Cooking Carnage ist ein Indie-Simulationsspiel, das von Studierenden der Supinfogame Rubika in Frankreich entwickelt wurde. Die Spieler übernehmen die Rolle eines Kochs in einer engen Küche, der außerirdische Gäste bedient und dabei mit knappen Ressourcen wirtschaften muss - eine Situation, die die gewohnte Zubereitung von Speisen in etwas deutlich Direkteres verwandelt.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Bedienung eines Tresens, an dem Aliens mit Bestellungen nach Jelly eintreffen. Jeder Gast hat nur begrenzte Geduld, und die Spieler entscheiden selbst, wie sie die Aufträge erfüllen. Zutaten stammen direkt von den Kunden, sodass oft ein Gast entfernt werden muss, um Materialien zu gewinnen und anschließend das Gericht für den nächsten zuzubereiten. Vier spezialisierte Kochmaschinen übernehmen unterschiedliche Arbeitsschritte, und die Spieler halten sie effizient in Betrieb, um den Ausstoß aufrechtzuerhalten. Zwischen den Schichten lassen sich Upgrades erwerben, die Geschwindigkeit, Kapazität und Verdienst verbessern und so längere Durchläufe sowie höhere Trinkgelder von zufriedenen Aliens ermöglichen.
Mit zunehmender Besetzung der Plätze steigt der Zeitdruck. Die Spieler jonglieren zwischen dem Servieren fertiger Bestellungen, der Auswahl der nächsten Maschine und dem Freiräumen von Plätzen. Da nur ein Gericht - Jelly - existiert, ergeben sich verschiedene Kombinationen, die unterschiedliche Maschinenabfolgen erfordern und so eine ständige Optimierung des Arbeitsablaufs fördern. Geduldsbalken an jedem Gast sorgen für zusätzliche Spannung und belohnen schnelle Entscheidungen, die den Durchsatz und den Profit des Tresens sichern.
Spielmodi
Cooking Carnage ist ein reines Einzelspieler-Erlebnis ohne separate Mehrspieler- oder Wettbewerbsmodi. Alle Aktivitäten finden in derselben Kücheneinstellung über aufeinanderfolgende Schichten statt. Der Fortschritt ergibt sich aus wiederholten Durchläufen, die zusätzliche Modifikatoren und Küchenverbesserungen freischalten und so die Session verlängern. Die Struktur bleibt von Schicht zu Schicht gleich und konzentriert sich auf das Überleben durch effiziente Gästeabfertigung und Ressourcenmanagement, statt auf verzweigte Szenarien oder alternative Regelsätze.
Kernmechaniken und Fortschritt
Die Gäste-Verwaltung bildet den zentralen Spannungspunkt. Aliens bestellen stets dasselbe Grundgericht, verlangen aber jedes Mal eine frische Zubereitung, und die Spieler entnehmen bei Bedarf direkt vor Ort die Zutaten. Der Einsatz der Maschinen erfordert eine sorgfältige Abfolge, um Leerlaufzeiten zu vermeiden, während Upgrades dauerhafte Steigerungen von Produktivität und Einnahmen bringen. Der Wirtschaftskreislauf belohnt konstante Leistung mit mehr Geld für weitere Verbesserungen und schafft so einen stetigen Kompetenzaufbau über mehrere Schichten hinweg. Begrenzte Geduld bei jedem Gast zwingt zur Priorisierung, und die Spieler lernen, sofortigen Service gegen die Notwendigkeit abzuwägen, Vorräte aus der Warteschlange zu ergänzen.
Lohnt sich das Spiel?
Das Spiel befindet sich noch in der Entwicklung und ist auf seiner Steam-Seite als „demnächst verfügbar" gelistet; Nutzerbewertungen liegen derzeit nicht vor. Sein Reiz liegt in der ungewöhnlichen Mischung aus Kochsimulation und Gäste-Entfernung innerhalb einer kompakten, upgrade-getriebenen Schleife. Fans kurzer Indie-Titel, die auf Optimierung und schwarzen Humor setzen, könnten die Routine nach der Veröffentlichung als spannend empfinden. Wer klassische Restaurant-Management-Spiele ohne gewalttätige Wendung sucht oder längere narrative Kampagnen bevorzugt, wird den Umfang wahrscheinlich als enger empfinden. Die Verfügbarkeit hängt vom finalen Release ab, danach lässt sich die Einzelspieler-Struktur direkt durch das Spiel selbst bewerten.