Hadean Tactics ist ein Einzelspieler-Strategiespiel, das Roguelike-Deckbuilding mit Autobattler-Mechaniken verbindet. Spieler führen einen Helden durch die Unterwelt, indem sie gefangene Seelen als Einheiten rekrutieren, die im Kampf eigenständig agieren, während Karten ihr Verhalten beeinflussen.
Gameplay
Im Zentrum steht der Aufbau eines Kartendecks während jedes Durchlaufs, um die Aktionen der Einheiten in halbautomatischen Echtzeit-Kämpfen zu steuern. Einheiten greifen Gegner nach der Positionierung selbstständig an, Karten ermöglichen jedoch gezielte Eingriffe wie Angriffe, Verstärkungen oder Umpositionierungen. Gefundene Relikte verändern Fertigkeiten oder schaffen neue Synergien, und Allianzen zwischen Einheiten beeinflussen zusätzlich ihr Zusammenspiel.
Prozedural generierte Karten sorgen bei jedem Versuch für neue Wege durch unterschiedliche Kreise der Unterwelt. Zufällige Ereignisse auf der Karte und während der Kämpfe bieten Entscheidungen, die den aktuellen Durchlauf oder spätere Möglichkeiten beeinflussen. Der Kampf erfordert ein gutes Timing beim Kartenspiel inmitten der laufenden Auseinandersetzungen, statt ständiger direkter Steuerung - ein hybrider Rhythmus aus Vorbereitung und Anpassung.
Spielmodi
Das Hauptspiel dreht sich um wiederholte Durchläufe, um die Six Wings of Hell zu besiegen. Jeder Versuch bringt andere Layouts, Bosse und Ereignisse mit sich. Zusätzlich ermöglicht die individuelle Helden- und Deck-Erstellung, Attribute, Fertigkeiten und Allianzen außerhalb der normalen Runs zu testen und eigene Strategien zu entwickeln.
Ein späteres Update führte den Eternal Rift als separaten Modus ein, der tägliche Herausforderungen gegen Rift Guardians mit zufälligen Karten- und Einheiten-Konfigurationen bietet. Dadurch entsteht zusätzliche Strukturvielfalt innerhalb des Roguelike-Aufbaus, ohne die grundlegenden Systeme von Rekrutierung und Einflussnahme zu verändern.
Helden, Einheiten und Anpassung
Drei Haupthelden starten mit unterschiedlichen Startdecks, ergänzt durch je sechs Varianten, die den Spielstil über verschiedene Fertigkeiten verändern. Ein vierter Held kam mit dem Moonhunter-DLC hinzu und brachte mondthematische Mechaniken, die Interaktionen von Einheiten und Karten erweitern.
Über 260 Karten, 34 rekrutierbare Einheiten, 95 Gegenstände, 140 Fertigkeiten und 45 Allianzen bieten umfangreiche Kombinationsmöglichkeiten. Spieler verwalten Heldenattribute und experimentieren mit Synergien, die auf bestimmte Bosse oder Korruptionsstufen abgestimmt sind. Vierzig zufällige Ereignisse beeinflussen zudem, wie Builds über mehrere Durchläufe hinweg wachsen.
Lohnt sich das Spiel?
Die Steam-Bewertungen fallen insgesamt „Sehr positiv" aus: 89 Prozent der mehr als 1.700 Rezensionen sind positiv, und auch aktuelle Rückmeldungen bewegen sich in diesem Bereich. Das Spiel verließ 2023 den Early Access und erhält weiterhin größere Updates, darunter den 2.0-Patch mit Eternal Rift sowie Überarbeitungen und Verbesserungen der Spielqualität.
Fans von Roguelike-Deckbuildern oder Autobattlern finden die Kombination besonders lohnend, wenn sie Spaß daran haben, Synergien zu entdecken und sich auf prozedurale Herausforderungen einzustellen. Der Fokus auf Einzelspieler und der hohe Grad an Anpassungsmöglichkeiten spricht Spieler an, die iterative Strategiesessions gegenüber kompetitivem Multiplayer bevorzugen. Die fortlaufende Unterstützung durch DLCs und Balance-Anpassungen zeigt, dass die Entwicklung der Genre-Mischung weitergeht.