I Am Fish ist ein Simulations- und Abenteuerspiel, in dem man vier Fische auf ihrer Reise über Land und Wasser steuert. Im Mittelpunkt stehen physikbasierte Bewegung und knifflige Rätsel, während die Fische aus einem Zoofachgeschäft den Weg ins Meer suchen und dabei den Alltagsgefahren einer fiktiven englischen Grafschaft ausweichen.
Gameplay
Im Kern geht es darum, jede Figur mit ihren eigenen Fähigkeiten durch eine Kette von Herausforderungen zu führen. Der Goldfisch schwimmt am besten in begrenzten Wasserstellen, der Kugelfisch kann sich aufblasen und über Flächen rollen, der Piranha beißt sich durch Hindernisse, und der Flugfisch gleitet kurze Strecken durch die Luft. Im Verlauf der Geschichte wechselt man zwischen den Fischen und passt sich an neue Umgebungen an - von Küchen und Dächern bis hin zu Straßen und Gärten.
Die Steuerung setzt auf Schwung und präzises Timing statt auf direkte Bewegungen. Um auf trockenem Boden nicht auszutrocknen, müssen die Fische in Behelfsbehältern wie Gläsern oder Eimern mitfahren. Gefahren lauern im Straßenverkehr, bei Tieren, Haushaltsgeräten oder zerbrechlichen Behältern, die das Wasser verschütten können. Stirbt ein Fisch oder nimmt zu viel Schaden, wird man zum letzten Checkpoint zurückgesetzt - ein Anreiz, Routen immer wieder zu optimieren.
Die Level sind darauf ausgelegt, die Umgebung kreativ zu nutzen. Man wechselt zwischen Schwimmen in Brunnen oder Pools und Rollen oder Gleiten über Hindernisse; jede Fischart eröffnet dabei andere Wege durch dasselbe Gebiet. Belohnt wird, wer mit den physikalischen Wechselwirkungen der Objekte experimentiert - etwa indem man Behälter mit Schwung weiterbefördert oder Bisse gezielt einsetzt, um Wege freizumachen.
Spielmodi
I Am Fish bietet eine Einzelspieler-Kampagne mit aufeinanderfolgenden Leveln, in denen die vier Fische sich wiederfinden und gemeinsam Richtung Meer ziehen. Es gibt keine separaten Mehrspieler-Modi. Die Handlung verläuft linear, bietet aber in manchen Abschnitten Verzweigungen, bei denen unterschiedliche Fische dasselbe Hindernis auf ihre Weise bewältigen können.
Jedes Level kombiniert neue Gelände- und Gefahrenarten, die alle Fähigkeiten auf die Probe stellen. Die Kampagne setzt auf Ausdauer und Lernkurve durch Versuch und Irrtum; weitere Modi wie Zeitrennen oder Endlos-Herausforderungen sind derzeit nicht vorgesehen.
Handlung und Figuren
Im Mittelpunkt stehen vier Fische, die nach dem Verlust ihres Aquariums durch Barnardshire zum Meer reisen. Der Goldfisch bringt Schwimmbegeisterung mit, der Kugelfisch rollt zuverlässig, der Piranha räumt Hindernisse aggressiv aus dem Weg, und der Flugfisch meistert luftige Passagen. Ihre Persönlichkeiten prägen Dialoge und kleine Interaktionen, beeinflussen aber nicht die Spielmechanik.
Die Umgebungen mischen idyllisches Landleben mit städtischen Elementen; Bedrohungen entstehen sowohl durch die Natur als auch durch den Menschen. Die Geschichte entwickelt sich über diese Schauplätze, ohne komplexe Dialogsysteme oder Nebenquests.
Lohnt sich das Spiel?
Wer physikbasierte Puzzle-Plattformer mag, wird das bewusste Steuergefühl und die häufigen Rückschläge als motivierende Schleife aus Probieren und Verfeinern erleben. Humorvolle Charaktere und absurde Situationen sorgen zwischendurch für Auflockerung.
Die Kritiken loben die ungewöhnliche Idee und den Charme der Figuren, bemängeln aber teilweise die hohe Präzisionsanforderung und die Platzierung der Checkpoints. Das Spiel richtet sich an Spieler, die Frust als Teil des Erlebnisses akzeptieren, weniger an jene, die entspannte Erkundung suchen.
Verfügbar für den PC mit Tastatur- und Controller-Unterstützung, bietet die Kampagne mehrere Stunden Spielzeit rund um die Hauptreise. Es gibt keine laufenden Season-Pässe oder größeren Updates, die das Kernspiel verändern.