Holy Potatoes! What the Hell?! ist ein Strategie-, Indie-, Casual- und Simulationsspiel, in dem du ein Koch-Management im Höllen-Jenseits übernimmst. Du schlüpfst in die Rolle von Sweeny Tots, einem Kartoffel-Koch, der Verdammte sortiert und Gerichte zubereitet, um Götter zu besänftigen und dabei Bruchstücke einer vergessenen Vergangenheit aufzudecken.
Gameplay
Im Zentrum steht die Verwaltung einer Küche voller kartoffelbasierter Sünder. Jeder Sünder bringt eigene Attribute mit, die bestimmen, an welcher Station er am besten eingesetzt wird. Dort werden sie zu Zutaten verarbeitet - durch Stampfen, Backen, Kochen oder Frittieren - und liefern unterschiedliche Qualitäten. Diese Zutaten fließen in Rezepte ein, die du nach und nach erforschst und erweiterst.
Neben der Zubereitung geht es auch um die Stationen selbst: Upgrades steigern die Leistung, Wartung sorgt für reibungslosen Betrieb, und Höllenfeuer-Boosts geben bei Bedarf kurzfristig mehr Power. Ziel ist es, die Götter eines Pantheons - darunter Loki, Persephone und Osiris - zu versorgen. Erfolge bringen dich durch die neun Höllenkreise und treiben die Hauptgeschichte voran.
Popkulturelle Anspielungen stecken in den Namen der Sünder, etwa Mealificent, St Reaper oder Sephiroot. Sie sorgen für leichte Humor-Momente, ohne den Management-Fokus zu verändern. Das Tempo beginnt ruhig, wird aber mit wachsender Zahl an Stationen und Rezepten anspruchsvoller.
Spielmodi
Im Mittelpunkt steht eine Singleplayer-Kampagne, in der du Sweeny Tots durch das Jenseits begleitest. Fortschritt ergibt sich aus Story-Fortschritt, Stations-Upgrades und der Zufriedenheit der Götter in den neun Kreisen.
Cook-off Showdowns bilden den kompetitiven Teil: Hier messen sich Rezept-Ausführung und Stations-Effizienz gegen andere Köche, um die Vorherrschaft unter den Höllen-Köchen zu sichern. Weitere Modi wie Endless Survival oder Koop gibt es nicht.
Wichtige Mechaniken und Fortschritt
Durch Zutaten-Sammlung und Götter-Anforderungen erweiterst du kontinuierlich die Rezeptliste. Jedes neue Gericht erfordert präzise Kombinationen, die von einer guten Stations-Planung abhängen. Indem du Götter durch wiederholte Fütterungen levelst, schaltest du weitere Story-Abschnitte und Küchenerweiterungen frei.
Der Ressourcenfluss hängt von konsequenter Sünder-Sortierung und regelmäßiger Stationspflege ab. Vernachlässigung führt zu minderwertigen Ergebnissen, die höhere Götter nicht zufriedenstellen. Das System belohnt Experimente mit unterschiedlichen Stations-Konfigurationen, um Rezepte optimal zu bedienen.
Lohnt sich das Spiel?
Das Spiel richtet sich an Spieler, die entspannte, aber vielschichtige Management-Simulationen mit humorvollem Ton mögen. Der Sortier- und Kochzyklus bietet stetigen Fortschritt durch Upgrades und Rezept-Freischaltungen und spricht vor allem jene an, die sich an inkrementellen Verbesserungsschleifen erfreuen.
Die Rezeption lobt den Charme des Kartoffel-Themas und die Popkultur-Anspielungen, erwähnt aber auch gelegentlich repetitive Sortieraufgaben. Als abgeschlossenes Spiel von 2017 ohne saisonale Inhalte bietet es ein in sich geschlossenes Erlebnis, das sich vor allem zum günstigen Preis lohnt. Fans von Casual-Strategiespielen, die leichte Erzählung mit Küchen-Logistik verbinden, finden hier den meisten Mehrwert.