Men of War: Condemned Heroes ist ein Echtzeit-Taktik- und Strategiespiel, das während des Zweiten Weltkriegs an der Ostfront spielt. Spieler übernehmen das Kommando über ein sowjetisches Strafbataillon, das auf Grundlage des Befehls 227 aufgestellt wurde, und führen verurteilte Soldaten durch gnadenlose Einsätze, aus denen es kein Zurück gibt. Das Spiel steht eigenständig da und setzt keine Vorkenntnisse der Reihe voraus. Es orientiert sich an historischen Ereignissen, die auf Berichten über Strafverbände der Roten Armee zwischen 1942 und 1945 beruhen.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht das Kommando über kleine Trupps in detailliert gestalteten Gefechtsszenarien. Jede Mission verlangt präzises Positionieren von Infanterie, den gezielten Einsatz von Deckung und den sparsamen Umgang mit begrenzten Ressourcen gegen zahlenmäßig überlegene Gegner. Mit der direkten Steuerung können Spieler einzelnen Einheiten exakte Befehle geben oder in die taktische Übersicht wechseln, um größere Bewegungen zu koordinieren. Zerstörbare Umgebungen reagieren realistisch auf Beschädigungen, sodass Gebäude und Fahrzeuge entsprechend ihrer Substanz reagieren. Die Kämpfe finden sowohl auf kurze Distanz als auch in größeren Gefechten statt, wobei das Überleben jedes Soldaten von exakt abgestimmtem Timing und Positionierung abhängt. Geduld und Anpassungsfähigkeit werden belohnt, da Fehlentscheidungen bei Aufstellung oder Zeitablauf schnell zum Scheitern führen können.
Der Feldzug verläuft linear durch miteinander verbundene Operationen. Soldaten bleiben mit ihren gesammelten Erfahrungswerten zwischen den Missionen erhalten, was eine sorgfältige Personalführung über den gesamten Verlauf hinweg erfordert. Waffen und Ausrüstung entsprechen dem historischen Stand, wobei die sowjetischen Einheiten oft mit dem verfügbaren Material gegen besser ausgerüstete Gegner antreten.
Spielmodi
Das Spiel umfasst vier handlungsgetriebene Kampagnen, die sich über die Jahre 1942 bis 1945 erstrecken. Sie begleiten das Strafbataillon von Abwehrkämpfen in Wolhynien und Polen bis hin zu Angriffsoperationen tief im von Deutschland besetzten Gebiet. Jede Kampagne besteht aus mehreren Missionen, die auf den vorangegangenen Ereignissen aufbauen und eine durchgehende Handlung ohne alternative Verzweigungen bieten. Separate Gefechts- oder Mehrspielermodi sind nicht enthalten. Der gesamte Inhalt konzentriert sich auf den historischen Feldzug im Einzelspielermodus.
Historischer Hintergrund und Atmosphäre
Umgebungen, Uniformen und Ausrüstung orientieren sich an dokumentierten Zuständen an der Ostfront in der genannten Zeit. Die Missionen stellen verzweifelte Abwehrschlachten und risikoreiche Sturmangriffe nach, die auf tatsächlichen Einsätzen von Strafverbänden beruhen. Die Atmosphäre vermittelt den hohen Einsatz jeder Auseinandersetzung, bei der nur begrenzte Verstärkung zur Verfügung steht und kein Spielraum für Fehler bleibt. Verbesserte Grafik und Animationen gegenüber der Basis-Engine verstärken das Gefühl von Größenordnung in größeren Feuergefechten, ohne den Fokus auf das Handeln einzelner Soldaten zu verlieren.
Lohnt sich das Spiel?
Die Bewertungen auf den großen Plattformen fallen insgesamt überwiegend positiv aus, mit sehr positiven Tendenzen in den jüngsten Rezensionen. Das Spiel spricht Spieler an, die anspruchsvolle Echtzeit-Taktik-Erfahrungen suchen, bei denen Planung und Ausführung im Vordergrund stehen. Die hohe Schwierigkeit und die Betonung des historischen Kontexts passen zu Spielern, die mit einem trial-and-error-Ansatz bei der Missionsbewältigung vertraut sind. Das Spiel liegt als abgeschlossenes Standalone-Paket vor, ohne laufende saisonale Inhalte oder zwingend erforderliche Updates. Wer eine fokussierte, handlungsorientierte Kampagne über sowjetische Strafverbände im Zweiten Weltkrieg sucht, findet hier eine kompromisslose Umsetzung, die dem beschriebenen Ton von Opferbereitschaft und Überleben entspricht.