Dragon Hoard Keeper ist ein entspanntes Einzelspieler-Simulationsspiel in einer handgemalten Welt, in dem man den antiken Schatzhort eines Drachen verwaltet. Im Mittelpunkt stehen Ladenführung, detaillierte Begutachtung, Restaurierung und Handwerk - alles in einem ruhigen Tempo ohne Zeitdruck oder Wettbewerb.
Gameplay
Jeden Tag beginnt der Arbeitstag im Laden über dem Hort. Kunden bringen Wünsche mit, die von direkten Käufen über vage Geschichten bis hin zu beschädigten Relikten reichen. Mit fünf speziellen Werkzeugen - Pinsel, Hammer, Lupe, Kristallkugel und UV-Lampe - untersucht man die Objekte und ermittelt Typ, Material, Epoche, Element und Seltenheit, die anschließend exakt in einem Bericht festgehalten werden.
Bei der Restaurierung wählt man am Arbeitstisch für jede Beschädigung das passende Werkzeug aus; Fehler können sichtbare Kratzer hinterlassen. Beim Schmieden neuer Gegenstände werden Hammerschläge auf ausgewählte Materialien und Elemente abgestimmt, danach entscheidet man zwischen Ausstellungswert und Haltbarkeit. Zusätzlich lassen sich besondere Materialien aus den Höhlen einsetzen, um Seltenheit und Stabilität zu beeinflussen.
Nach Ladenschluss steigt man mit einer Laterne in die Höhlen hinab und erkundet sie in der Egoperspektive. Über siebzig handgemalte Szenen verzweigen sich an Wegkreuzungen, wo man in entspanntem Tempo Materialien und gelegentlich versteckte Schätze einsammeln kann. Dieser Ablauf wiederholt sich über eine hunderttägige Kampagne, in der Laden-Erweiterungen neue Schatz-Kategorien und anspruchsvollere Begutachtungsaufgaben freischalten.
Spielmodi
Im Hauptspiel durchläuft man eine strukturierte hunderttägige Kampagne. Durch sorgfältigen Kundenservice steigt das Vertrauen des Drachen, was sich auf Tributkosten und die Qualität der angebotenen Objekte auswirkt. Je nach Herangehensweise und Entscheidungen ergeben sich neun unterschiedliche Enden.
Nach Abschluss wird ein Endlosmodus freigeschaltet, in dem man ohne Tributverpflichtungen unbegrenzt weiterarbeiten kann. Besondere Ereignisse unterbrechen den Alltag, darunter Drachenprüfungen, die Begutachtung, Restaurierung und Schmieden kombinieren, sowie gelegentliche Räuberüberfälle, die man mit selbst geschmiedeten Gegenständen abwehrt.
Fortschritt und Ladenfunktionen
Das mit erfolgreichen Verkäufen verdiente Gold fließt in Ladenverbesserungen und bessere Werkzeuge. Mit wachsendem Platz erscheinen nach und nach neue Kundentypen und sechsundzwanzig Schatz-Kategorien. Die Ruhmeshalle zeigt die wertvollsten Schmiedestücke im Vergleich zu sechs Konkurrenzarbeiten und bietet so eine langfristige Messlatte für die eigene Handwerkskunst.
Insgesamt treten einundfünfzig Kunden auf, darunter acht wiederkehrende Figuren mit eigenen Geschichten. Ein Begutachter-Notizbuch dient als zehnteiliger Nachschlagewerk für alle Entdeckungen. Sechs besondere Höhlenmaterialien ermöglichen weitere Anpassungen beim Schmieden, und das System unterstützt durch unterschiedliche Kundeninteraktionen und Materialwahl mehrere Durchgänge.
Lohnt sich das Spiel?
Dragon Hoard Keeper richtet sich an Spieler, die ruhige, bedächtige Simulationsspiele mit Fokus auf Beobachtung und Handwerk schätzen. Ohne Scheitern oder Zeitlimits kann man sich ganz auf Kombinationsfähigkeit und sorgfältige Arbeit konzentrieren, während der Tag-Nacht-Rhythmus und die verzweigten Enden für Wiederspielbarkeit sorgen, ohne dass man jedes System meistern muss.
Durch den Schwerpunkt auf haptischem Umgang mit Objekten und erzählerischen Kundenerlebnissen spricht das Spiel alle an, die ein ruhiges, selbstbestimmtes Erlebnis ohne Action oder Mehrspieler-Elemente suchen. Als Titel mit geplantem Release im Januar 2027 wird sich die Aufnahme daran messen lassen, wie die beschriebenen Mechaniken in der finalen Version umgesetzt sind - die Systeme orientieren sich jedoch eng an bewährten gemütlichen Laden- und Rätseltraditionen.