Ghost Platoon ist ein auf Mehrspieler ausgelegter Ego-Shooter, der in Unreal Engine 4 entwickelt wurde. Im Mittelpunkt stehen direktes Schießen und sorgfältig gestaltete Karten, während komplexe Systeme und aktuelle Shooter-Trends bewusst außen vor bleiben. Die Spieler liefern sich reinen PvP-Kampf in handgefertigten Umgebungen, sammeln Waffen während des Spiels und versorgen sich mit Medikits statt auf automatische Regeneration zu setzen.
Gameplay
Im Kern geht es um schnelle Bewegungen und direkte Gefechte. Matches belohnen schnelle Reaktionen und ein gutes Kartenverständnis, da jede Location zwischen offenen Sichtlinien und engen Räumen wechselt. Zur Auswahl stehen Pistolen, Maschinenpistolen, Schrotflinten und Sturmgewehre, die spontan aufgesammelt werden - ohne feste Loadouts oder Klassen. Dadurch dreht sich jede Runde allein um individuelles Können und Positionierung statt um Ausrüstung.
Die Gesundheitsverwaltung sorgt für zusätzliche Spannung. Da es keine passive Regeneration gibt, müssen Spieler Medikits auf den Karten finden, um sich zu heilen. Ohne Klassen startet jeder auf Augenhöhe, und Erfolg hängt von Bewegung, Treffsicherheit und dem Lesen der Umgebung ab. Die klare Darstellung von Gebäuden und Gelände unterstützt diese taktische Ausrichtung.
Spielmodi
Mehrere Modi unterstützen Spielerzahlen von zwei bis sechzehn. Im klassischen Deathmatch gewinnt, wer die meisten Kills erzielt. Im Team Deathmatch zählt die Gesamtleistung des Teams. Bot Deathmatch mischt KI-Gegner unter die menschlichen Spieler und sorgt für zusätzliches Chaos.
Resource War lässt zwei Teams um Nachschub kämpfen, der von KI-Einheiten abgeworfen wird. Golden Gun platziert einen starken Revolver in der Mitte der Karte und macht ihn zum Ziel eines Wettlaufs. AIM beschränkt die Teilnehmer auf Sniper und ihre Startbasen und erzeugt so langreichweitige Duelle für kleinere Gruppen. Im Melee-Modus gibt es keine Schusswaffen, sodass nur Nahkampf mit Fäusten bleibt.
Karten und Umgebungen
Elf unterschiedliche Karten bieten Abwechslung in Größe und Spielgefühl. Village zeigt ein ruhiges Dorf, das plötzlich zum Kampfgebiet wird. Storm kombiniert Straßen im Freien mit Innenräumen und verlangt ständige Anpassung an verschiedene Reichweiten. Crosspoint dreht sich um einen abgestürzten Helikopter und gepanzerte Fahrzeuge zwischen Ruinen. Depot liegt in einer abgelegenen Wüste, während Garage ein heruntergekommenes Mehrgeschossgebäude mit Wasser und Trümmern bietet.
Temple führt durch enge Gänge zu einem offenen Innenhof. Sunset erstreckt sich über eine tropische Insel mit Hütten, Brücken, Pflanzen und Stränden. Container ist eine kompakte Arena für intensive Nahkämpfe. Trainyard umfasst weite Industrieanlagen mit mehreren betretbaren Gebäuden. Treehouse ermöglicht erhöhte Positionen für weitreichende Schüsse, und Backalley lässt Kämpfe zwischen gegenüberliegenden Apartmenthäusern über einen Platz hinweg stattfinden.
Fortschritt und Old-School-Prinzipien
Durch Kills sammelt man Erfahrung und steigt durch 140 Ränge auf. Mit höheren Rängen werden Charakter-Skins freigeschaltet. Das Design verzichtet bewusst auf moderne Annehmlichkeiten wie Loadout-Anpassung oder Klassenfähigkeiten und konzentriert sich stattdessen auf das direkte Ausschalten von Gegnern und die Anpassung an verfügbare Waffen.
Lohnt sich das Spiel?
Ghost Platoon richtet sich an Spieler, die ungeschminkte Mehrspieler-Shooter mit Fokus auf Kartenkenntnis und direktem Gunplay bevorzugen. Die Modi und Karten bieten innerhalb einer kleinen Spielerbasis konstante Abwechslung, und das Old-School-Regelwerk sorgt für ein anderes Gefühl als bei aktuellen Titeln. Das Spiel erschien 2018 und ist weiterhin mit einer Demo zum Testen verfügbar. Die Steam-Bewertungen fallen überwiegend negativ aus, basierend auf einer begrenzten Anzahl an Rezensionen. Wer schnelles, skillbasiertes PvP ohne zusätzliche Schichten sucht, könnte Gefallen daran finden, während Spieler, die regelmäßige Updates oder große Communities erwarten, eher woanders fündig werden.