Miss Fisher and the Deathly Maze ist ein Visual Novel-Adventure mit Hidden-Object-Elementen. Spieler übernehmen die Rolle der ehrenwerten Miss Phryne Fisher, einer stilbewussten Detektivin im Melbourne der 1920er-Jahre, und lösen Mordfälle durch Dialogentscheidungen, Spurensuche und Umgebungsinteraktion.
Gameplay
Im Mittelpunkt steht die Untersuchung verschiedener Schauplätze, die zu jedem Fall gehören. Spieler wählen Ermittlungsorte aus und entscheiden, wie sie mit Verdächtigen und Zeugen sprechen - das beeinflusst, welche Informationen ans Licht kommen und wie sich die Ermittlung entwickelt. Hidden-Object-Suchen sind ein wesentlicher Bestandteil des Fortschritts: In detaillierten Szenen müssen Gegenstände gefunden werden, die die Handlung vorantreiben oder zusätzliche Hinweise liefern.
Im Spielumfeld verteilte Kostümteile lassen sich sammeln und schalten neue Outfits für Phryne frei, die sich zur optischen Abwechslung anlegen lassen. Starke Charakterzeichnungen und zeitgemäße Hintergründe prägen das visuelle Erscheinungsbild und orientieren sich am Originalmaterial. Die eigens für die dazugehörige Fernsehserie komponierte Musik unterlegt entscheidende Szenen und unterstützt den erzählerischen Ton, ohne die textlastige Präsentation zu dominieren.
Dialog- und Ermittlungsentscheidungen erzeugen innerhalb jeder Episode unterschiedliche Verläufe, doch die Struktur bleibt auf eine lineare Story mit leichter Interaktivität ausgerichtet und verzichtet auf offene Erkundung. Sechsunddreißig Erfolge dokumentieren den Fortschritt durch spezifische Aktionen wie das Abschließen von Suchen oder bestimmte Gesprächsentscheidungen.
Spielmodi
Das Spiel ist ausschließlich als Singleplayer-Erfahrung mit episodischer Mordfallstruktur konzipiert. Es gibt keine separaten Wettbewerbs-, Koop- oder Alternativmodi. Das zentrale Erlebnis besteht darin, die beiden enthaltenen Episoden durch narrative Entscheidungen, Hidden-Object-Rätsel und Verhörsequenzen zu durchlaufen.
Der Fortschritt folgt dem Ablauf einer Detektivarbeit: Spieler wechseln zwischen Schauplätzen, sammeln Beweise durch Suchen und lösen Fälle, indem sie Gesprächshinweise zusammenfügen. Dieser einheitliche Ansatz hält den Fokus auf der Geschichte und den Charakterinteraktionen.
Handlung und Setting
Die Handlung versetzt Spieler direkt ins Melbourne der 1920er-Jahre, wo Phryne Fisher in den beiden Episoden einen zentralen Mordfall bearbeitet. Die Geschichte übernimmt den etablierten Ton der Fernsehserie, inklusive schlagfertiger Dialoge, zeittypischer Details und des eigenständigen Ermittlungsstils der Protagonistin.
Hochwertige Charakterporträts und Hintergründe schaffen die passende Atmosphäre, während originale Soundtrack-Stücke die Verbindung zur Serie stärken. Aufmerksame Beobachtung von Gesprächsnuancen und gründliche Suchen werden belohnt, da diese Elemente direkt zur Lösung des Falls beitragen.
Lohnt sich das Spiel?
Die Steam-Bewertungen fallen mit 77 Prozent positiven Stimmen aus 67 Rezensionen überwiegend positiv aus. Spieler, die dialogbasierte Visual Novels und leichte Hidden-Object-Mechaniken mögen, finden hier eine kompakte, stilvoll umgesetzte Kriminalgeschichte, die den Charakter der Serie einfängt.
Das Spiel richtet sich an Fans narrativer Adventures, die starkes Schreiben und ansprechende Präsentation höher bewerten als komplexe Systeme oder lange Kampagnen. Das kurze episodische Format eignet sich für alle, die eine fokussierte Singleplayer-Erfahrung ohne fortlaufende Updates oder zusätzliche Inhalte suchen.
Wer tiefe Wiederholbarkeit durch multiple Enden oder umfangreiche Rätselvielfalt erwartet, könnte den Umfang auf die zwei Episoden als begrenzt empfinden. Insgesamt bietet das Spiel eine ausgefeilte Detektivgeschichte für Spieler, die den Mix aus Visual Novel und Hidden Object schätzen.