine Bestie werden zusätzliche Journal-Einträge freigeschaltet, die ihre Geschichte erweitern. Jeder Durchlauf bietet neu gemischtes Gelände, neue Bedrohungen und Belohnungen, sodass keine zwei Wege durch die Tore identisch verlaufen.
Game Modes
Das Spiel besteht aus einer Reihe von Einzelspieler-Durchläufen, die in drei Akte unterteilt sind. Die Spieler passieren aufeinanderfolgende Tore und stellen sich steigenden Herausforderungen, darunter verändertes Gelände und spezielle Boss-Begegnungen. Die Neun Sterne fungieren als rotierende Endgegner jedes Akts und bringen Regeländerungen mit, etwa Heilungseffekte für kleinere Gegner oder flächendeckenden Feuerschaden. Die finale Konfrontation stellt die Wahl gegen die verbliebene Seele Chiyous.
Der Fortschritt folgt dem Roguelike-Prinzip: Jeder Versuch beginnt mit einer frischen Deckkonfiguration, die von frĂĽheren Entscheidungen und Entdeckungen beeinflusst wird. Kartenfunde und Bestien-Begegnungen variieren und belohnen Spieler, die ihre drei Klassensysteme an neue Brettbedingungen anpassen. Separate Wettbewerbs- oder Koop-Modi sind nicht vorgesehen; der Fokus liegt auf iterativen Einzelspieler-Versuchen, die Acht Tore zu durchbrechen.
Visuals and Presentation
Die Kulisse erinnert an den Schreibtisch eines Gelehrten mit lackiertem Brett, geschnitzten Figuren und atmosphärischen Details wie Räucherwerk und Kerzenlicht. Das gesamte Spielfeld ist das Schlachtfeld; alle Aktionen bleiben auf einem kompakten Raster beschränkt. Diese Präsentation unterstreicht das Thema eines alten Endspiels, das unter der Kontrolle des Spielers wieder aufgenommen wird. Die Gegner stammen aus historischen und mythischen Bezügen zur Schlacht von Zhuolu.
Die Kartenillustrationen und FigurenentwĂĽrfe spiegeln die vier Seltenheitsstufen und die klassenspezifischen Mechaniken wider. Der Gesamteindruck bleibt bewusst auf das Tischbrett konzentriert, ohne expansive Umgebungen, und lenkt die Aufmerksamkeit auf die taktischen Entscheidungen auf den Feldern.
Is It Worth Playing?
„Chess of the Hidden Gates" richtet sich an Spieler, die bewusstes Positionieren und Deck-Synergien schätzen, statt schnellem Action oder rein numerischem Fortschritt. Die Verbindung von Roguelike-Elementen mit chinesischen Schachbewegungen schafft eine eigene Schleife, in der das Lesen des Brettes und das Antizipieren von Stellungen über den Ausgang entscheiden. Wer Deckbuilder schätzt, die sorgfältige Planung belohnen, dürfte die Klassensysteme und prozeduralen Bestien-Begegnungen über mehrere Durchläufe hinweg als ansprechend empfinden.
Das Spiel befindet sich noch in Entwicklung und soll im vierten Quartal 2026 erscheinen; derzeit liegen keine Nutzerbewertungen vor. Das Einzelspieler-Format und der Fokus auf strategische Tiefe sprechen Spieler an, die auf dem PC ein durchdachtes, wiederholbares Erlebnis suchen. Die endgültige Verfügbarkeit hängt vom Release ab; danach lässt sich beurteilen, wie sich die Mechaniken in der Praxis bewähren.