Death Not Guaranteed ist ein strategisches Singleplayer-Indie-Spiel, das Roguelite-Elemente mit Deckbuilding und Nekromantie-Mechaniken verbindet. Spieler übernehmen die Rolle eines Überlebenden, der einen endlosen Zeitkreislauf durchbrechen will, den ein mächtiger Lich verursacht hat. Im Mittelpunkt steht das Besiegen von Gegnern, das Hinzufügen dieser Einheiten zur eigenen Sammlung und ihr Einsatz in späteren Kämpfen - bei gleichzeitiger Verwaltung von Zaubern und Artefakten über prozedural beeinflusste Durchläufe hinweg.
Gameplay
Das zentrale System bildet das Creature Grimoire. Jeder besiegte Gegner, auch Bosse, lässt sich in diese Sammlung aufnehmen. Kreaturen werden direkt aus dem Grimoire beschworen, nicht aus einem gemischten Deck gezogen, was jederzeit eine flexible Teamzusammenstellung ermöglicht. Fallen Kreaturen im Kampf, können sie erneut erhoben werden. Zusätzliche Stärke entsteht, indem Kreaturen Gegner verschlingen und dadurch Fähigkeiten übertragen - so entstehen komplexe Synergien zwischen den Einheiten.
Zauberei bildet die zweite Säule. Neue Zauber bringen abwechslungsreiche Mechaniken ins Spiel, die sowohl mit Kreaturen als auch mit dem Schlachtfeld interagieren. Artefakte verändern dauerhaft, wie Zauber und Beschwörungen funktionieren, während schwächere Zauber entfernt werden können, um das Deck fokussiert zu halten. Der Fortschritt belohnt das Ausprobieren von Kombinationen, die Stärken über mehrere Durchläufe hinweg verstärken.
Die Erkundung umfasst sieben unterschiedliche Biome, jedes mit eigenen Gegnern und einem eigenen Boss. Spieler wählen ihre Routen strategisch und wägen die Stärken ihrer aktuellen Sammlung gegen die Bedrohungen des Bioms ab. Elite-Begegnungen bieten höhere Belohnungen bei größerem Risiko. Jedes Biom enthält zudem ein rettbares Haustier, dessen Spezialfähigkeit den Spieler für den Rest des Durchlaufs begleiten kann.
Spielmodi
Standard-Durchläufe setzen auf Wiederspielbarkeit durch vielfältige Möglichkeiten der Gegnerkontrolle und Zauberkombinationen. Unterschiedliche Strategien ergeben sich aus der Bandbreite an Kreaturen und Synergien. Descent into Darkness-Modi führen schrittweise steigende Schwierigkeitsstufen ein, die die Beherrschung der Kernsysteme auf die Probe stellen. Kreative Einschränkungen, etwa das Spielen nur mit Zaubern, erweitern die Herausforderungen, ohne die grundlegende Spielschleife zu verändern.
Optik und Designansatz
Handgezeichnete Grafiken in 4K unterstreichen den Dark-Fantasy-Ton. Karten- und Kreaturenbeschreibungen bleiben knapp gehalten, sodass die Komplexität in der Entdeckung von Wechselwirkungen zwischen mehreren Elementen liegt. Das Design lässt bewusst Raum für erfahrene Spieler, Kombinationen zu finden, die über das Erwartete hinausgehen, und belohnt sorgfältige Planung und Iteration.
Lohnt es sich?
Death Not Guaranteed richtet sich an Spieler, die Roguelite-Deckbuilder schätzen, die auf Sammlung und Synergie statt auf klassisches Kartenziehen setzen. Der Fokus auf dauerhafte Ergänzungen der Kreaturenliste und die Möglichkeit, gefallene Einheiten wiederzubeleben, schafft eine eigene Schleife rund um Armeeaufbau und Anpassung. Wer strategische Singleplayer-Erfahrungen mit hohem Wiederspielwert durch Biom-Auswahl und Schwierigkeitsanpassung sucht, wird die Systeme als passend empfinden. Als neu angekündigtes Spiel wird sein vollständiger Umfang erst zum Release deutlich, doch die beschriebenen Mechaniken bieten bereits eine klare Grundlage für wiederholtes strategisches Experimentieren.