Death Fungeon ist ein kompaktes Indie-Adventure für den PC, das Puzzle-Plattforming mit Stealth- und Parkour-Elementen verbindet. Spieler steuern einen Häftling, der in einer gefährlichen Gefängniswelt im niedlichen Pixel-Art-Stil ausbrechen will. Die Herausforderung besteht darin, Wachen auszuweichen und gleichzeitig Fallen sowie unebenes Gelände durch präzise Bewegungen oder schnelle athletische Manöver zu meistern.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht das Vorankommen durch miteinander verbundene Gefängnisabschnitte, bei denen Timing und Positionierung entscheidend sind. Die seitlich scrollenden Level sind voll von Stacheln, beweglichen Plattformen und patrouillierenden Gegnern. Für den Stealth-Ansatz nutzt man Deckung und wartet auf günstige Lücken in den Patrouillenmustern. Wer den Parkour-Weg wählt, springt an Wänden ab, greift nach Kanten und verknüpft schnelle Sprünge, um Hindernisse mit höherem Risiko zu umgehen.
Die Steuerung setzt auf Präzision: Richtungseingaben für die Bewegung, separate Tasten für Sprung und Interaktion. Jeder Abschnitt fordert Beobachtungsgabe, da Sichtfelder der Wachen erkannt und alternative Routen gefunden werden müssen. Die klare Pixel-Art bleibt auch bei schnellen Bewegungen gut lesbar, sodass der Fokus auf der Strecke liegt. Kurze Rücksetzungen nach Fehlern ermutigen dazu, Routen gezielt zu verfeinern, ohne ganze Level neu spielen zu müssen.
Spielmodi
Death Fungeon bietet eine reine Einzelspieler-Kampagne ohne Multiplayer-Optionen oder zusätzliche Varianten. Innerhalb dieser Kampagne stehen zwei grundlegende Herangehensweisen zur Wahl. Der Stealth-Pfad setzt auf langsames, methodisches Vorankommen, bei dem der Charakter im Hintergrund bleibt und außerhalb der Sichtkegel der Wachen agiert. Der Parkour-Pfad legt den Schwerpunkt auf Tempo und Schwung, nutzt Wand- und Kantengriffe, um Abschnitte schneller zu überspringen.
Beide Stile lassen sich je nach Situation innerhalb eines Durchlaufs kombinieren. Manche Abschnitte belohnen es, mitten im Level den Ansatz zu wechseln, wenn eine Wache den stillen Weg blockiert oder ein athletischer Shortcut nach dem Beseitigen eines Hindernisses freigegeben wird. Das Fehlen weiterer Modi hält den Fokus auf der Beherrschung dieser beiden Navigationsarten über das gesamte Gefängnisgelände.
Leveldesign und Herausforderungen
Die Gefängnisumgebungen kombinieren statische Fallen mit dynamischen Wachenbewegungen. Frühe Bereiche führen grundlegende Sichtlinienverwaltung und einfache Sprünge ein, bevor bewegliche Plattformen und engere Zeitfenster hinzukommen. Spätere Abschnitte erhöhen die Komplexität durch überlappende Patrouillenrouten mehrerer Wachen, die präzise abgestimmte Handlungsabfolgen erfordern. Beide Lösungswege - Stealth und Athletik - bleiben in den meisten Räumen möglich, was bei wiederholten Durchläufen unterschiedliche optimale Routen entstehen lässt.
Plattforming-Abschnitte prüfen das räumliche Vorstellungsvermögen durch vertikale Kletterpassagen und horizontale Sprints, während Stealth-Passagen Geduld und Mustererkennung belohnen. Der Gesamtumfang bleibt überschaubar und lässt sich in wenigen konzentrierten Sitzungen ohne Füllmaterial bewältigen.
Lohnt sich das Spiel?
Auf Steam zeigt die Resonanz der Spieler überwiegend positiv, auch wenn die Zahl der Bewertungen noch überschaubar ist. Besonders gelobt wird die gelungene Mischung aus Rätsellösung und unterschiedlichen Fortbewegungsoptionen. Das Spiel spricht vor allem Fans kurzer Indie-Plattformer an, die gerne verschiedene Traversierstile ausprobieren, ohne lange Kampagnen oder kompetitive Elemente zu suchen. Der knappe Umfang eignet sich für alle, die eine abgeschlossene Erfahrung ohne großen Zeitaufwand wünschen.
Wer Pixel-Art-Ästhetik, die Spannung des Entdecktwerdens und die Freude an präzisen Sprungketten schätzt, wird vom Kernloop angesprochen. Die Verfügbarkeit auf dem PC senkt die Einstiegshürde für alle, die einen fokussierten Stealth-Plattformer aus der Indie-Szene der späten 2010er Jahre ausprobieren möchten. Das Spiel liefert konstanten Schwierigkeitsgrad ohne unnötige Komplexität und eignet sich daher gut für gezielte Spielsitzungen.