HUMANKIND ist ein rundenbasiertes Strategiespiel, in dem Spieler eine Zivilisation vom Neolithikum bis in die Moderne führen. Im Mittelpunkt steht das System der Kulturkombinationen: Statt eines festen Entwicklungsweges lassen sich historische Kulturen über die Epochen hinweg stapeln und so ein einzigartiges Imperium formen.
Gameplay
Fortschritt wird durch Sterne in verschiedenen Affinitäten wie Agrar, Militaristisch oder Wissenschaftler erzielt. Jede gewählte Kultur bringt eine eigene Emblem-Einheit mit Spezialfähigkeiten, einen Emblem-Bezirk, der die Stadtentwicklung beeinflusst, und ein Legacy-Merkmal, das dauerhaft erhalten bleibt. Je nach Reihenfolge der Kulturen ergeben sich dadurch ganz unterschiedliche Spielweisen - von frühen Baumeistern bis hin zu späteren Handels- oder Diplomatiekulturen.
Die Erkundung beginnt im Neolithikum mit einfachen Außenposten und Gebietsansprüchen. Mit fortschreitenden Epochen verwalten Spieler Ressourcen, errichten Bezirke, erforschen Technologien und bürgerliche Entwicklungen und treffen bei historischen Ereignissen moralische Entscheidungen, die Stabilität und Ruhm beeinflussen. Natürliche Wunder gewähren Boni, während erbaute Wunder bei Fertigstellung erheblichen Ruhm einbringen. Kämpfe finden direkt auf der Weltkarte statt: Armeen können aufgelöst und einzeln befehligt werden, Verstärkungen über mehrere Runden eintreffen und Belagerungsgerät Städte einnehmen.
Die Anpassung des Anführers sorgt für eine persönliche Note. Der Avatar verändert sich optisch mit dem Fortschritt der Zivilisation und erhält durch Meta-Fortschritt kosmetische Freischaltungen, die auch im Mehrspielermodus genutzt werden können.
Spielmodi
Im Standardmodus durchlaufen Spieler eine einzelne Kampagne vom Neolithikum bis in die Gegenwart. Der Sieg richtet sich ausschließlich nach dem gesammelten Ruhm aus Epochensternen, Wundern, Schlachten und folgenreichen Entscheidungen. Im Mehrspielermodus können bis zu acht Teilnehmer gegeneinander antreten und denselben Ruhm-basierten Siegbedingungen folgen.
Kürzere Varianten umfassen Blitzpartien mit begrenzter Rundenzahl, etwa 75 Runden, sowie Szenarien wie den Hundertjährigen Krieg, bei denen der Wettbewerb auf konkrete Ziele in einem festgelegten Zeitraum beschränkt ist. Diese Modi ermöglichen es, die Kernmechaniken zu erleben, ohne eine vollständige Kampagne abschließen zu müssen.
Wichtige Mechaniken und Features
Unabhängige Völker treten als kleinere Fraktionen auf der Karte auf und können diplomatisch oder militärisch einbezogen werden. Dies erweitert die Möglichkeiten der Expansion und Gebietskontrolle. Kämpfe legen Wert auf Positionierung und Einheitenvielfalt; Emblem-Einheiten verschaffen kulturspezifische Vorteile zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Das Ruhmsystem fasst alle Aktivitäten in einer einzigen Endwertung zusammen und belohnt gleichmäßige Leistungen in militärischen, wirtschaftlichen und kulturellen Bereichen.
Updates haben Kampfgeschwindigkeit, Kriegsunterstützung und KI-Verhalten verbessert sowie benutzerdefinierte KI-Gegner und Stabilitätsanpassungen hinzugefügt. Diese Änderungen erhalten die taktische Tiefe und langfristige Planung bei gleichzeitig besserer Balance für wiederholte Spielrunden.
Lohnt sich das Spiel?
HUMANKIND richtet sich an Spieler, die eine tiefgehende historische 4X-Strategie mit starkem Fokus auf Anpassung und Wiederspielbarkeit durch unterschiedliche Kulturpfade suchen. Das taktische Kampfsystem und das ruhmgetriebene Fortschrittssystem sorgen für bedeutsame Entscheidungen von der frühen Expansion bis zu Konflikten in späten Epochen. Regelmäßige Patches haben anfängliche Kritikpunkte wie Tempo und KI behoben und das Spiel insgesamt ausgewogener gemacht.
Wer eine echte Alternative zu klassischen Zivilisationsaufbauern sucht, wird vor allem das epochale Kultursystem und die direkt auf der Karte ablaufenden Kämpfe schätzen. Der Mehrspielermodus bietet Wettbewerb für Gruppen, während der Einzelspielermodus umfangreiche Solo-Kampagnen liefert. Mit dem aktuellen Funktionsumfang bleibt das Spiel weiterhin attraktiv für Strategiefans, die historische Authentizität mit eigenen Erzählungen verbinden möchten.