Fishing: Barents Sea ist eine kommerzielle Fischerei-Simulation für den PC. Spieler übernehmen das Steuer von Fangschiffen in einer detaillierten Nachbildung der Barentssee vor Nordnorwegen und bauen ein Unternehmen auf, das mit einem kleinen geerbten Boot beginnt und durch gezielte Upgrades sowie sorgfältige Planung wächst.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht das Aufspüren von Fischschwärmen, das Ausbringen der Ausrüstung und die Rückkehr in den Hafen unter Einhaltung der Jahresquoten. Sonar, Radar und GPS helfen dabei, die offene Weltkarte zu erkunden, die auf realen norwegischen Küstenverläufen basiert. Das Verhalten der Fische reagiert auf Jahreszeiten und Wassertemperaturen, die aus zwanzig Jahren Wetterdaten stammen - wer seine Ausfahrten danach ausrichtet, erzielt bessere Ergebnisse.
Die Flotte reicht von einfachen Booten bis hin zu großen Trawlern, insgesamt stehen sieben Schiffe zur Verfügung. Ob Langleinen, Netze oder Schleppnetze - jede Methode erfordert präzise Steuerung. Lizenzierte Scanmar-Systeme wie Türsensoren und das TrawlEye liefern Echtzeitdaten zum Fangverhalten und ermöglichen gezielte Anpassungen. Im Inventar finden sich Messer zum Ausnehmen, Haken und Ferngläser. In den Häfen lassen sich Crewmitglieder in der Kneipe anheuern, Nebenaufträge annehmen, Schiffe reparieren oder aufrüsten, Kredite aufnehmen und Vorräte kaufen. Dynamische Tag-Nacht-Wechsel, Mondphasen, wechselhaftes Wetter und weitere KI-gesteuerte Schiffe sorgen für lebendige Seebedingungen.
Spielmodi
Im Zentrum steht eine Singleplayer-Karriere. Fortschritt ergibt sich durch erfolgreiche Fangfahrten, mit deren Erlösen bessere Ausrüstung und größere Boote erworben werden können - stets innerhalb der Quotengrenzen. Die weitläufige Karte lässt sich frei erkunden, und Hafenbesuche bieten optionale Aufträge für zusätzliches Einkommen oder Abwechslung. Es gibt keine separaten Mehrspieler- oder Wettbewerbsmodi; alles spielt sich in dieser beständigen Singleplayer-Welt ab.
Fortschritt und Management
Am Anfang stehen grundlegende Techniken mit begrenzter Ausrüstung. Mit steigenden Gewinnen erweitert sich die Flotte und die Fangmethoden werden verfeinert. Die Quotenverwaltung erfordert langfristige Planung: Welche Arten sollen wann gefangen werden, und wann lohnt sich ein Nachschub? Crew-Management und Wartung der Schiffe halten den Betrieb am Laufen, während die realistische Fisch-KI dafür sorgt, dass Schwärme je nach Bedingungen wandern.
Lohnt sich das Spiel?
Die Steam-Bewertungen liegen bei „Größtenteils positiv". Viele loben die realistischen Fangmechaniken und das Gefühl, ein Unternehmen von kleinen Anfängen an aufzubauen. Die Simulation spricht Spieler an, die methodisches Planen, Bootsführung und Ressourcenmanagement in einer ruhigen Umgebung schätzen. Manche bemängeln die langen Reisen über die große Karte und das langsamere Tempo bei längeren Touren - was vor allem eingefleischte Simulationsfans anspricht. Das Spiel ist mit seinem ursprünglichen Funktionsumfang, einschließlich der lizenzierten Ausrüstung und der jahreszeitlichen Umwelteinflüsse, weiterhin erhältlich und richtet sich an alle, die kommerzielles Angeln mit Tiefgang bevorzugen.