Mithril ist ein Voxel-basiertes Höhlen-Bergbau-Survival-Spiel im Early Access für den PC. Im Mittelpunkt steht eine prozedural generierte Höhlenwelt, deren Geologie sich durch das Spielverhalten der Spieler verändert und weiterentwickelt.
Gameplay
Am Anfang wird noch per Hand abgebaut, später übernehmen Maschinen die Förderung und Verarbeitung. Spieler graben Tunnel, verwalten Erze und Mineralien und müssen stets die Stabilität der Hohlräume im Blick behalten - jeder entfernte Block verlagert die Last auf das verbleibende Gestein. Echtzeit-Spannungsverteilung sorgt dafür, dass Decken ohne ausreichende Stütze jederzeit einstürzen können. Wer auf Warnsignale im Gestein achtet oder rechtzeitig Stützen setzt, kann Katastrophen verhindern.
Die Geologie bestimmt den Spielverlauf: Schichtgestein, realistische Erzgänge sowie Formationen wie Stalaktiten, Lavaseen und Wassersysteme prägen die Umgebung. Jedes Material besitzt eigene physikalische Eigenschaften, die Abbaugeschwindigkeit, Werkzeugwahl und Stabilität beeinflussen. Spieler können Wasser oder Lava umleiten, um Erze umzuverteilen oder Gesteinszusammensetzungen über simulierte Zeiträume hinweg zu verändern.
In der Dunkelheit leben Kreaturen, die das Verhalten der Spieler beobachten. Nach größeren Veränderungen in der Welt kehren sie mit angepasster Taktik zurück. So entsteht eine dauerhafte Bedrohung, die sich mit der Höhle weiterentwickelt und nicht nach jeder Sitzung zurückgesetzt wird.
Spielmodi
Im Standardmodus sorgen überlebensrelevante Elemente und die lernfähigen Kreaturen für Spannung. Der separate Freeplay-Modus entfernt alle feindlichen Wesen und konzentriert sich ganz auf Höhlenforschung, geologische Prozesse und Maschinenbau. Beide Varianten unterstützen Online- und lokalen Koop für bis zu vier Spieler, sodass sich Aufgaben wie Graben, Bedrohungsüberwachung oder Automatisierung aufteilen lassen.
Im Koop-Modus lässt sich die Automatisierung besonders ausbauen: Teams errichten vernetzte Systeme aus Brechern, Öfen, Förderbändern und Lagern, die auch ohne direkte Aufsicht weiterarbeiten - solange die geologischen Bedingungen es zulassen.
Welt-Simulation und Fortschritt
Der zentrale Fortschrittsmechanismus ist die Dormanz: Sie lässt die Höhle in wenigen Minuten eine Million Jahre geologischer Entwicklung durchlaufen. Dadurch verschieben sich Grundwasserspiegel, Lava erzeugt neue Mineralien und ungestützte Strukturen brechen von selbst zusammen. Wer zurückkehrt, findet völlig veränderte Gänge und frische Erzvorkommen vor.
Der NPC „Ancient One" gibt nach größeren Fortschritten Hinweise zu Gesteinswahl, Stützbau und der Deutung von Geräuschen im Gestein - ohne dabei seine eigenen Absichten offenzulegen.
Die eigene Voxel-Engine übernimmt die prozedurale Höhlengenerierung, schichtweise Gesteinsbildung sowie physikalische Simulationen von Spannung und Materialverhalten. Jeder Abstieg führt daher zu neuen Strukturen und Verläufen.
Lohnt sich Mithril?
Mithril richtet sich an Spieler, die simulationslastige Survival-Erfahrungen mit starkem Fokus auf Umweltinteraktion und langfristige Weltveränderung suchen. Statt klassischer Kampfmechaniken stehen Handabbau, Automatisierungsketten und zeitbasierte geologische Prozesse im Vordergrund.
Im Early Access sind der Survival-Modus mit anpassungsfähigen Kreaturen und der Freeplay-Modus für reinen Bau- und Geologiefokus verfügbar - beide mit Koop-Unterstützung. Das solo-entwickelte Spiel wird kontinuierlich weiterentwickelt und spricht vor allem jene an, die detaillierte Simulationen höher bewerten als actionlastige Elemente.