Cuban Missile Crisis: Ice Crusade ist ein Strategiespiel, das Echtzeit-Taktik mit rundenbasiertem Planen auf einer globalen Karte verbindet. Als eigenständiges Add-on zum Original erschienen, versetzt es die Spieler in ein alternatives 1967: Nach dem Atomkrieg im Zuge der Kubakrise hat ein nuklearer Winter die Welt erfasst. Sowjetische Truppen starten die „Ice Crusade" und rücken über die Arktis gegen amerikanisches Gebiet vor - die südlichen USA und Nordmexiko werden zum Hauptschlachtfeld.
Gameplay
Das Spiel wechselt zwischen einer rundenbasierten Strategieebene und Echtzeit-Gefechten. Auf der Weltkarte verwalten Spieler Ressourcen, positionieren Einheiten und planen Operationen in einer vom nuklearen Winter geprägten Umgebung. Sobald Kämpfe beginnen, wechselt die Kontrolle in eine isometrische Echtzeitansicht, in der Positionierung, Gelände und Einheitenzusammensetzung über den Ausgang entscheiden. Wer strategisch vorausschauend plant, erhält klare Vorteile in den anschließenden Gefechten.
Neue Schauplätze liegen vor allem in urbanen und wüstenartigen Regionen des südlichen Nordamerika. Eisige Bedingungen beeinflussen Sichtweite und Beweglichkeit. 22 zusätzliche Einheiten - darunter der T-60, der Hunter, der Chieftain, der Grand MLRD und die Selbstfahrlafette Akatsia - erweitern das Arsenal. Zwei Super-Einheiten, die Convair-49 und der 240-mm-Mörser Tyulpan, bringen neue taktische Optionen für Großoperationen. Die Erweiterungen fügen sich nahtlos in die bestehende Hybridmechanik ein.
Spielmodi
Im Einzelspielermodus stehen zwei Kampagnen zur Verfügung - eine für die UdSSR, eine für die USA. Zusammen umfassen sie zehn Szenarien mit über 25 strategischen Missionen. Jede Mission folgt der Alternate-History-Prämisse und verlangt ein Zusammenspiel aus strategischer Planung und taktischem Geschick. Im Mehrspielermodus können Spieler direkt gegeneinander oder kooperativ antreten und dabei auf dasselbe Einheitenarsenal und dieselben Karten zurückgreifen.
Da beide Modi auf denselben Systemen basieren, bereiten die Kampagnen optimal auf Multiplayer-Partien vor. Weitere Spielmodi sind nicht enthalten.
Setting und Fraktionen
Die Handlung spielt in einer Welt, die unter nuklearer Abkühlung leidet. Die Sowjetunion nutzt die geschwächte Lage der USA für die „Ice Crusade". Spieler wählen entweder die UdSSR oder die USA und erhalten Zugriff auf fraktionsspezifische Einheiten, die sowohl historische als auch fiktive Modelle umfassen. Im Mittelpunkt steht der militärische Konflikt auf vereisten und ariden Schauplätzen; politische Hintergründe bleiben im Hintergrund.
Das Gleichgewicht der Fraktionen wird durch die neuen Einheiten und Superwaffen bestimmt, die das bestehende Roster ergänzen. Verlassene amerikanische Städte und mexikanische Grenzregionen bilden die Hauptkampfgebiete und beeinflussen Sichtlinien und Mobilität spürbar.
Lohnt sich das Spiel?
Auf Steam erhält das Spiel eine „Größtenteils positiv"-Bewertung von 77 Nutzern. Es spricht Fans klassischer Echtzeit-Strategie an, die rundenbasierte Planung und Alternate-History-Szenarien schätzen. Die Herausforderung liegt darin, Ressourcen über beide Ebenen hinweg zu koordinieren und sich an Umweltfaktoren wie dem nuklearen Winter anzupassen.
Wer methodisches Vorgehen mit intensiven Gefechten verbinden möchte, findet in den neuen Kampagnen und Einheiten reichlich Abwechslung. Das Spiel ist auf die Originalversion von 2005 beschränkt und erhält keine Updates mehr. Es bietet ein in sich geschlossenes Erlebnis für Einzelspieler-Kampagnen oder gelegentliche Multiplayer-Runden, jedoch keine Live-Service-Elemente.
- Hybrid aus rundenbasierter Strategie und Echtzeit-Gefechten
- Zwei fraktionsspezifische Kampagnen mit ĂĽber 25 Missionen
- Erweitertes Einheitenarsenal inklusive spezieller Super-Einheiten
- Mehrspielermodus parallel zum Einzelspielermodus