Lifelines ist ein strategisches Indie-Simulationsspiel für den PC, in dem Spieler als Bürgermeister die Infrastruktur wachsender Städte verwalten. Im Mittelpunkt steht das Verlegen von Wasser- und Stromleitungen auf einem Raster, um Häuser funktionsfähig zu halten und gleichzeitig Wachstum mit politischem Druck auszugleichen.
Gameplay
Die Steuerung erfolgt in der Vogelperspektive: Spieler zeichnen dicke blaue Hauptleitungen für Wasser und dünne rote Linien für Strom von Pumpen und Generatoren zu den einzelnen Häusern. Die Leitungen folgen dem Raster und dürfen an beliebigen Ecken abknicken; bei Platzmangel lassen sie sich unterirdisch verlegen. Häuser ohne beide Anschlüsse versorgen ihre Bewohner nicht ausreichend und sorgen bei Wahlen für Unzufriedenheit.
Das Spiel beginnt mit einfachen Anlagen aus einer Pumpe und wenigen Häusern und entwickelt sich durch neue Familien, steigenden Reservoirdruck und gelegentliche Rohrbrüche weiter. Zunächst verläuft der Fortschritt ruhig, später erfordert er gezielte Problemlösung. Erfolgreiche Wahlen bringen Fördergelder, taktische Karten zur Erweiterung der Verlegemöglichkeiten oder direkte Anschlüsse. Farbenblinden-freundliche Farben, reduzierbare Bewegungen und einstellbare Bildschirmwackeleffekte sorgen für angenehme Sitzungen.
Vier unterschiedliche Städte stellen über einen Zeitraum von hundert Jahren verschiedene Netzanforderungen. Greenfield bietet offene Ebenen für einfache Expansion. Spätere Karten bringen unwegsame Gipfel, eine gewundene Meerenge und Kanalringe, die das Raster in Inseln teilen. Jede Anordnung verlangt neue Lösungen für eine lückenlose Versorgung.
Spielmodi
Das Spiel besteht aus einer durchgehenden Kampagne über alle vier Städte. Spieler schreiten Jahr für Jahr voran und müssen jedes Haus versorgen. Alle paar Jahre finden Wahlen statt: Häuser mit beiden Anschlüssen zählen als Zustimmung, fehlende Verbindungen als Ablehnung. Über fünfzig Prozent Zustimmung verlängern die Amtszeit und bringen zusätzliche Mittel; weniger beendet den Durchlauf für diese Stadt.
Das Ziel ist es, in jeder Stadt das Jahr hundert zu erreichen. Rekorde halten die besten erreichten Jahre je Stadt in drei Speicherständen fest. Das Spiel legt Wert auf langfristige Planung statt auf Geschwindigkeit oder Wiederholungen; es gibt keine Fehlschlag-Bildschirme.
Grafik und Tempo
Ein weicher, pastellfarbener Handzeichnungsstil mit großzügigem Weißraum und warmen Erdtönen hält die Oberfläche ruhig. Die Darstellung bleibt übersichtlich und ermöglicht lange Sitzungen ohne visuelle Ermüdung. Das Tempo orientiert sich am realen Städtewachstum: Es beginnt friedlich, verdichtet sich durch steigende Anforderungen und löst sich durch gezielte Eingriffe vor der nächsten Wahl auf.
Lohnt es sich?
Lifelines richtet sich an Spieler, die bedächtige Strategie- und Simulationsspiele mit Fokus auf Infrastruktur mögen. Die Verbindung aus Rasterverlegung, Ressourcenmanagement und politischem Feedback ergibt einen stetigen Kreislauf aus Ausbau und Anpassung. Wer ruhiges Puzzle-Lösen bevorzugt, findet in den vier Städten abwechslungsreiche Herausforderungen, die durchdachte Netzplanung belohnen. Die integrierten Barrierefreiheitsoptionen erweitern die Zielgruppe für längere Spielzeiten. Mit seinem Schwerpunkt auf Einzelspieler-Fortschritt und Rekordverfolgung bietet das Spiel ein rundes Erlebnis für Fans entspannter Strategiesimulationen rund um Stadtverwaltung.