Omerta - City of Gangsters ist eine Strategiesimulation, die im Atlantic City der 1920er-Jahre während der Prohibition spielt. Spieler übernehmen die Rolle eines Einwanderers, der sich durch Gebietskontrolle, Unternehmensführung und taktische Auseinandersetzungen eine kriminelle Organisation aufbaut.
Gameplay
Im Zentrum steht die Stadtansicht, von der aus strategisch geplant und expandiert wird. Hier werden Immobilien erworben, illegale Betriebe wie Speakeasys und Brauereien eingerichtet und Gangmitglieder auf Missionen geschickt, um Ressourcen zu beschaffen oder Konkurrenten zu schwächen. Fortschritt entsteht durch den Erwerb von Territorien, der sich aus wirtschaftlichen Maßnahmen und direkten Aktionen zusammensetzt.
Kämpfe laufen rundenbasiert auf detaillierten Karten ab. Ein Deckungssystem ermöglicht taktisches Positionieren, während sich auch heimliche Annäherungen nutzen lassen, um vor offenen Gefechten Vorteile zu erlangen. Die 15 einzigartigen Charaktere bringen unterschiedliche Hintergründe und Persönlichkeiten mit, die ihre Leistung beeinflussen. Ein RPG-Progressionssystem erlaubt es, Fertigkeiten zu entwickeln und Ausrüstung an die jeweilige Rolle im Syndikat anzupassen.
Atlantic City wird mit seinen historischen Sehenswürdigkeiten und Stadtteilen detailgetreu nachgebildet. Dieses Setting unterstützt die Geschichte des Aufstiegs in der kriminellen Hierarchie - von kleinen Aufträgen bis zur vollständigen Kontrolle über die Stadt.
Spielmodi
Im Story-Modus durchläuft man eine strukturierte Kampagne, die den Weg vom Neuling zum Syndikatsführer über mehrere Szenarien hinweg verfolgt. Dabei gelten Ziele, die auf den Ausbau des Imperiums ausgerichtet sind, während Rivalen und die Polizei ständige Bedrohungen darstellen.
Der Sandbox-Modus bietet eine offene Umgebung für freies Erkunden und Experimentieren auf den verschiedenen Bezirks-Karten. Hier liegt der Fokus auf uneingeschränktem Bauen, vielfältigen Missionen und langfristiger Entwicklung ohne Kampagnenvorgaben.
Im Multiplayer können Spieler kooperativ gemeinsame Ziele verfolgen oder sich in kompetitiven Partien auf eigenen Karten gegenüberstehen. Diese Modi erweitern die Kernmechaniken auf Gruppenspiele für alle, die über den Einzelspieler-Modus hinausgehen möchten.
Setting und Charaktere
Die Spielwelt orientiert sich am Atlantic City der Prohibition und legt Wert auf historische Details bei Straßen, Gebäuden und Wahrzeichen. Darauf basieren die Spielmechaniken rund um Alkoholschmuggel, Immobilienkäufe und Rivalitäten im Untergrund, die die wirtschaftlichen Gegebenheiten der Zeit widerspiegeln.
Das Charaktermanagement sorgt für zusätzliche Tiefe: Die 15 anwerbbaren Personen verfügen über individuelle Eigenschaften, die sich auf Missionserfolge und Kampfstärke auswirken. Dadurch wird eine durchdachte Teamzusammenstellung und Ausrüstungswahl beim Ausbau des Syndikats gefördert.
Lohnt sich das Spiel?
Omerta - City of Gangsters richtet sich an Spieler, die Simulations- und rundenbasierte Taktikelemente in einem primär auf den Einzelspieler ausgerichteten Erlebnis kombinieren möchten. Die Kampagne bietet einen vollständigen Bogen des Imperiumsaufbaus mit einer Spieldauer von etwa 15 Stunden oder mehr und wird von 20 Karten unterstützt, die verschiedene Stadtteile abbilden.
Die Resonanz fiel gemischt aus: Gelobt wurden das Grundkonzept und das taktische Kampfgeschehen, während die Wiederholung in Managementaufgaben kritisiert wurde. Das Spiel liegt als abgeschlossenes Produkt vor, ohne laufende Saison-Updates oder zusätzliche Inhaltszyklen.
Besonders geeignet ist es für alle, die strategische Stadtverwaltung, Charakterentwicklung und kriminelle Geschichten im Setting der Prohibition schätzen. Wer schnelle Action oder umfangreiche moderne Multiplayer-Funktionen sucht, findet hier möglicherweise weniger Anklang. Die bewährten Mechaniken bieten eine fokussierte Strategiesimulation, die sorgfältige Planung belohnt und sich durch selbst auferlegte Herausforderungen auch bei wiederholtem Spielen abwechslungsreich gestalten lässt.