Dead Cells ist ein Singleplayer-Action-Platformer, der Roguelike- und Metroidvania-Elemente zu einem schnellen, intensiven Erlebnis auf der PS5 verbindet. Spieler übernehmen die Kontrolle über den Prisoner, ein unsterbliches, aber zerbrechliches alchemistisches Experiment, das Leichen besetzt, um eine weitläufige, ständig wechselnde Insel voller mutierter Gegner und Fallen zu durchqueren. Im Mittelpunkt steht der Loop aus Erkundung, Kampf und wiederholten Durchläufen: Stirbt man, beginnt alles von vorn - doch durch freigeschaltete Wege, Waffen und Fähigkeiten bleibt ein Teil des Fortschritts dauerhaft erhalten.
Gameplay
Das Spiel setzt auf präzises 2D-Seiten-scrolling mit Fokus auf Bewegung und Kampf. Zur Verfügung stehen zwei Waffen und zwei Skills: Waffen für direkte Angriffe, Skills für abklingende Fähigkeiten wie Projektile oder Fallen. Die Attribute Brutality, Tactics und Survival bestimmen den Build, den man über Upgrade-Scrolls während der Runs erweitert. Nach erlittenem Schaden startet ein kurzes Zeitfenster, in dem man durch Treffer auf Gegner Gesundheit zurückgewinnen kann. Der Breach-Mechanik unterbricht gegnerische Angriffe, sobald man während ihrer Animationen hohen Schaden verursacht, und schafft so Gelegenheiten für Anschlussangriffe.
Durch prozedurale Generierung verändern sich die Level bei jedem Versuch, mit verzweigten Pfaden und versteckten Bereichen, die gründliche Erkundung belohnen. Permadeath löscht die aktuelle Ausrüstung und temporären Upgrades, doch die gesammelten Zellen lassen sich beim Collector gegen Blueprints für neue Waffen, Mutationen und dauerhafte Verbesserungen eintauschen. Die Steuerung überzeugt mit reaktionsschnellem Platforming, Wandklettern und einem Ausweichroll, der als wichtigstes Abwehrmittel gegen anspruchsvolle Gegner dient. Der Kampf wirkt direkt und fordernd, belohnt gutes Timing und Positionierung statt hektisches Tastendrücken.
Die PS5-spezifischen Features nutzen das DualSense-Feedback für mehr Immersion. Adaptive Trigger zeigen Abklingzeiten an, Vibration und Lautsprecher-Effekte reagieren auf Treffer oder das Besiegen von Elite-Gegnern, die Lightbar zeigt die verbleibende Gesundheit an, und die Aktivitätsverfolgung hebt erworbene Boss Cells hervor. Diese Elemente ergänzen das Spielerlebnis, ohne die Kernmechaniken zu verändern.
Spielmodi
Dead Cells ist ausschließlich im Singleplayer-Modus spielbar. Jeder Run führt ohne Checkpoints bis zum finalen Boss, sodass man die gesamte Abfolge von Leveln und Begegnungen meistern muss. Meta-Progression überträgt sich zwischen den Durchläufen über freigeschaltete Inhalte und ermöglicht so schrittweise den Zugang zu neuen Gebieten und Werkzeugen.
Im Custom Mode, der mit einem großen Update hinzugefügt wurde, lassen sich Regeln wie Item-Verfügbarkeit, Gegnerverhalten und spezielle Modifikatoren anpassen. Der Assist Mode bietet weitere Optionen zur Barrierefreiheit, etwa die Anpassung von Gegnerschaden, Gesundheit und Fallenwirkung, ohne den Kern des Spiels zu vereinfachen. Beide Modi erhöhen die Wiederspielbarkeit, ohne Multiplayer- oder Wettbewerbselemente einzuführen.
Fortschritt und Systeme
Blueprints, die von Gegnern fallen oder in Leveln gefunden werden, bilden die Grundlage für langfristigen Fortschritt. Am Collector können Zellen ausgegeben werden, um sie für zukünftige Runs freizuschalten und so das Arsenal an Waffen, mutationsbasierten Spielstilen und Fähigkeiten zu erweitern. Die drei farbcodierten Stat-Pfade fördern unterschiedliche Builds, während Mutationen oft mit bestimmten Waffentypen synergieren und so strategische Tiefe schaffen.
Status-Effekte wie Betäubung, Gift, Blutung und Verbrennung erweitern die taktischen Möglichkeiten, während Umweltgefahren und Elite-Gegner die Anpassungsfähigkeit auf die Probe stellen. Die miteinander verbundene Welt öffnet mit zunehmendem Fortschritt neue Wege und macht frühe Runs zu einer Art Training für spätere, komplexere Versuche. Dadurch bleibt jede Partie trotz fehlender Speicherstände oder Checkpoints abwechslungsreich.
Lohnt sich Dead Cells?
Nach mehreren Jahren kontinuierlicher Updates, die 2024 mit dem letzten großen Patch endeten, bietet Dead Cells ein abgerundetes und poliertes Erlebnis. Das Spiel setzt auf geschicklichkeitsbasierten Kampf und strategische Entscheidungen in einem anspruchsvollen, aber fairen System - ideal für Fans von Roguelikes mit Metroidvania-Elementen. Der reine Singleplayer-Fokus und die wiederholten Versuche sprechen Spieler an, die hohe Schwierigkeit und Lernen durch Scheitern schätzen.
Seit dem Release erhält das Spiel durchgehend positive Resonanz für seine präzise Steuerung, die vielfältigen Kampfoptionen und das befriedigende Fortschrittssystem. Über zehn Millionen verkaufte Exemplare belegen die breite Anziehungskraft unter Action-Platformer-Fans. Auf der PS5 sorgt das verbesserte Feedback für zusätzliche Feinheiten in einem ohnehin schon reaktionsstarken Spiel. Es richtet sich an engagierte Spieler, die eine herausfordernde Schleife ohne saisonale Inhalte oder Multiplayer-Anforderungen suchen und dabei von der Systemtiefe und den Wiederholungsanreizen profitieren.