LEGO Bricktales ist ein Puzzle-Abenteuer für Einzelspieler, das kreatives Bauen und Erkunden in den Mittelpunkt stellt. Spieler übernehmen die Rolle eines jungen Erfinders, der gemeinsam mit einem kleinen Roboter-Kumpanen den Familien-Freizeitpark wieder aufbaut. Dabei verbindet sich lässige Simulation mit Abenteuer, während Konstruktionen Stück für Stück in unterschiedlichen Umgebungen entstehen.
Gameplay
Im Zentrum steht ein intuitives Bausystem, bei dem man Stein für Stein selbst Hand anlegt. An jeder Baustelle stehen begrenzte Teile auf einer flachen Plattform bereit, die man in drei Dimensionen anordnen muss, um die jeweiligen Puzzle-Anforderungen zu erfüllen. Manche Konstruktionen sind eher dekorativ - etwa ein Marktstand oder eine Spieluhr -, andere müssen physikalisch funktionieren, wie eine Brücke für einen Bagger oder ein Gyrocopter als Transportmittel.
Die Erkundung führt durch fünf eigenständige Dioramen-Biome, die komplett aus LEGO-Steinen bestehen: ein dichter Dschungel, trockene Wüsten, ein belebtes Stadtviertel, eine mittelalterliche Burg sowie tropische Karibikinseln. Aus der Vogelperspektive bewegt man sich durch die Welten, entdeckt versteckte Bereiche und hilft den ansässigen Minifiguren. Erledigte Aufgaben schalten neue Fähigkeiten frei und öffnen zuvor gesperrte Zonen.
Der Fortschritt hängt direkt mit der zentralen Geschichte zusammen: Glückskristalle müssen gesammelt werden, um ein außerirdisches Gerät zu betreiben, das den Freizeitpark repariert und die Auflagen des Bürgermeisters erfüllt. Der Roboter unterstützt dabei bei Navigation und Interaktion.
Spielmodi
Das Hauptspiel läuft als storygetriebener Puzzlemode. Man löst Bauaufgaben der Reihe nach in den verschiedenen Biomen und kehrt zwischendurch zum Freizeitpark-Hub zurück, um weitere Aufträge anzunehmen. Jede fertige Konstruktion trägt dazu bei, den Park wiederzubeleben.
Der Sandbox-Modus wird nach Abschluss einer Baustelle freigeschaltet. Hier entfallen die Puzzle-Vorgaben, und man erhält Zugriff auf eine deutlich größere Auswahl an Teilen aus verschiedenen LEGO-Themenwelten. Man kann an beliebigen Orten zurückkehren und seine Bauwerke ohne Materialbeschränkungen verfeinern oder komplett neu gestalten - ideal für freies Experimentieren jenseits der Story.
Handlung und Welten
Die Geschichte folgt einer einfachen, weltumspannenden Prämisse: Der Großvater des Spielers steht vor der Schließung seines Freizeitparks. Über Portale reist man in ferne LEGO-Dioramen, sammelt Kristalle und erlebt leichte Dialoge mit den Bewohnern. Jedes der fünf Biome bietet mehrere Bauaufgaben und Nebenaktivitäten, die das Eintauchen in die Umgebungen vertiefen.
Die Welten bestechen durch detailreiche Steinoptik und klassische LEGO-Themen. Überall verstreut finden sich Geheimnisse, die zum genauen Erkunden einladen - der Fokus liegt jedoch auf konstruktivem Problemlösen statt auf Kämpfen oder komplexen Quests.
Anpassung und Sammelobjekte
Zu Beginn kann man seinen Minifiguren-Avatar aus einer großen Auswahl an Teilen individuell gestalten. Weitere Optionen werden im Laufe der Geschichte freigeschaltet und orientieren sich an den besuchten Welten. Das System dient der persönlichen Gestaltung, ohne das Gameplay zu beeinflussen.
In den Dioramen sind Sammelobjekte verteilt. Diese lassen sich gegen Kleidungsstücke oder neue Farbpaletten eintauschen, die ausschließlich im Sandbox-Modus verfügbar sind. Dadurch gewinnt das Spiel an Wiederspielwert, da man immer wieder zurückkehrt, um weitere Ressourcen für kreative Freiheit zu sammeln.
Lohnt sich das Spiel?
LEGO Bricktales richtet sich an Spieler, die handwerkliche Baupuzzles und ein ruhiges Einzelspieler-Erlebnis mit Fokus auf Kreativität suchen. Das Stein-für-Stein-Prinzip unterscheidet sich spürbar von automatisierten Bausystemen anderer LEGO-Titel und spricht besonders jene an, die ingenieurmäßige Herausforderungen und freies Design schätzen.
Auf dem PC fiel die Resonanz überwiegend positiv aus. Gelobt werden vor allem der befriedigende Bauprozess und die charmante Präsentation. Manche Spieler bemängeln gelegentliche Steuerungsprobleme bei präzisen Platzierungen, doch die Vielfalt der Puzzle-Typen und die erweiterte Sandbox werden meist sehr geschätzt. Das Spiel ist ab 12 Jahren freigegeben und bietet ein in sich abgeschlossenes Abenteuer ohne saisonale Inhalte oder Multiplayer-Elemente.
Wer Puzzle-Abenteuer und LEGO-Bauen mag, findet hier einen eigenständigen Ansatz. Der Story-Abschluss schaltet sinnvolle kreative Werkzeuge frei und macht das Spiel zu einer guten Wahl für alle, die Tiefe in den Konstruktionsmechaniken suchen - statt offener Welten oder kompetitivem Spiel.