Guild of the Tower ist ein partybasiertes RPG, das Strategie, Simulation und Indie-Elemente auf dem PC vereint. Spieler bauen und führen eine Gilde, während sie Heldenteams in einen endlosen Turm voller unbekannter Gefahren schicken. Das Spiel legt den Fokus auf langfristige Planung statt auf direkte Steuerung und dreht sich um Rekrutierung, Ressourcenverteilung und automatisierte Kampfentscheidungen.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht der Ausbau einer Gilde von einem kleinen Betrieb zu einer tragfähigen Organisation. Die Rekrutierung greift auf ein Heldenverzeichnis zurück, in dem jeder Held eigene Hintergründe, Persönlichkeiten und Eigenschaften mitbringt, die sich auf Leistung und Interaktionen auswirken. Helden lassen sich spezialisierten Einrichtungen wie der Schmiede für die Herstellung von Ausrüstung, dem Trainingsgelände für die Verbesserung von Fertigkeiten oder der Krankenstation zur Genesung zuweisen. Stimmung, Erschöpfung und Verletzungen erfordern ständige Beachtung, da überlastete Teams während Expeditionen höhere Risiken eingehen.
Im Schmied und im Alchemielabor entsteht Ausrüstung aus Materialien, die bei regionalen Einsätzen gesammelt wurden. Beziehungen zwischen Helden entwickeln sich mit der Zeit durch gemeinsame Aktivitäten und können sich je nach Verlauf festigen oder belasten. Gildegebäude wie Schlafraum und Taverne lassen sich ausbauen, um Lebensqualität und Betriebsabläufe zu verbessern. Gefallene Helden unterliegen dem Permadeath und bleiben dauerhaft verloren; sie werden im Gildefriedhof geehrt.
Kämpfe werden über das Gambit-System im Rundenformat abgewickelt. Spieler legen für jeden Helden bedingte Regeln fest, etwa die Priorisierung von Heilung für Verbündete unter einem bestimmten Gesundheitswert oder die Konzentration von Angriffen auf bestimmte Feindpositionen. Diese Anweisungen laufen automatisch ab, sobald ein Aufstieg beginnt. Sechs Waffenfamilien bieten Fertigkeitsbäume mit aktiven Fähigkeiten, passiven Boni und charakteristischen Techniken und ermöglichen so eine tiefgehende Anpassung der Gruppenrollen vor dem Einsatz.
Spielmodi
Im Zentrum steht das wiederholte Erklimmen des Turms, bei dem kartierte Stockwerke in unbekanntes Gebiet übergehen. Jede Expedition stellt die programmierten Taktiken auf die Probe, wobei Erfolg an zurückgebrachten Ressourcen und dem Überleben der Helden gemessen wird. Parallel dazu läuft das Gildenmanagement mit täglichen Aufträgen, Gebäudeaufbauten und der Vorbereitung auf den nächsten Durchlauf. Im aktuellen Build gibt es keine separaten Wettbewerbs- oder Mehrspielermodi, sodass der Fokus auf dem Einzelspielerfortschritt durch Gildenwachstum und Turmerkundung liegt.
Gilde aufbauen und führen
Bei Ressourcenexpeditionen werden Helden in die Umgebung geschickt, um Materialien für die Herstellung und Verbesserungen zu sammeln. Das Alchemielabor ermöglicht Verfeinerungsprozesse, die Ausrüstung über das einfache Schmieden hinaus verbessern. Das Wohlbefinden der Helden umfasst neben der Kampfbereitschaft auch zwischenmenschliche Dynamiken, die sich mit wiederholten Missionen entwickeln. Ein Dutzend unterschiedlicher Gebäude trägt zur Kapazität und Effizienz der Gilde bei; jeder Ausbau eröffnet neue Möglichkeiten für die Entwicklung der Helden und den Betriebsumfang.
Lohnt sich das Spiel?
Guild of the Tower richtet sich an Spieler, die eine methodische Gildensimulation mit automatisiertem taktischem Kampf in einem Early-Access-Paket schätzen. Das Gambit-Programmieren und die Permadeath-Mechanik führen zu Entscheidungen mit hohem Einsatz, die sorgfältige Vorbereitung und iterative Strategieanpassung belohnen. Eine Demo mit den ersten fünf Stockwerken steht zum Testen der Systeme bereit. Die aktuelle Entwicklung konzentriert sich auf den Kern des Turmaufstiegs und die beschriebene Gilden-Infrastruktur; saisonale Inhalte oder größere Erweiterungen sind bislang nicht bestätigt. Wer Wert auf Gruppenmanagement, bedingte KI-Skripte und dauerhafte Weltgestaltung legt, findet hier den direktesten Anklang.